Festool… Festooler… Festoolster Service

… oder wann es sich doch lohnt in Qualitätswerkzeug zu investieren!

Ich habe mich wirklich nicht gut gefühlt, als meine Festool Dübelfräse vor 10 Tagen das Qualmen angefangen hat und stehen geblieben ist. Da dachte ich mir schon: „so das war’s dann!“

Am Montag vor einer Woche habe ich dann mit der Servicehotline von Festool telefoniert. Die haben gefragt, ob sie die Maschine bei mir abholen lassen sollen oder ob ich sie selbst einschicke. Festool würde mir einen Kostenvoranschlag für die Reparatur machen. Am Dienstag hab ich das Paket zur Post gebracht. Am Donnerstag (2 Tage später!), kam der Kostenvoranschlag (€ 133,- + MwSt). Da gab es nichts zu überlegen – natürlich reparieren lasssen! Am Donnerstag abend antwortete ich per Mail. Heute am Dienstag (eine Woche nachdem ich das Paket weggeschickt habe) ist sie wieder da, die DF500 und sieht wieder aus wie neu. Da fällt mir nur eines ein:  Festoolster Service!

 

Veröffentlicht unter Was ich sagen wollte... | Verschlagwortet mit , | 2 Kommentare

Krenov Hobel No.3 mit Eisen von Gerd Fritsche

Vor ca. 2 Wochen habe ich einen wunderbaren Bericht von Uwe gelesen. In dem Beitrag geht es um Hobel, alte Hobel, Hobeleisen und Eisen von Gerd Fritsche. Beim Lesen hatte ich den Eindruck ein Römer spricht ehrfürchtig über den Druiden Miraculix…. ihr wisst schon, der mit dem Zaubertrank. Ich wurde neugierig auf die „Zaubereisen“ und kontaktierte den Druiden per Mail, ob er mir nicht 2 seiner Hobeleisen gegen Salär überlassen könnte. Eine woche später hatte ich sie – zwei Hobelmesser mit Spahnbrecher für Hobel im Stil von James Krenov.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Hobelbau | Verschlagwortet mit , , , , | 9 Kommentare

Kein Domino-Day

Im Herbst 2005 habe ich mir die Domino-Fräse DF 500 Q gekauft. Ich gebe offen zu, ich bin ein absoluter Fan von dieser Maschine und dieser Technik. Ich glaube dass diese Maschine einen großen Teil dazu beigetragen hat, dass ich dieses Hobby so exzessiv betreibe. Durch ihre Vielseitigkeit und Genauigkeit, hat sie mir Erfolgserlebnisse in der Holzbearbeitung zu Teil werden lassen, die mir Ansporn für neue und größere Herausforderungen waren. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Was ich sagen wollte..., Werkstatthilfen & Tricks | Verschlagwortet mit , , | 5 Kommentare

Feinstaubfilter für die Holzwerkstatt…. eine gute Erfindung!

20140127 026

Links der neue Filter – rechts der Feinstaubfilter nach einem Jahr.

Gestern Abend, als ich meinen Kommentar zum Thema „Staubbelastung“ in einem Beitrag von Tom abgegeben hatte, ist mir eingefallen, dass es wieder an der Zeit wäre, den Feinstaubfilter in meiner Werkstatt zu wechseln.

Mehrmals im Jahr sauge ich ihn mit dem Industriesauger ab. Einmal im Jahr tausche ich den Filter gegen einen neuen.
Die Anschaffung eines Feinstaubfilters hat sich in meinen Augen gelohnt. Die Staubbelastung beim Sägen, Schleifen und Fräsen, ist deutlich weniger geworden. Meine Werkstatt hat eine Fläche von ca. 38 qm. In 4 Minuten wälzt das Gerät 1 Mal die Luft in der Werkstatt um. Das muss sich auf die Feinstaubbilanz positiv auswirken. Was ich früher regelmäßig in der Nase hatte, sammelt sich hier nun im Filter an.

Für den, der viel schleift, sägt oder fräst, ist die Anschaffung eines Feinstaubfilters keine Fehlinvestition. Es geht schließlich um die eigene Gesundheit!

Veröffentlicht unter Werkstatthilfen & Tricks | Verschlagwortet mit , | 3 Kommentare

Bett aus Erle und Nussbaum – Ist nun bezugsfertig!

Ja auch dieses Projekt aus meiner Holzwerkstatt hat ein Ende gefunden. Für die Oberflächenbehandlung habe ich das Öl- / Wachsgemisch „Heavy Duty“ von Festool verwendet. Nach dem Polieren durfte es auch noch ein paar Stunden trocknen. Der finale Zusammenbau fand dann auch schon ein paar Kilometer von meiner Werkstatt entfernt, in der Wohnung meiner Tochter, statt.

