Etwas gaga…. sonst aber alles ok

Zwei Tage habe ich nur Gratleisten in Küchen(Schrank)-Türen eingebaut. Bin noch nicht fertig damit. Diese Tätigkeit wird mich auch noch das kommende Wochenende beschäftigen. „Macht echt Spaß…. so abwechslungsreich!“ hab ich zu meiner Rotex gesagt.

Sie hat mir aber nicht geantwortet. Ich hatte sogar den Eindruck, dass sie mir nicht einmal zugehört hat, der blöde Brummkreisel. Wenn sich der Küchenbau noch lange hinzieht, mach ich mir ernsthaft Gedanken bezüglich meiner Gesundheit. Eindeutig Anzeichen eines „Küchenbauburnouts“ konnte ich heute in meiner Werkstatt beobachten. Weiterlesen →

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Hobelbau am Oderbruch

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Warum man 700 km fährt, um einen Hobel zu bauen….. und was dann dabei raus gekommen ist, könnt Ihr hier erfahren.

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Verdeckte Gratleiste eingebaut

Nachdem einige an meinen Küchentüren herumgenörgelt haben – „ja sie könnten sich ja verziehen“ (ja sie haben ja auch Recht), habe ich nun die erste verdeckte Gratleiste eingebaut. Die Technik habe ich mir von Rainer abgeschaut – aber ich habe sie ein wenig gepimt!

Zunächst habe ich die Gratleisten vorbereitet. Bei den Türen sind genügend Reststücke übrig geblieben. Die Leisten habe  eine Stärke von 19mm und eine Breite von 40mm. Mit der Tischfräse habe ich an beiden Seiten einen Grat von 10° eingefräst.

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Kal Küche

Neulich habe ich mal gelesen, dass das indische Wort „Kal“ sowohl „gestern“ als auch „morgen“ bedeuten kann. Das fand ich dann super spannend für meinen nächsten (also diesen) Blogbeitrag. Versetzt es mich doch in die Lage kurz und prägnant zum Ausdruck zu bringen, was mich in der Werkstatt beschäftigt: „Kal Küche!“

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Somit wisst ihr jetzt, dass ich „Kal“ an der Küche weitergebaut habe und „Kal“ werde ich das auch wieder tun. Und trotzdem habe ich nicht die Hoffnung, dass der „Kal“ sichtbare Baufortschritt meine Werkstatt-Laune merklich aufheitern wird. Aber ich hör jetzt auf Wortspielereien noch weiter zu vertiefen und denke auch besser nicht weiter darüber nach wie viele Wochenenden ich für die Küche noch opfern werde. Weiterlesen →

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Sägeblattwechsel auf Dauer

Seit 5 Jahren arbeite ich in meiner Werkstatt mit einer Bandsäge von Hammer. Im Großen und Ganzen bin ich mit der Maschine zufrieden. Auch wenn ich sie schon einige Male an ihre Grenzen gebracht habe.
Mir ist es bei dieser Maschine nun schon zum 2. Mal gelungen, dass ich eine deutlich spürbare Qualitätsverbesserung erreichen konnte.

Die erste Verbesserung, war der Tausch der Rollenführung gegen eine Keramikführung. Ich hatte darüber berichtet. Mit der Keramikführung wird meines Erachtens das Sägeblatt sehr viel besser geführt, die Abnutzung ist geringer (bisher konnte ich eigentlich keine feststellen) und der Geräuschpegel beim Sägen ist deutlich nach unten gegangen. Weiterlesen →

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Küche 3/12 fertig

OK….. nicht ganz fertig!
Ich warte noch auf die Lieferung von einem bestellten Fräser – dann bekommen alle Türen eine Gratleiste nachträglich verpasst.

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Küche 2/12 fertig

Ausdrücklich weise ich an dieser Stelle darauf hin, dass man mich mit den letzten Kommentaren dazu genötigt hat, vom Baufortschritt der „Großküche“ hier regelmäßig Bilder einzustellen. Ich mach das also nicht freiwillig und nur unter allergrößten Protest 😉

Liebe Grüße
Volker

PS: Übrigens habe ich mich schweren Herzens dazu durchgerungen, die Türen innen mit Leisten (keine Gratleisten sondern mit Leisten die verschraubt werden) gegen Verziehen zu sichern. Die Gefahr, dass bei 12 Schränken eine Türe aus der Form will, ist mir einfach zu groß – auch wenn sie bisher keine sichtbaren Anstalten gemacht haben, die „Planheit“ aufzugeben.

