Unterschiede der verwendeten Stapelleisten beim Holzkauf beachten!

Die Verwendung der „richtigen“ Stapelleiste bei der Holztrocknung hat erheblichen Einfluss auf die Güte und das spätere Aussehen der getrockneten Bretter. Hier gibt es zwei wesentliche Faktoren die eine wichtige Rolle spielen:

  1. Die Höhe der Stapelleiste beeinflusst die Geschwindigkeit in der das Holz trocknet. Ist ja auch irgendwie logisch. Kann mehr Luft zwischen den Brettern zirkulieren, trocknet das Holz schneller. Das Ergebnis kann Rissbildung sein, die der Holzwerker ja zu genüge kennt. Verwendet man nicht so hohe Stapelleisten, trocknet das Holz somit auch langsamer und schonender.
  2. Ein weiterer Faktor ist die Größe und Form der Stapelleiste, die auf bestimmte Holzarten erhebliche Auswirkungen hat. Jedes Holz verfärbt sich beim Trocknen. Das liegt daran, dass beim Trocknen eine chemische Reaktion zwischen der feuchten Luft und den dem Holz entzogenen Pigmenten stattfindet. (Diese Weisheit stammt nicht von mir sondern aus dem Buch „Holz trocknen und lagern“ von Alan Holtham)
    Dort wo die Stapelleiste aufliegt kommt dieser Prozess nicht so stark vor. Diese unterschiedlich stattfindende chemische Reaktion ist der Grund, warum man später farbliche Abdrücke der Stapelleisten auf dem Holz sieht. Ist die Stapelleiste sehr breit und durchgehend, hat der farbliche Abdruck natürlich auch eine entsprechende Größe.
    Bei den meisten Holzarten ist diese Verfärbung nicht weiter schlimm, da nach dem Hobeln davon nichts mehr zu sehen ist. Es gibt aber ein paar Hölzer, da bekommt man diese „Farbstreifen“ im Holz durch Hobeln nicht mehr weg und sie stören damit das Gesamtbild des späteren Möbelstücks. Dazu gehören unter anderem Erle und Ahorn.
    Gute Holzhandlungen versuchen diese Streifenbildung zu vermeiden, in dem sie schräggefräste Stapelleisten verwenden. Der Unterschied zwischen der Verwendung einer normalen Stapelleiste und einer schräggefrästen Stapelleiste ist frappierend.

In den nachfolgenden Bildern habe ich versucht die Unterschiede deutlich zu machen. Hat man die Möglichkeit, die Holzbohlen beim Händler selbst auszusuchen, geht meine Empfehlung bei empfindlichen Holzarten (z.B. Erle und Ahorn) dahin,  die Bretter zu wählen, die mit schräggefrästen Leisten gelagert wurden. Hier kann man davon ausgehen, dass man die Holzverfärbungen einfach durch das Hobeln beseitigen kann. Die Bretter die mit schräggefrästen Stapelleisten gelagert wurden sind leicht durch die verbliebenen Abdrücke auf dem Holz zu erkennen.

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Fahrbarer „Untersatz“ für die Werkstatt

Eigentlich machen mir ja die „kleinen Projekte“ am meisten Spaß. Ein Nachtkästchen oder einen Beistelltisch bauen zu dürfen ist Freude pur – oder noch besser einen Hobel! 🙂
Aber das Leben ist kein Ponyhof und es kommt eh immer anders als man es sich gerade wünschen würde. Im Moment baue ich ein Sideboard. Zwei Meter lang und 120 cm hoch – ich hatte schon kurz berichtet. Mit diesen Außenmaßen schrammt das Sideboard ganz knapp an der Kategorie „kleines Projekt“ vorbei. Nein… ich will damit nicht sagen, dass dieses Projekt keinen Spaß macht – es ist halt einfach anstrengender als zum Beispiel einen Hobel zu bauen.
Körperlich wird einem wesentlich mehr abverlangt und es erfordert auch wesentlich mehr Logistik in der Werkstatt. Weil so ein zartes Sideboard ist nicht eben mal bei Seite gestellt oder kann im Ganzen auf der Werkbank verweilen. Selbst in meiner recht großen Werkstatt geht einem so ein Teil ständig im Weg um!