Und hier noch einmal die dokumentierten Bauphasen:

Die Eckverbindungen
Die Seitenteile
Die Bettfüße
Die Montage der Bettfüße
Das Kopfteil

Veröffentlicht unter Holzprojekte, Inspiration & Design | Verschlagwortet mit | 5 Kommentare

Bett aus Erle und Nussbaum – Das Bettkopfteil (Spiegel)

20140125 017

Das Kopfteil soll auch aus Erle sein und leicht schräg gestellt werden. Für das Kopfteil habe ich zwei Erlenbretter verwendet, die eine sehr schöne Naturkante haben. Ich wollte die Naturkante erhalten!
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Holzprojekte, Inspiration & Design | Verschlagwortet mit , | 3 Kommentare

Bett aus Erle und Nussbaum – Montage der Bettfüße

Die Aufhängung für die Bettfüße ist einfach konstruiert. Unter 2 Querträger die die linke und die rechte Bettseite verbinden, werden die Bettfüße „geschoben“. Damit die Bettfüße fest sitzen, werden sie über Hainbuchenklötze geschoben, die unter die Querträger gedübelt wurden. Die Füße wurden danach auch mit den Klötzen verdübelt.

Veröffentlicht unter Holzprojekte | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Denken vor dem Schablonenbau für die Oberfräse lohnt sich!

Es gibt 2 Möglichkeiten eine Schablone für die Oberfräse zu erstellen.
Eine Falsche und eine Richtige!

Zunächst beschreibe ich die Falsche (Wenn man diese Methode aber mal ausprobiert, lernt man viel für die Zukunft!):

Man greift zum nächst besten Stück Abfallbrett und erstellt sich daraus die Schablone. Im gezeigten Fall handelt es sich um einen alten Regalboden aus Schichtholz 20 mm stark. Das Erstellen der Einzelteile und das Verleimen mit Dominodübel hat alles zusammen ca. 1 Stunde Zeit in Anspruch genommen. Die Schablone passt wunderbar auf die dafür vorgesehenen Bretter! Die Ernüchterung folgt dann aber beim Fräsen…
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Werkstatthilfen & Tricks | Verschlagwortet mit , | 2 Kommentare

Bett aus Erle und Nussbaum – Die Bettfüße

Für die Bettfüße werden 20mm Erlenbretter zu einem Kasten verleimt. Nach dem Abrichten und Hobeln hat der Kasten eine quatratische Grundfläche von 13cm x 13cm. Danach werden aus dem Kasten 22 cm lange Stücke gesägt. Aus 15 mm Multiplex werden 13 cm x 13 cm große Bodenplatten gesägt. Mit der Bandsäge und der Kreissäge macht man an der Kante einen 20 mm breiten Sims. Somit kann der Deckel auf das Fußende geleimt werden.

Veröffentlicht unter Holzprojekte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bett aus Erle und Nussbaum – Die Seitenteile

Sie Seitenteile werden aus 4 Erlenbretter (32mm) gefertigt. Die Bretter sind stark gewölbt. Um möglichst viel Holzstärke zu erhalten, werden sie vor dem Abrichten in der Mitte aufgetrennt. Danach werden sie abgerichtet und wieder verleimt. Auf diese Weise bleibt mir nach dem Hobeln eine Brettstärke von 25mm.

Für das Anfertigen der Inlayausfräsungen verwende ich die gleiche Schablone, wie für die Eckverbindung. Die Schablone wird mit einer Schraubzwinge fixiert. Danach kann das Fräsen (mit Kopierhülse) sicher und präzise durchgeführt werden. Nach dem Fräsen wird das 15mm starke Inlay aus Multiplex in die Seitenteile fest eingeleimt und zusätzlich noch verdübelt. Ich denke das sollte halten.

Veröffentlicht unter Holzprojekte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Holzwerken und Improvisieren gehören fest zusammen

Was tut man in der Werkstatt, wenn einem über die Feiertage die Teelichter ausgehen?
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Werkstatthilfen & Tricks | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Bett aus Erle und Nussbaum – Die Eckverbindungen

Das Bett soll aus Erle gebaut werden und es muss zerlegbar sein!
Ich mag keine Möbelschrauben oder die Betthaken, die es für diese Zwecke zu Kaufen gibt.
Erle ist ein relativ weiches Holz. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, die Eckverbindungen aus einem Hartholz selbst zu konstruieren und diese dann mit der Erle zu verbinden. Da mit der rötlichen Erle dunkler Nussbaum sehr gut harmoniert, habe ich die Eckverbindungen nun aus Nussbaum gefertigt.

 

Veröffentlicht unter Holzprojekte, Inspiration & Design | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Was machst du eigentlich gerade in deiner Werkstatt und wie lange dauert das noch?

20131231 037

Ich zucke jedes Mal zusammen, wenn mir diese Frage aus der Familie gestellt wird. Warum?
1. Sie suggeriert ein Interesse an meiner Tätigkeit in meinem Hobbykeller. Gleichzeitig stelle ich mir dann aber die Frage: Warum hört mir denn beim Abendessen keiner zu? Da berichte ich in der Regel doch was ich mach und wie weit ich bin.
2. Sie lässt erahnen, dass ich einen Holzwerkerauftrag entgegennehmen und dessen Umsetzung wohlwollend prüfen soll. Spätestens zu diesem Zeitpunkt habe ich eh keine Chance mehr zu entkommen.