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„Saubermachen“ ist nie verkehrt

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Hier ist wieder ein Beitrag von mir zum Küchenbau!
Das wird jetzt ein paar Leute freuen, vermutlich auch den einen oder anderen ärgern, aber mit absoluter Sicherheit den Großteil der Menschheit nicht im Geringsten interessieren.
Im Leben gibt es Wichtigeres als Bloglesen – erst Recht dann, wenn es sich um einen Holzwerkerblog handelt. Somit reduziert sich die Notwendigkeit einen solchen zu betreiben und Beiträge zu publizieren, auf eine nicht mehr definierbare kleine Größe.
Man tummelt sich auf dem Spielplatz der Bedeutungslosigkeit!

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Ungefähr viele Tage noch…

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„Ungefähr viele Tage noch, dann bin ich mit der Küche für meine Tochter fertig. Ich freue mich schon auf ein neues Projekt!“
Diese ungewöhnliche Formulierung hält mich bei Laune. Stellt sie mir doch ein Fertigwerden – zumindest irgendwann – in Aussicht. Meine Strategie hat sich inzwischen von Gesamtziel in Etappenziele Erreichen geändert. Ab und an muss man ein wenig mogeln wie es einem das Leben vormacht.

Es darf im Augenblick zwar immer nur ein Schrankkorpus in die Werkstatt damit genügend Platz bleibt, aber irgendwie ist es mir gelungen für alle 12 Schränke die Fronten schon aufzutrennen. Das wollte ich zwar nicht – ist aber jetzt so. Liegt vermutlich an den zusätzlichen Arbeitsböcken, dass man sich so mit Arbeit zustellt. Meine Frau lässt mich nur noch mit eingeschaltetem Handy in die Werkstatt – sie hofft mich so, im Notfall orten zu können.

Und wenn man so wie in Trance (veränderte Bewusstseinszustände mit einem intensiven mentalen Erleben) Küchenfronten zusammenstellt, kommen die tollsten Bilder zu Stande…

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Einspannhilfe für Ziehklingen

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Ziehklingen sind eine richtig tolle Sache – wenn sie scharf sind! Ja das gilt auch für die  Ziehklingen, die man zum Leim abkratzen verwendet.

Damit man Ziehklingen richtig schärfen kann, muss man sie einspannen. Der eine macht das mit Hilfe der Hobelbank, der andere nimmt lieber einen Schraubstock dafür. Gut fest sitzt sie, wenn man die Ziehklinge zwischen 2 kleine Brettchen spannt. Das verhindert auch ein Wegtauchen, wenn von oben Druck auf die Kante ausgeübt wird. Weiterlesen →

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Null Bock …. oder was?

Sagt der eine Holzwerker zum anderen Holzwerker:
„Eh…. hast Du auch null Bock?“

Darauf antwortet der andere Holzwerker:
„Nein…. seit heute hab ich sogar sechs!“

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So oder so ähnlich könnte ich mir einen Gesprächsverlauf unter Holzwerkern vorstellen. Na ja, nicht mit allen… aber mit ein paar von ihnen schon… oder zumindest mit dem Timo würde das Gespräch so verlaufen. Und weil halt der Timo null Bock hat, widme ich Ihm diesen Beitrag. Eventuell verhilft er ihm ja dazu, dass er in absehbarer Zeit auch behaupten kann. „Jetzt endlich hab ich in der Werkstatt auch Bock!“

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Endlich wieder richtiges Holz

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Vor genau einem Monat hatte ich mit der Küche begonnen. In den vergangenen Wochen habe ich 12 Küchenschränke – also den Außenkorpus – aus Multiplex-Platten gebaut. Nun geht es weiter mit richtigen Holz. Die Fronten der Küche versuche ich aus massiven Ahorn-Holz herzustellen.