Heute habe ich für Linderung gesorgt. Ein fahrbarer Untersatz wurde gebaut auf dem ich auch ein 2 Meter Sideboard bearbeiten und beliebig in meiner Werkstatt verschieben kann. Eine Wohltat für den Handwerkerkörper. Ich könnte jetzt eigentlich über meine Werkstatttüre das Schild „Wellness Bereich“ hängen. Das überlege ich mir noch.

Wenig Aufwand, große Wirkung. Ich hatte eine Multiplex 18mm übrig. Die habe ich auf die Größe 210 cm x 75 cm zugeschnitten. Ein Stück unvollendeter Gartenzaun war auch übrig -vor der Fertigstellung drücke ich mich schon 2 Jahre erfolgreich. Diese Lärchenriegel 5 cm x 7 cm habe ich zur weiteren Versteifung unter die Multiplexplatte geschraubt. Dann noch 4 kleine Lenkrollen unter die Platte gespaxt – fertig!
Wenn die Platte mal nicht rollen darf, lege ich links und rechts nur 2 kleine Dachlatten unter und das Ding steht wie eingemauert.

Was habe ich  davon: Mehr Beweglichkeit und Flexibilität in meiner Werkstatt.

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Kontrollierte Luftfeuchtigkeit in der Werkstatt

Ich denke viele Hobbyschreiner teilen nicht nur die gemeinsame Leidenschaft – das Arbeiten mit Holz, sondern auch das Schicksal, dass sich ihre Werkstatt in den Kellerräumen befindet.
Zweifelsohne hat dieser Ort auch viele Vorteile:

  • Man wird leichter übersehen, wenn die Ehefrau einen Freiwilligen sucht, der die Spülmaschine ausräumt.
  • Im Sommer, bei tropischen Temperaturen, lässt es sich im Keller prima aushalten.
  • Das Lager für die  begehrten Getränke, findet sich gleich einen Raum weiter.

Dieser Ort hat in den meisten Fällen aber auch einen gravierenden Nachteil:

  • Hohe Luftfeuchtigkeit!

Was für die Atemwege gut ist, ist für das Holz und die teuren Werkzeuge Gift!

Bis vor einem Jahr hatte ich im Sommer in meiner Werkstatt eine Luftfeuchtigkeit gemessen, die bei 78% lag. In den Wintermonaten war sie etwas geringer, lag aber auch noch bei knapp 70%. Es hat etwas modrig gerochen und ich war mir oft nicht sicher, ob Staub auf meiner Werkbank liegt oder sich sogar etwas Schimmel gebildet hat. Der Versuch, dem Problem mit Luftentfeuchter, die mit Granulat gefüllt sind, Herr zu werden, ist kläglich gescheitert. In 4 Wochen wurden dem 36 qm großen Kellerraum damit ca. 1,5 Liter Wasser entzogen. Nur einer war mit diesem Ergebnis zufrieden: Der Baumarkt, der mir den Mist teuer verkauft hat!

Vor ca. einem Jahr habe ich mir dann einen elektrischen Luftentfeuchter zugelegt. In den Sommermonaten zieht mir dieses Gerät pro Woche ca. 4 – 5 Liter Wasser aus der Luft.

20140622 029Das Gerät habe ich so eingestellt, dass die Luftfeuchtigkeit immer deutlich unter 60% liegt.

20140622 045Das Resultat:

  • In meiner Werkstatt riecht es nicht mehr modrig, sondern angenehm nach Holz.
  • Ich kann sicher sein, dass auf meiner Werkbank maximal Staub liegt.
  • Ich habe absolut kein Problem mehr mit Rost auf Maschinen oder auf Metallhobeln.
  • Holz, welches ich in der Werkstatt lagere, hat ideale Bedingungen um weiter zu trocknen.