Ich wünschte mir, die Familie ginge mit uns Holzwerkern etwas sensibler um. Aber das Leben ist ja schließlich kein Ponyhof.

Sie wurde mir auf jeden Fall wieder so gestellt – diese Frage. Vor ungefähr 2 Wochen, kurz nachdem meine Tochter ihren Mietvertrag unterzeichnet hatte. Zwei Tage später wurde mir eine Wunschliste übergeben.

  1. Ein Bett (200 cm lang, 160 cm breit)

  2. Ein Fernsehregal (Maße kommen noch)

  3. Ein oder 2 Nachtkästchen (passend zum Bett)

Ich bin richtig froh, dass ich nicht aus lauter Langeweile mir wieder einen Krenov Hobel bauen muss oder noch schlimmer einen Werkzeugschrank wo dann meine Hobel, Stechbeitel und Schnitzmesser hineinkommen. Die Verbindungen hätte ich per Hand mit Schwalbenschwanzzinken verbunden… innen noch ein paar schöne kleine gezinkte Schubladen. All die Dinge halt, die man so aus Langeweile tut.

Dafür baue ich jetzt halt etwas Sinnvolles – ein Bett!

Veröffentlicht unter Was ich sagen wollte... | 2 Kommentare

Hilfsmittel um Gehrungsverbindungen mit Eckfedern schnell herzustellen

Bei Timo im Blog habe ich in dieser Woche seinen Beitrag „Neuauflage Flaschenständer“ gelesen. Was mich besonderst fasziniert hat, ist die Vorrichtung mit der er seine Lamello-Fräse bestückt hat, um Gehrungsverbindungen mit Eckfedern herzustellen bzw. diese Federn vorzutäuschen.

Ich habe auch eine Lamello und wollte mir die Vorrichtung nachbauen. Bei genauer Betrachtung heut in meiner Werkstatt, ist mir jedoch aufgefallen, dass bedingt durch den 90° Anschlag der Lamello, die Eckfedern nur sehr begrenzt zu schneiden sind.  Das bedeutet, man ist immer recht nah an der oberen oder unteren Objektkante. Ein weiterer Nachteil der Lamello ist, dass die Schnitt-Tiefe sehr begrenzt ist.
Das Prinzip, das Objekt mittels eines 90° Winkels zu stabilisiren und dann den Schnitt für die Eckfeder zu setzen, müsste doch auch auf der Tischkreissäge möglich sein.

Ich habe mir heute eine kleine Vorrichtung dafür gebaut. Sie ist simpel und funktioniert einwandfrei.

Hier die Bilder dazu – eine Erklärung erübrigt sich ja.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Veröffentlicht unter Werkstatthilfen & Tricks | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Es wird mein letzter Blogbeitrag – Versprochen!

in 2013!

20131231 168

Traditionell ziehe ich mich am letzten Tag des Jahres in meine Werkstatt zurück – wohin auch sonst!
Silverster ist für mich so etwas wie ein Saubermachen und Aufräumen in der Werkstatt nur eben für das abgelaufene Jahr. Ich suche mir eine einfache, entspannende Tätigkeit, die meinen Geist nicht allzu sehr strapaziert und die mir nebenbei Gelegenheit gibt über das nachzudenken, was im vergangen Jahr gut war und jenes, was nicht so gut war.
Eine ideale Tätigkeit für diesen Zweck, ist das Herstellen von Holzdübeln! In den 8 Stunden, die ich heute damit verbracht habe, konnte ich meinen kompletten Bedarf für 2014 produzieren. Das Jahr geht also für mich erfolgreich zu Ende. Ich wünsche mir, für euch tut es das auch!

Für 2014 wünsche ich euch: Gesundheit, Glück und Erfolg und den Holzwerkern noch zusätzlich… schönes trockenes Holz, Inspiration und Leidenschaft und immer einen sehr scharfen Stechbeitel!

I wish you health, happiness and success in 2014 and to all woodworkers additionally … nice dry wood, inspiration, passion and always a very sharp wood chisel!

Hier noch ein paar Impressionen meines heutigen Tages…

20131231 164

Zuerst schneidet man aus einer 4-Kant-Leiste einen Dübelrohling

20131231 159

Danach macht man die Riffelung mit einem Stecheisen

20131231 165

Da kommen schon ein paar Spähne zusammen

20131231 157

Auf der Werkbank muss man schon etwas Ordnung halten, sonst verliert man leicht die Übersicht

20131231 167

Meine gefertigten Dübel für das Jahr 2014

20131231 172

Und das Beste am Schluss: Ich habe heute nur bei 3 Dübeln Mist gebaut!

Veröffentlicht unter Sonstiges | 4 Kommentare

Designstudie Schreibtisch und was daraus wurde

Von meiner Frau, die ich seit Jahren zu meinem treuesten Kundenstamm zählen kann, durfte ich wieder mal einen Auftrag entgegennehmen, den ich natürlich nicht ablehnen wollte. Beim Lesen dieser Einleitung, weiß der sensible Holzwerker, was ich damit zum Ausdruck bringen will.