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Nichts Neues… einfach nur langweilig

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Das Wochenende habe ich mit dem Küchenbau verbracht – wen wundert’s! Den Bericht kann ich mir auch sparen, weil zu berichten, gibt es nichts Neues. Wenn du mal beschrieben hast, wie du einen Schrankkorpus gebaut hast, dann wird die Sache nicht interessanter, wenn du beschreibst, wie du den 2. Schrankkorpus bauen wirst. Oder doch, wollt ihr das wirklich lesen? Ich warne Euch, es werden 12 Schränke nach dem gleichen Prinzip gebaut. Nein, keine Angst – ich erspare das mir und meinen Lesern. Weiterlesen →

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Zum Hochstapler geworden

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Aber mir ist doch gar nichts anderes übrig geblieben. Die Umstände waren einfach… ach sie waren einfach so…. doof! Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber mir blieb doch nur der eine Ausweg. Ein wenig hoch stapeln.

Angefangen hatte es ja eigentlich ganz harmlos. Wenn ich mich noch recht entsinnen kann, war es der 2. Januar 2016.

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„Stapelverarbeitung“ in der Holzwerkstatt

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Das Holzwerken betreibe ich in meiner Freizeit und versuche in diesen Stunden einen möglichst großen Abstand zu meiner beruflichen Tätigkeit herzustellen. „Work Life Balance“ nennt man das auf Neudeutsch. Ich bezeichne es noch immer mit „Ausgleich“ und habe beschlossen, mich an die Neudeutsche Bezeichnung nicht mehr zu gewöhnen. Quasi ein innerlicher Protest, den ich mir gönne und der sonst niemandem schadet.
Seit ein paar Tagen praktiziere ich „Stapelverarbeitung“ in meiner Werkstatt und sie wird mich auch noch länger begleiten. Der Begriff erinnert mich dann doch ein wenig an meinen IT-Job…. und das in meiner Freizeit – ich hoffe das schadet jetzt nicht meinem „Ausgleich“. Weiterlesen →

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Das Weihnachtsgeschenk in letzter Minute

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Ich glaube der 24. Dezember ist der Tag, an dem die größte Hektik aufkommt. Das fängt bei einigen morgens schon damit an, dass sie aufstehen, feststellen heute ist ja Weihnachten und sich die Frage stellen: „Was schenke ich nur?“. Kritisch wird es dann, wenn die Spezies der „Geschenkebesorger an heilig Abend“ auf die Spezies „ich brauch noch was zum Essen an heilig Abend“ im Straßenverkehr trifft. Die Wegezeiten verdreifachen sich – auch wenn das viele in ihre Planungen nicht einbezogen haben.
Beim Bäcker und beim Metzger bilden sich Schlangen, die gefühlt erst 2 Häuserblöcke weiter ihren Anfang haben. Ich denke mir immer, so muss es nach dem Krieg gewesen sein, als die Menschen mit ihren Essensmarken für das Wenige anstanden, was es in den Läden zu Kaufen gab. Da kommt an diesem Tag immer ein wenig Demut auf, wenn man sich verinnerlicht, dass es sich in diesem Fall um ein Luxusproblem handelt.

Karl Valentin hat mal gesagt: „Wenn die staade Zeit vorbei ist, wird’s ruhiger!“

Besser könnte man es nicht beschreiben!

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1. kommt es anders und 2. als man denkt!

Über diese Weisheit habe ich heute bei Tee und Keksen länger in meiner Werkstatt nachgedacht. Waren doch meine Planungen vor wenigen Tagen noch ganz andere.

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Das Optimale geht doch noch besser

Aus einer optimalen Werkstatt wird man nie eine optimalere oder die optimalste Werkstatt machen können. Das scheitert schon alleine daran, dass eine Komparation von „optimal“ bereits ein sprachlicher Blödsinn ist. Mit optimal bezeichnet man bereits den „höchsten Grad“ – den kann man nicht mehr toppen, sonst wäre es ja nicht optimal.

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Trotzdem gelingt es uns Holzwerkern regelmäßig das Optimale zu verbessern. Bestes Beispiel dafür, ist die Gestaltung der Werkstatt. Was wird nicht in diesen Räumlichkeiten regelmäßig optimaler gemacht! Weiterlesen →

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Was haben Hasen und Hobel gemeinsam?