Es war eine Investition über die ich mich jeden Tag freue, wenn ich meine Werkstatt betrete.

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Ich bin ein Nussbaum,…

… das ist die Erkenntnis, die ich in einerm Kurzurlaub gewonnen habe.

2014 DonRdw 086Diesmal war ich nicht auf dem Holzweg, sondern auf dem Radweg unterwegs. Gestartet in Linz entlang der Donau bis Krems und dann einen Abstecher in das Waldviertel. Wohin sonst treibt es einen Holzwerker. In der Nähe von Zwettl kam ich zu dem Hinweisschild „Baumhoroskop“. Das macht natürlich neugierig.

Wer nun wissen will, welcher Baum seinem Geburtstag zugeordnet ist, kann das hier nachsehen.

Und wer danach wissen will, ob dieser Baumkalender wirklich von den Kelten abstammt, findet im Wikipedia einen ernüchternden Bericht.

Auf dieser Radtour gab es viele interessante Begegnungen… Natur und Tierwelt verzaubern, nette und offene Menschen überraschen und die Kochkunst dieser Region überzeugt jeden kritischen Gourmet.
Auf einen Juwel der besonderen Art (nicht nur wegen dem hervorragenden Essen), bin ich in Ardagger Markt gestoßen. Das „Alte Schiffsmeisterhaus“ ist liebevoll restauriertes Gasthaus dessen Besitzer einen Faible an alten und besonderen Möbeln hat. Voller Stolz wurden mir die Tische in der Gaststube präsentiert, die ich in dieser Form bisher noch nie gesehen hatte.

In die Stammtische, die in der Gaststätte stehen, hatte ein Bildhauer die Initialen der Stammtischbrüder eingelegt. Die Tische sind aus Birnenholz und Ahorn. Risse wurden zum Teil mit Esche geflickt. Die Einlegearbeiten sind aus Nussbaum und Ahorn.

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Verleimt oder geleimt?

Wie muss es richtig heißen? Mit dieser Frage habe ich mich ausführlich in den vergangenen beiden Tagen beschäftigt. Nein…. besser! Ich habe in meiner Werkstatt eine wissenschaftliche Versuchsreihe durchgeführt und bin zu einem sehr erstaunlichen Ergebnis gekommen.

Aber nun zum eigentlichen Versuch:

Für die Durchführung verwendet man am besten bereits zugeschnittene Erlenbohlen der Güteklasse KL 0/I 52mm die auf 40 mm herunter gehobelt werden. Das Holz sollte absolut trocken sein und am besten noch mehrere Monate in der Werkstatt sich dem Raumklima angepasst haben.

20140519 016Für Demonstrationszwecke habe ich als nächstes auf ca. 35 cm Länge an den Bohlenkanten eine 1 cm breite Nut eingefräst und aus einen Restebrett (Nussbaum) Leisten zugeschnitten die als Feder eingeleimt werden sollen. Es ist darauf zu achten, dass die Feder-Leisten stramm sitzen.

Bei Leim handelt es sich ja um eine klebrige, dickflüssige Masse. Nun habe ich aus der Leimflasche einen dickeren Leimstrang in die Nut gedrückt. Mit dem Leimpinsel habe ich nur die Breiten Kanten eingestrichen. Danach beide Bohlen aufeinander gesetzt und mit Schraubzwingen zusammengezogen.


Nun folgte die interessante Erkenntnis. Die Nussbaumfeder war so passgenau, dass sich der Leim in der Nut nicht ausreichend pressen ließ. Auf die Länge der Feder (35cm) habe ich es mit Schraubzwingen nicht geschafft die Bohlen passgenau zusammenzupressen. Es ist mir nicht gelungen den Leim aus der Nut zu pressen.

Da habe ich mich sauber verleimt!