Damit ich meiner Kundin das Gefühl vermitteln kann… „sie sei Königin“ – fertigte ich eine aufwendige Designstudie an. Gründliche Auftragsklärung gehört bei kritischen… nein was sag ich… sehr kritischen Kundinnen, zum obersten Gebot!

Designstudie

Rausgekommen ist dann mein Ahorn-Schreibtisch mit Nussbaumsocken.

Veröffentlicht unter Holzprojekte | Hinterlasse einen Kommentar

Darf’s ein Brett mehr sein?

20131222 009Ich gehe nicht gerne Shoppen – mit einer kleinen Ausnahme! Mehrmals im Jahr fahre ich zu meinem Holzhändler. Das ist immer ein großer Moment für uns beide. Ich bekomme leuchtende Augen, wenn ich die prall gefüllten Hochregale mit Eiche, Nussbaum, Spitzahorn, usw. sehe – er bekommt große Augen, wenn er mich auf seinen Hof fahren sieht. Die leuchtenden Augen verbinden uns in diesem Moment. Die Beweggründe dafür mögen vermutlich unterschiedlich sein.

Wir beide kennen uns schon ca. 20 Jahre und unsere „Holzverbindung“ in dieser Zeit hat sich gewandelt. Er weiß, dass ich nicht jedes Brett bzw. jede Bohle mehr nehme. Er stellt mir seinen angestellten Schreiner zur Seite und wir machen uns gemeinsam auf die Suche nach den Bohlen, die ich mir vorstelle.

Meine Strategie, was den Holzerwerb angeht, hat sich in den vergangenen Jahren auch weiterentwickelt. Habe ich früher nur das bevorratet, was ich für ein Projekt benötigt habe, lege ich heute immer ein bis zwei Bohlen mehr auf die Seite. So sammeln sich im Laufe der Zeit hölzerne Kostbarkeiten an, die ich zusätzlich noch 2 bis 3 Jahre trocken lagere, bis mir ein geeignetes Holzprojekt dafür in den Sinn kommt.

20131222 008Auf der Suche nach dem, was mir vorschwebt.

20131222 00720131222 046Ich bin zufrieden mit der Ausbeute.

20131222 050Kostbarkeiten warten geduldig auf ihren Auftritt.

20131222 056Mehrere Wochen vor der Verarbeitung kommen sie dann in die Werkstatt.

20131222 013Und werden danach aufgetrennt.

Veröffentlicht unter Was ich sagen wollte... | Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Darf’s ein Brett mehr sein?

Werkstattaussetzer!

20131222 089

Nicht jeder Tag in der Werkstatt läuft immer so, wie es sich der motivierte Holzwerker so vorstellt! Aber man kann ja jeder Schlappe, auch wenn sie noch so peinlich ist, was positives abgewinnen.

Das positive heute: Ich weiß jetzt, dass meine Tischkreissäge problemlos Metall sägt. Wie Butter… super! Und noch was positives… die Firma, bei der ich immer meine Sägeblätter nachschärfen lasse, bekommt morgen einen Auftrag von mir!

20131222 078

Die 2. Seite der Nussbaumbohle hab ich dann traditionell gekürzt, bevor ich sie weiter aufgetrennt habe. Ich wusste ja schon, zu was meine Maschine in der Lage ist, wenn man sie fordert.

Euch noch einen schönen 4. Advent!

Veröffentlicht unter Was ich sagen wollte... | Hinterlasse einen Kommentar

Vom Bau einer „alten“ Küche

AVB Küche 1931
Die Küche der „Jubi“ von 1931 bis ca. 1950

Gegen Tradition anzukämpfen ist zwecklos und Zeitverschwendung. Mit der Tradition muss man sich arrangieren, dann kommt man zu einem befriedigendem Ergebnis. Vor dieser Herausforderung stand ich 2009, als ich den Vorschlag unterbreitet habe, eine neue Küche für die Jubiläumshütte zu bauen, die eigentlich keiner haben wollte.
Die „Jubi“, wie die Vereinsmitglieder sie liebevoll nennen, ist 1931 gebaut worden. Nicht gerade ein Zeitpunkt, an dem man aus dem Vollen schöpfen konnte. Entsprechend karg fiel die Einrichtung der Hütte und deren Küche aus.
Ein paar Jahre später, machten die damaligen Vereinsmitglieder ein wahres Schnäppchen: Eine Alm aus der Nachbarschaft bekam eine neue Küche – die „Jubi“ die alte Almküche! Die hat sich dann weitere 50 Jahre in der „Jubi“ gehalten.