20150413 020_HEs war wohl das Jahr 2010 in dem ich mir meine ersten beiden Hobel gekauft habe.
Was mich zu dem Kauf damals genau bewogen hat, weiß ich heute nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch überwiegend „maschinenlastig“ in meinem Hobby unterwegs. Vermutlich überwältigte mich ein Anflug von Sentimentalität und ich dachte „jeder Holzwerker braucht auch einen „richtigen Hobel“. Damit meinte ich natürlich einen Hobel aus Eisen – die Dinger sehen ja wirklich gut aus. Holzhobel kannte ich nur die Üblichen (Marken nenne ich jetzt nicht) und hatte definitiv ihnen gegenüber Vorurteile. Somit unternahm ich einen Ausflug nach Niederbayern zu einem tollen Werkzeugladen. Einige nennen den Laden auch den Zalando für Holzwerker.

An das dumme Gesicht des Verkäufers kann ich mich noch sehr gut erinnern. Ich sagte nämlich zu ihm: „ich möchte einen Hobel…. einen aus Eisen“. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass man sich mit einem kleinen Satz so die Blöße geben kann. Er zeigte mit dem Finger auf einen größeren Tisch hinter sich und antwortete „welcher darf es denn sein?“ Da standen schätzungsweise um die 80 verschiedene Hobel – allesamt aus Metall.

Nun gut, es war schon passiert… ich hatte mich zum Deppen gemacht! Dem fachkundigen Herren erklärte ich deshalb, dass es für Ihn heute ein Scheißtag ist, er dürfe mich jetzt beraten, ich hätte nämlich keine Ahnung vom gemeinen Hobel. Er lachte und sagte… „ja solche Scheißtage gibt es“. Wir beide verstanden uns.

Nach einem längeren und sehr intensiven Fachgespräch verließ ich den Laden mit einer Tüte. Darin meine Raubank und ein Einhandhobel – beide von Veritas. Mit dem Gefühl, dem ultimativem Holzwerken wieder etwas näher gekommen zu sein, trat ich die Heimreise an.

Es war nicht nur ein Scheißtag für den Verkäufer (in Bezug auf den Beratungsaufwand), sondern auch ein Tag an dem ich gleich mehreren Irrtümern aufgesessen bin. Ein Irrtum z.B. war, dass ich glaubte, mit einer Raubank (qualitativ höherwertig) flutschen mir die glatten Bretter nur so von der Hobelbank! Der 2. Irrtum war, dass ich die Meinung vertrat, mit einer Raubank und einem Einhandhobel besitze ich nun die „Allterrain-Tools“ mit denen ich dem Großteil der Hobelherausforderungen gewachsen wäre. Ich empfand den 2. Hobel zu diesem Zeitpunkt eher noch als überflüssigen Luxus, den ich nur noch deshalb mitgenommen habe, weil der arme Fachberater so einen Scheißtag und ich Mitgefühl hatte.

Heute, im Nachhinein betrachtet, amüsiert mich am meisten, dass ich den Einhandhobel von Anfang an sehr viel im Einsatz hatte (also den überflüssigen Luxus), weil er unkompliziert zu handhaben war. Die Raubank stand beinahe 2 Jahre unbenutzt im Regal. Sie hinterließ auf dem Holz nur unansehnliche Oberflächen und deshalb bei mir Frust. Wenn man nämlich naiv glaubt, mit einer neuen Raubank erwirbt man auch ein gebrauchsfertiges und richtig scharfes Eisen, ist man dem nächsten Irrtum aufgesessen. Aber wie scharf ein richtig geschärftes Eisen sein muss, wusste ich zu dem Zeitpunkt ebenso wenig, wie auch wie das Schärfen von Hobeleisen geht und man das Eisen im Hobel richtig einstellt. Diese Erfahrungen machte ich erst 2 Jahre später. Erst mit diesem Wissen im Gepäck, erzielte ich mit der Raubank tolle Ergebnisse und der „Hobelvirus“ hatte mich infiziert. Inzwischen, einige Jahre später, frage ich mich nicht mehr, wozu die vielen verschiedenen Hobel zu gebrauchen sind. Richtig angewendet, sind sie ein tolles Werkzeug und stellen die motorisierte Konkurrenz der Oberflächenveredler leicht in den Schatten.