Als der Mist trocken war, blieb nichts anderes übrig, als die „verleimten“ Bohlen wieder aufzutrennen, die Kanten wieder zu hobeln, die Nut erneut zu fräsen, 2 neue Federn zu schneiden und zu hobeln.
Nun mit den gemachten Erfahrungen des Vortages im Gepäck, habe ich die Nut sauber mit Leim eingestrichen. Danach waren die Bohlen mit Schraubzwingen leicht zu pressen.

Nun waren die Bohlen sauber geleimt!

Das Positive bei der Durchführung dieser Versuchsreihe, ist die Auffrischung eines recht deftigen Vokabulars. Ich hätte mir nicht träumen lassen, welche Schimpfwörter einem bei dieser Übung in den Sinn kommen. Bei diesem absoluten Anfängerfehler!

Was ich aber inzwischen weiß… es gibt einen Unterschied zwischen sauber verleimt und sauber geleimt!

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Back to the woods

Nach 5 Wochen unbeschreiblicher Strapazen durfte ich endlich wieder in meine Holzwerkstatt. Am Wochenende war es kalt und regnerisch… also ideales Werkstattwetter und heute an meinem freien Montag, war es sehr sonnig bei 24°C …. also auch ideales Werkstattwetter. (Ihr merkt schon, ich bin ein wenig auf Entzug!)

Ich habe ein neues und auch ein etwas größeres Projekt begonnen. Passend zum gebauten Schreibtisch wurde im gleichen Stil ein Sideboard bei mir in Auftrag gegeben. Ich darf der Kreativität freien Lauf lassen. Das ist genau das, was ich jetzt brauche!

Hier meine Idee, die ich wieder mal akribisch zu Papier gebracht habe – mehr lohnt sich nicht, da es eh anders kommt!

20140517 015Die Idee, die ich dabei (bis jetzt) im Kopf habe ist, ein „Puzzle-Schrank“. Ich möchte quasi Schränke im Schrank bauen. Das bedeutet, das Sideboard wird begrenzt durch die obere Platte und die Schrankwände, die gleichzeitig auch die Beine sind, links und rechts. Die Beine werden noch durch zwei Querträger miteinander verbunden, die der ganzen Sache die Stabilität verleihen soll. Diese Teile bilden dann den Rahmen für die eigentlichen Schränke (Kästen mit Türen und andere mit Schubladen oder sogar ein offener Bereich) die dann in das große Sideboard eingeschoben werden.

Als Holz verwende ich wieder Erle, die schon seit November in meiner Werkstatt lagert und genügend Zeit hatte sich an das Raumklima zu gewöhnen.

Nachdem jeder Schnitt endgültig ist, habe ich zunächst wieder alle in Frage kommenden Bohlen auf dem Boden ausgelegt, die Maserung und den Wuchs betrachtet und dann die Bohlen bestimmt, die den Außenrahmen bilden sollen.

Eine sehr spannende Phase, wie ich finde.

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Der Laufstall für Frösche ist nun fertig!

Ja ich hätte es fast vergessen (war einfach nur schreibfaul)… das Großprojekt „Mann gegen die Natur“ habe ich am Montag abschließen können.

Es wurden rund …

  • 8 cbm Erde bewegt
  • 40 lfm Granit-Palisaden 12cm /12cm verbaut
  • 55 qm Teichfließ und 55 qm Teichfolie verlegt
  • 25 lfm Teichrandband verlegt
  • 20 Kunststoffpfähle für Teichrandsystem in das Erdreich eingeschlagen
  • 3 t Nagelfluh gesammelt, gefahren und verteilt
  • 6 t Kies gefahren und verteilt
  • 12 qm Lärchenbretter verarbeitet
  • 22 lfm Lärchenbalken verbaut
  • 300 Terrassenschrauben verschraubt
  • ca. 8500 € nicht dem Gartenbauer bezahlt sondern in Summe nur ca. 2600 € an Materialkosten aufgewendet

und

  • unzählige unschöne Worte in den Mund genommen
  • 5 Wochenenden von der schönen Holzwerkstatt geträumt

Mein persönliches Fazit:
Die Arbeit in meiner Holzwerkstatt macht mir mehr Spaß – das wusste ich bereits vorher! Mit dem Ergebnis aber bin ich und mein kritischer Auftraggeber sehr zufrieden.