Alte AVB Küche 2

Alte AVB Küche 1
Alpenländisches Küchendesign von ca. 1950 bis 2009

Meine Liebe zur Nostalgie stieß spätestens dann an ihre Grenzen, wenn man morgens den Mäusekot auf den obersten Tellern entfernen musste. Die Größe und Konsistenz der schwarzen Krümel unterschieden sich zwar deutlich vom Mohn der mitgebrachten Semmeln – trotzdem wollte ich mich nicht länger dieser Verwechslungsgefahr aussetzen. Eine neue Küche für die „Jubi“ musste her! Die größte Herausforderung dabei war allerdings, dass die Vereinsnostalgiker überzeugt werden mussten. Das konnte nur dann gelingen, wenn die neue Küche alt aussah! Durch Zufall bin ich in einem Bastelgeschäft auf Reisslack gestoßen – in meinen Augen die Lösung für diese heikle Mission.

Und so baut man eine „alte“ Küche

Eine Küche in einer Berghütte ist extremen Bedingungen ausgesetzt. Die Temperaturen im Winter gehen schon leicht mal auf – 15°. Dann erreicht man die Hütte und heizt den Küchenofen an. In wenigen Stunden steigt die Temperatur auf + 25°. Massivholz reagiert auf diese äußeren Bedingungen – die Schranktüren würden sich mit großer Wahrscheinlichkeit verziehen. Aus diesem Grund habe ich mich für die Verwendung von MDF-Platten entschieden. Sie kosten nicht viel und reagieren weder auf Temperaturschwankungen noch auf unterschiedliche Luftfeuchtigkeit.

Unterschrank aus MDF

Alle Unterschränke und Schubladen wurden aus MDF-Platten hergestellt. Die Korpusteile wurden mit Domino-Dübel verbunden. Danach wurde der Grundanstrich (blauer Acryllack) aufgetragen.

AVB Küchenschrank 10

Wenn der erste Anstrich getrocknet ist (Lack muss vollkommen durchgetrocknet sein), wird der farblose Reisslack aufgetragen. Ich habe das Produkt Craquelle der Firma Hobby Line verwendet. Auch diese farblose Schicht muss mehrere Stunden vollkommen aushärten. Ist der Reisslack getrocknet, wird die zweite Farbschicht aufgetragen. Ich habe für unsere Küche einen Elfenbeinton gewählt, den ich in guter Erinnerung hatte. Das Küchenbuffet meiner Großmutter war Elfenbeinfarben gestrichen. Und jetzt geht es schnell. Durch das Auftragen der frischen Farbe auf den Reisslack, wird dieser wieder „angelöst“ und er schrumpft oder zieht sich zusammen. Dadurch wird die zweite Farbschicht zerrissen und die erste Farbschicht kommt wieder zum Vorschein. Die Oberfläche die entsteht, erinnert an Farbe die abblättert. Genau dieser Effekt ist gewollt.

Bild 160 Bild 168

Nachdem auch die 2. Farbschicht mit den Rissen gut ausgehärtet ist, kann man mit Patina noch nachhelfen und die Schränke weitere 20 Jahre altern lassen. Die Schränke habe ich außen und innen mit Patina nachgealtert.

Bild 170

Wie alle Kästen fertig waren, wurde die Küchenplatte aus Buche noch  zugeschnitten und in der Garage erfolgte ein Probeaufbau.

Bild 198

Nun… Kochecke wollte ich keine in der Garage, deshalb wurde jetzt wieder alles zerlegt und in zwei Geländewagen gepackt, zum Transport auf das Seekar.

Bild 204

Und dann ging es rauf auf den Berg.

Bild 225

Die letzten Meter bis zur Hütte, konnten nicht mit den Auto zurückgelegt werden. Hier waren große und starke „Esel“ gefragt.

Bild 233 Bild 235 Bild 237

Der komplette Einbau der neuen „alten“ Küche war dann in einem 3/4 Tag erledigt. Es hat alles perfekt gepasst. Zunächst wurden die Schränke auf 2 Multiplexplatten ausgerichtet und miteinander verschraubt. Danach wurde die Küchenplatte aus Buche montiert und mit Leinöl behandelt.

AVB 016          AVB 017

So dann war sie fertig… die neue alte Küche der „Jubi“.

Veröffentlicht unter AVB, Holzprojekte, Werkstatthilfen & Tricks | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Hobelbau im Stil von James Krenov

Hobel2 057

Ein paar Hinweise vorweg

So einen Hobel selbst zu bauen ist kein Hexenwerk. Was man benötigt ist…

  • Gutes Werkzeug
  • Geeignetes Holz für den Hobelbau
  • Ein Hobelmesser mit Spanbrecher
  • Das Wissen wie es funktioniert oder eine gute Anleitung
  • Und 2 bis 3 Tage Zeit

Besondere Anforderungen an das Werkzeug

Beim Hobelbau sind 2 Dinge besonders wichtig: Präzision und sehr sehr scharfe Hobelmesser. Die Präzision überprüft man mit Präzisionswinkeln und einem Haarlineal. Die richtig scharfen Hobeleisen bekommt man nur durch geduldiges Schleifen auf Keramik oder Wassersteinen. Maschinen wie z.B. die Tormek eignen sich für die Vorbereitung eines Hobelmessers, aber in meinen Augen nicht für den finalen und genauen Feinschliff des Messers. Wer das nötige Schärfmaterial nicht besitzt und den Hobel für den Gebrauch in der Holzwerkstatt und nicht für die Vitrine bauen will, der sollte sich an dieser Stelle überlegen, ob er wirklich weiterlesen soll. Ein Hobel mit stumpfem Messer macht in der Werkstatt keine Freude!

