1. kommt es anders und 2. als man denkt!

Über diese Weisheit habe ich heute bei Tee und Keksen länger in meiner Werkstatt nachgedacht. Waren doch meine Planungen vor wenigen Tagen noch ganz andere.

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Vor einer Woche hatte ich den Bau für ein Bett begonnen. Betten dauern nicht lange – jedenfalls nicht meine. Ja, ein paar Betten habe ich in meinem Leben schon gebaut. Einzelheiten erspare ich jetzt mir (und Euch)!
Mein Sohn braucht jedenfalls ein Neues – das schwedische Bau-Set war zwar für wenig Geld zu haben aber dafür auch das wenige Geld nicht wert. Nun… an der Verbindung von 4 Brettern, soll es ja nicht scheitern. Bis Weihnachten werde ich das schon noch hinbekommen.

Bis vor wenigen Wochen dachte ich mir, nach dem Bett hab ich dann „frei“ bzw. Familienaufträge mit hoher Dringlichkeit verzieren nicht meine Auftragspinnwand und verursachen mir ein schlechtes Gewissen. Bis vor wenigen Wochen wusste ich auch noch nicht, dass meine Tochter umzieht. Ja die Tochter, die erst vor 2 Jahren ihr Kinderzimmer Richtung Nachbarort verlassen hatte, zieht schon wieder um!?! In eine größere Wohnung, mit soooooo viel Platz für neue (kostenlose) Möbel.
Gestern durfte ich kurz mal beim Umzug helfen (wirklich nur kurz!) aber die kurze Zeit hat für die Erkenntnis gereicht, dass die übernommene Küche (ein schwedisches Bau-Set) zwar für wenig Geld zu haben war, aber dafür…. – ich glaube den Satz hatten wir heute schon mal.

Mit etwas (mehr) Alkohol ist es mir heute Abend dann noch gelungen, mich davon zu überzeugen, dass ich ja viel lieber eine Küche für meine Tochter baue, als in meiner „freien Zeit“ einen Werkzeugschrank für meine Hobel & Co.
Das Blöde ist nur, morgen ist die Wirkung des berauschenden Getränkes verflogen und dann kommt es 1. anders und 2. als man denkt!

Aber jetzt baue ich erst mal das Bett

Fünf Minuten brachte ich dann tatsächlich damit zu, den Schwingschleifer über das erste Seitenbrett zu führen. Vor der Nase die Staubmaske und mit Ohrenschützern bestückt.
„Was tue ich da eigentlich?“

20151206 023Ich packte die Maschine wieder weg, entfernte die Staubmaske und den Gehörschutz. Bei absoluter Stille im Raum griff ich dann zum Hobel. In diesem Moment spürte ich dann ein Lächeln in meinem Gesicht.

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4 Antworten zu 1. kommt es anders und 2. als man denkt!

  1. Thomas Keimel schreibt:

    Hallo Volker, ich wollte dir schon lange mal sagen das ich deine Homepage und deine Art zu schreiben einfach klasse finde. Ich freue mich jedesmal wenn es wieder weiter geht und du über deine aktuelle Projekte berichtest. Und jetzt baust du auch noch ein Bett, was ich auch schon länger auf meiner Liste habe, aber aus Platzgründen noch nicht angegangen bin. Weiter so!

    Gruß Thomas

    • Volker schreibt:

      Hallo Thomas,
      vielen Dank für den motivierenden Kommentar.
      Übrigens den „Bettbau“ habe ich schon mal ausführlich im Blog dokumentiert.
      Auf die Details werde ich deshalb bei diesem Modell nicht mehr so tief eingehen.
      Aber ich schreib halt immer dann, wenn ich eine Geschichte dazu habe.
      Alles andere macht mir keinen Spaß und auf Dauer meinen Lesern sicherlich auch nicht.
      Herzlichen
      Gruß
      Volker

  2. Andreas schreibt:

    Hallo Volker,
    das ist toll, wenn man für die Kinder Gegenstände des täglichen Bedarfs bauen kann. Die werden sicher täglich Freude daran haben – uns Du als Papa dann sicher auch!
    Wie immer danke fürs Teilen!
    Herzliche Grüße,
    Andreas

    • Volker schreibt:

      Hallo Andreas
      vielen Dank für den Kommentar.
      Blöd ist nur, wenn man eigentlich alles bauen kann – das ist nämlich richtig viel Arbeit 😉
      Viele Grüße
      Volker

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