Meine Hobelauswahl ist übrigens wieder etwas größer geworden. Um engere Rundungen innen aushobeln zu können, habe ich mir 2 weitere Krenov-Hobel mit gewölbter Sohle gebaut. Die Messer stammen aus dem Hause Gerd und haben eine Breite von 32mm bzw. 25 mm. Die Hobel habe ich parallel gebaut und sie sind an 2 Wochenenden entstanden.

Hier noch ein paar Bilder vom Bau der Hobel:

Nachdem ihr Euch jetzt wieder mal durch einen Schwank aus meiner Holzwerkerjugend gequält habt, fragt ihr euch bestimmt noch, was nun Hasen und Hobel gemeinsam haben? Ganz einfach… wenn man mit den richtigen 2 anfängt, werden es sehr schnell sehr sehr viele 😉

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„Aus einem Stück Holz“ ist nun fertig

Der Titel klingt ein wenig schräg, aber ich habe ihn bewusst so gewählt!
Wie häufig kommt es denn vor, dass wir Hobbyisten ein anspruchsvolleres Möbelstück aus nur einem Stück Holz anfertigen? Ich meine jetzt nicht die Variante: „man baut den Schrank aus Erle oder Eiche“ – ich meine die Variante: „gefertigt aus einer Bohle oder aus aufeinander folgenden Bohlen des selben Stammabschnitts.
Die Herausforderung dabei ist, achtsam das Material so aufzuteilen, dass man das natürliche Gesamtbild im späteren Möbelstück als Besonderheit erkennt und schätzt.

Das hört sich jetzt logisch und sehr einfach an. Vielleicht ist es das ja auch. Ich finde es nur sehr selten bei Möbeln – egal, ob vom Hobbywerker oder vom Schreiner erschaffen.
Aber wenn ich es sehe, dann sind dies die seltenen Stücke, die meine Augen und meine Gedanken für einen Moment anhalten lassen. Und diese Momente sammle ich für mein Leben gerne. Den kleinen Wandschrank aus Birne im Krenov Stil, nehme ich in diese „Momentesammlung“ auf.

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Bevor es aber so weit war, mussten noch ein paar Arbeiten erledigt werden:
Alle Einzelteile wurden vor dem Leimen noch mit Schellack behandelt. Nach einer Trocknungszeit von 24h wurde der Korpus zusammengeleimt, dann die Zwischenbretter eingesetzt und die Rückwand eingeklebt. Die Aufhänger waren zu montieren, die Schubladen mussten noch passend gehobelt  und danach auch mit Schellack behandelt werden.
Da nach jedem Schellack-Auftrag eine Trocknungszeit von 24h eingehalten werden sollte, zogen sich diese Abschlussarbeiten auch über ein ganzes Wochenende hin.

Die Bilder sind kommentiert

Aber danach war es soweit…. „my finger-tip adventure“ ging zu ende.
Der Schrank war fertig.

Die wesentlichen Bauetappen habe ich in 8 Blogbeiträgen dokumentiert.

  1. Die Türe
  2. Boden und Deckel
  3. Die Rückwand
  4. Die Zwischenfächer
  5. Feinarbeiten am Korpus
  6. Schubladen Teil 1
  7. Schubladen Teil 2
  8. Einsetzen der Türe

Mein Fazit:

Der Schrank ist mit Sicherheit kein Projekt für einen Neuling. Etwas mehr Erfahrung sollte man schon mitbringen. Auch benötigt man Geduld und Ausdauer und darf sich nicht durch den ein oder anderen Fehlversuch entmutigen lassen.
Aber wer diese Voraussetzungen erfüllt und sich auf so ein Projekt „Abseits der geraden Flächen“ einlässt, der wird eine gewaltige Lernkurve erleben.

Und was mach ich nun, nach diesem Projekt?
Ich glaube erst mal Schreiner-Urlaub… und in dem baue ich 2 Hobel, die ich während dem Projekt gut gebrauchen hätte können. 😉

Und noch ein paar Bilder:

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