Welches Holz sollte man verwenden?

Besonders geeignet sind natürlich Harthölzer wie Ahorn, Hainbuche, Esche, Eiche, Akazie oder Nussbaum. Es geht auch weicheres Holz zu verwenden, wie z.B. Birne oder Linde. Baut man den Hobelkörper aus weicherem Holz, sollte man dann aber auf jeden Fall den Hobel mit einer Hobelsohle (5mm stark) aus einem Hartholz wie Hainbuche, Ahorn oder Akazie versehen.

Hobelmesser

Das besondere Merkmal eines „Krenov-Hobels“ ist seine niedrige Bauart. Es fehlen auch Holzgriffe oder Hörner zum Führen des Hobels. Diese Bauart bedingt natürlich dass man ein kurzes Hobelmesser verwendet. Jetzt hat man 2 Möglichkeiten… man kürzt ein langes Hobelmesser auf die Länge die man benötigt… oder man besorgt sich gleich ein kurzes Hobelmesser. Die amerikanische Firma Hock bietet hier verschiedene Eisenbreiten mit einer Eisenlänge von 90mm an. Ideal für den Krenov Hobel. Der gute Fachhandel in Deutschland wie z.B. Dictum oder Feinewerkzeuge führen diese Hobeleisen in ihrem Sortiment.

Wissen / Anleitung zum Bau

James Krenov beschreibt in seinen Büchern in einem Kapitel, wie er seine Hobel baut.

Dann gibt es noch ein richtig gutes Buch: „Making & Mastering Wood Planes“ von David Finck (ein Schüler von James Krenov). Dieses Buch ist leider im deutschen Buchhandel nicht zu bekommen. Über die bekannten und verrufenen Onlinehändler kann man es bestellen – der Preis ist unverschämt hoch. Teilweise mehr als 100€ für eine neue Ausgabe.
Dabei ist es so einfach zu bekommen: Ich hab es bei David Finck selbst bestellt. Er hat eine Homepage mit Shop und versendet das Buch weltweit. Inklusive Versandkosten kommt man beim aktuellen $-Kurs auf ca. 37 €. Der Versand nach Deutschland dauert ca. 10 Tage und man bekommt das Buch auch noch vom Autor signiert. Mich hat es gefreut.

Und natürlich kann man auch einen Holzwerkerkurs belegen. Siehe meinen Blogbeitrag.

Ich habe das Buch von David Finck und ich war im Kurs… und beides möchte ich nicht missen.

Und dann noch 2 bis 3 Tage Zeit

Das sollte für den Hobbyschreiner nun wirklich kein Thema sein – oder 🙂

Krenov selbst schreibt in seinem Buch, dass er immer dann einen Hobel gebaut hat, wenn er nach einem größeren Projekt Zerstreuung gesucht hat. Man hat was Großes, Wunderbares fertig und fällt in ein „Holzwerkerloch“. Nun einen Hobel bauen, um die kreativen Zellen wieder frei zu bekommen – eine feine Therapie!
Den Hobelkörper selbst, baut man leicht in 2 Tagen. Dann braucht man aber noch gut 1/2 Tag bis man ein neues Hobeleisen so hergerichtet hat, dass ein „Beresford“ bestätigt, es sei nun einigermaßen scharf.

Nun zum eigentlichen Hobelbau

Der Hobelkörper

Hobelkörper Rohzuschnitt

Besteht aus 4 Teilen:

  • 2 Seitenteile 10mm stark (Nussbaum)
  • 1 Mittelteil 46mm stark – es sollte 1mm breiter als das Hobelmesser sein. Mein Hobelmesser war hier 45mm breit. (Hainbuche)
  • 1 Hobelsohle – 5mm stark und 66mm breit – 10mm+46mm+10mm (Hainbuche)

Ich habe hier eine Länge der Bauteile von ca. 35cm gewählt, das gibt dann eine fertige Hobellänge von ca. 32 cm. Die Höhe der Bauteile sollte ca. 7 cm betragen.

Vorbereiten des Mittelteils

Hobelbau 019

Nun muss die hintere Schräge 45° und vordere Schräge 70° angezeichnet und anschließend ausgeschnitten werden. Die Schnittlinien sind so aufzuzeichnen, dass später beim fertigen Hobel das Hobelmaul etwas vor der Mitte des Hobels liegt. Den Schnitt macht man am besten mit der Kreissäge mit Winkelanschlag oder mit der Bandsäge. Die 45° Schräge, auf der später das Hobeleisen aufliegt, wird mit dem Handhobel im rechten Winkel plan gehobelt. Mit dem Präzisionswinkel überprüfen!

Danach wird auf der 45° Schräge ein 18mm breites Langloch für den Schraubenkopf des Spanbrechers angezeichnet und entweder ausgestemmt oder mit der Oberfräse ausgefräst (dafür habe ich mir eine Schablone angefertigt und arbeite mit Kopierhülse). Das Loch muss mindestens die Stärke der Schraube haben, damit das Hobeleisen plan auf dem 45°-Körper aufliegen kann und sollte ca. 20mm von der Unterseite enden. Das Ausstemmen per Hand kann ich nur bei weicherem Holz empfehlen – im Stirnholz von Hainbuche macht das per Hand nicht wirklich Freude.

Hobelbau 026 Hobelbau 028 Hobelbau 030

Danach fixiert man das hintere 45° Teil mit Klebeband mit den Seitenteilen und bohrt 3mm Löcher für kleine Holzdübel. Die Dübel werden nicht eigeklebt!!! Man hat nun den Vorteil, dass der Korpus zerlegbar ist, das erleichtert das weitere präzise Einpassen aller Bauteile.

Hobelbau 039

Hobelbau 043

Auf dem nachfolgenden Bild sieht man gut, wo man die Dübel setzen muss, damit sie später beim fertigen Hobel nicht mehr sichtbar sind.

Hobel2 032

Nun ermittelt man den Abstand zum Vorderteil bzw. legt die Größe des Hobelmaules fest.

Hobel2 003

Hobelbau 033

Ich glaube, das ist mit der wichtigste Teil beim Hobelbau. Man nimmt die 5mm starke Hobelsohle und zieht an der Stirnseite etwa 1mm von der Unterkante entfernt einen Markierungsstrich. An der Seite der Sohle zeichnet man nun von dem Markierungsstrich einen 70° Winkel nach oben an. Man legt das Hobelmesser auf den 45° Keil an und legt die Hobelsohle an der Messerkante so an, dass das Messer die Markierungslinie an der Stirnseite der Sohle berührt. Nun schiebt man den vorderen Hobelkörper mit dem 70° Winkel soweit Richtung Hobelmesser, bis man auf der Höhe des angezeichneten 70° Winkels der Hobelsohle ist.

Schema Hobelbau

Nun markiert man mit Bleistift die vordere Position des Hobelkörpers auf dem Seitenteil. Danach fixiert man beide Seitenteile wieder mit Klebeband und  bohrt die Löcher für die 3mm Dübel im vorderen Bereich.

Keilwiderlager herstellen und Position ermitteln

Zunächst nimmt man wieder ein Seitenteil des Hobels ab, damit man mit Bleistift die künftige Messerposition anzeichnen kann.

Hobelbau 040

Danach zieht man eine Parallele zum Spanbrecher im Abstand von 11mm. Der Mittelpunkt für das Keilwiderlager befindet sich auf dieser Parallelen und zwar genau 32mm von der Unterseite des Hobels entfernt. Achtung die Hobelsohle (5mm) mit einbeziehen!

Hobel2 001

Hier bohrt man jetzt mit der Ständerbohrmaschine ein 8mm Loch. Danach wird der Hobel wieder zusammengesetzt und man bohrt durch das erste Loch mit der Ständerbohrmaschine die gegenüberliegende Seite.

Hobelbau 046

Das Keilwiderlager selbst sollte unbedingt aus einem stabilen Hartholz sein wie z.B. Hainbuche. Die Zapfen, die man herstellt sind nur 8mm stark. Birne z.B. würde den Druck, den der Keil auf das Lager ausübt, nicht standhalten und brechen. Für das Keilwiderlager habe ich mir eine Leiste 18mm x 14mm vorbereitet. Der Keil muss die Breite vom kompletten Hobel haben, also hier in diesem Fall 66mm. Ohne die Zapfen muss das Keilwiderlager etwas kürzer sein als die lichte Weite des Hobelkastens.

Hobelbau 048 Hobelbau 049 Hobelbau 052

Die Stirnseiten und Zapfenteile mit dem Streichmaß so kennzeichnen, dass 8 mm für den Zapfen stehen bleiben. Danach mit der feinen Handsäge oder der Bandsäge die Zapfen entsprechend aussägen. Nun ist vorsichtiges Feilen angesagt.

Hobelbau 055 Hobelbau 057 Hobelbau 058

Bohrt Euch ein paar 8mm Löcher in einem Restestück Hartholz. Hier kann man die Zapfen einpassen und gängig machen, ohne dass das vorgesehene Loch in der Seitenwand des Hobels ausleiert. Sind die Zapfen gleichmäßig rund und passen fest (das Keilwiderlager muss sich im Hobel bewegen lassen!) in die Aufnahme, rundet man die vorderen Kanten des Keilwiderlagers noch mit dem Hobel ab.

Hobelbau 059

Das Verleimen des Hobelkörpers

Hobel2 010

Hierbei sind 4 Dinge wichtig…

  1. Man benötigt eine stabile und plane Unterlage und Pressklötze, die die Größe der Hobelseiten haben.
  2. Die Enden der Fixierungsdübel und die Enden des Keilwiderlagers, dürfen nicht überstehen.
  3. Vor dem Verleimen muss das Keilwiderlager in den Hobel eingesetzt werden.
  4. Die Schraubzwingen sollten im Abstand von 5 cm gesetzt werden – der Hobelkasten muss dabei aber unbedingt ausgespart bleiben!

Der Keil

Hobel2 029

Bei der Herstellung des Keils kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Von besonders schönen Abfallstücken kann ich mich nur schwer trennen – die landen dann immer in meiner Fundgrube und ich freue mich, wenn ich ab und zu daraus mal wieder einen Holzgriff, Schubladenknopf oder wie in diesem Fall einen Keil herstellen kann. Die Natur liefert das schönste Design!

Hobel2 012 Hobel2 027 Hobel2 026

In meinen Augen wird ein Werkstück, auch wenn es nur ein Hobel ist, durch solche Details stark aufgewertet!

Hobel2 051

Herstellen der Hobelsohle

Hobel2 013

Zunächst wird auch die Hobelsohle mit 3mm Dübeln am Hobelkörper fixiert. Dabei ist darauf zu achten, dass der Faserverlauf in Richtung Hobelende zeigt. Somit verringert man die Reibung und der Hobel läuft später besser.
Durch den Hobelkasten zeichnet man sich das auzustemmende Hobelmaul mit Bleistift auf der Sohle an. Danach bohrt man in der Mitte des Hobelmauls eine Reihe 3mm Löcher. Das erleichtert das Ausstemmen. Achtung eine Reihe in der Mitte genügt – das auf dem Bild war schon beinahe zuviel – ich hätte die Sohle um ein Haar ein 2. Mal anfertigen müssen!

Hobel2 016

Nun beginnt man mit dem Ausstemmen. Hierzu baut man sich einen Hilfskeil mit 45°, einem Stück Schleifpapier auf den Boden geklebt und schon kann man mit einer Schraubzwinge diese Werkstatthilfe einsetzen.

Hobel2 018

Mit einem schmalen Stechbeitel 6mm oder 9mm stemmt man nun von beiden Seiten im 45° Winkel aus. Ist das Hobelmaul grob ausgestemmt, verleimt man die Hobelsohle mit dem Hobelkörper. Vor dem Verleimen, richtet man die Unterseite des Hobelkörpers auf der Abrichte oder mit einem Handhobel noch plan ab.

Hobel2 025

Nach dem Verleimen, sticht man das Hobelmaul durch den Hobelkasten sauber mit dem Stemmeisen aus. Danach feilt man das Maul mit einer feinen Eisenfeile sauber im rechten Winkel.

Hobel2 019

Hobel2 024

Die Öffnung wird so groß gefeilt, bis das eingeschobene Hobelmesser nur noch an der untersten Kante der Sohle anstößt.

Hobel2 020

Den Hobel in Form bringen

Gewünschte Form aufzeichnen und mit der Bandsäge ausschneiden. Beachten muss man eigentlich nur 2 Dinge dabei:

  1. Den Hobelkasten sollte man auf jeden Fall so tief ausschneiden, dass das Hobeleisen von oben frei zugänglich ist. Zum Justieren ist es notwendig, dass man das Eisen mit einem Metallhammer gut erreicht.
  2. Über dem Zapfenloch des Keilwiderlagers sollte auf jeden Fall noch 1,5 cm Holz stehen bleiben. Die Kräfte des eingeschlagenen Keils wirken nach oben – das Holz könnte an dieser Stelle sonst ausreißen.

Hobel2 039

Danach kann man die Hobelsohle auf einem langen Stück Schleifpapier (Körnung 220) abrichten. Dazu spannt man ein Stück mit der Schraubzwinge auf dem Abrichttisch fest und zieht den Hobel so lange darüber, bis das Messer nicht mehr an der Sohle hängen bleibt und ein schmaler Schlitz entsteht, durch den später der feine Spahn geschoben wird. Hobelmesser vorher entfernen!!!

Hobel2 040

Das Finish

Ganz zum Schluss gestaltet man noch die Oberfläche des Krenov Hobels. Ideales Werkzeug dafür sind Taschenhobel, Schweifhobel, Schnitzmesser, feine Feilen oder (Charles bitte wegsehen!) eine Schleifwalze.

Hobel2 042

Was nun noch fehlt ist das Hobeleisenschleifen. Da sich hier die Geister der Holzwerkergemeinde scheiden und jeder seine Technik für die absolut Beste hält, werde ich darauf jetzt nicht näher eingehen 😉

Dictumkurs 11-2013 033

Das war’s! Der Hobel ist fertig.

Hobel2 057

Hobel2 050

Hobel2 054

Aber Vorsicht: Hobelbau macht süchtig!

Veröffentlicht unter Hobelbau, Holzprojekte, Inspiration & Design, Werkstatthilfen & Tricks | Verschlagwortet mit , , , , , , | 14 Kommentare