 

So und nun auf zu einem neuen Holzprojekt. Aufträge hab ich ja genug 🙂

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Zahnpflege ist wichtig

Ich liebe es mit Holz zu arbeiten. Ja …. ok stimmt nicht ganz: Ich liebe es mit bestimmten Holzarten zu arbeiten. Mit anderen Holzarten ist das Arbeiten OK… also nicht ganz so prickelnd.
Lärche gehört für mich zu den „OK-Holzarten„. Es riecht gut, lässt sich gut bearbeiten und ist länger „wasserstabil“ als andere einheimische Holzarten. Wegen der hohen Witterungsbeständigkeit eignet sich Lärche besonders für die Verwendung im Außenbereich oder für Wasserbauten. Unser Haus habe ich bereits vor 20 Jahren mit Lärche verkleidet. Das Holz wurde nie gestrichen. Inzwischen ist die Außenfassade grau. Aber die Holzverkleidung ist gut wie am ersten Tag.
Es war naheliegend, dass ich für den Holzsteg am Gartenteich auch Lärchenholz verwende. Die Holzarten, die ich für den Möbelbau verwende, lasse ich mir immer säge rau liefern. Nicht aber Lärche – die bestelle ich bereits gehobelt. Ja am liebsten würde ich sie auch schon genau zugeschnitten bestellen. Warum?
Das Harz hinterlässt seine Spuren in der Werkstatt!

Auf jedem Sägeblatt setzen sich Harzrückstände ab. Je nach Holzart geschieht das schneller oder langsamer. Auch bei der Verwendung von Laubholz ist das so. Deutlich sichtbar sind die braunen Spuren auf dem Sägeblatt der Kreissäge. Diese Ablagerungen beeinträchtigen auch die Schnittqualität eines Sägeblattes – auch wenn das einige Holzwerker nicht wahrhaben wollen!

Gute Holzbearbeitungsmaschinen sind ja auch nicht ganz billig. Selbstverständlich ist es deshalb für mich, dass man regelmäßig auch ein wenig Zeit in die Pflege dieser Maschinen investiert. Mit Harzlöser lassen sich verklebte Sägeblätter, Tischkreissägen oder Hobelmaschinen sehr leicht wieder säubern. Danach bringt man noch etwas Gleitmittel oder Metallglanz auf und der beste Freund in der Werkstatt glänzt wieder wie am Tag der Erstinbetriebnahme.

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Der Holzweg wird langsam…

Der Teichbau und meine Geduld für dieses Gartenprojekt gehen dem Ende entgegen. Seit Anfang April opfere ich jede freie Minute diesem Vorhaben. Heute habe ich mit dem Holzsteg begonnen. Leider bin ich heute nicht ganz fertig geworden. Einen halben Tag werde ich schon noch investieren müssen – dann ist er aber fertig!
Jetzt hat es zum Regnen begonnen und die Vorhersage für die nächsten Tage lässt nicht die Hoffnung aufkeimen, dass ich bis Montagabend einen Schlussstrich unter dieses Projekt ziehen könnte.

Die Balken für den Unterbau sind aus Lärche 90mm x 90mm.
Die Bretter für den Steg aus Lärche 150mm breit und 34mm stark.
Zwischen die Bretter und dem Balken wird wie beim Gartenzaunbau ein Draht geklemmt. Somit liegt das Brett nicht direkt auf dem Balken auf und die Feuchtigkeit kann leichter abtrocknen. In der Hoffnung mein Holzweg um den Teich hält somit ein paar Jahre länger.

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Erinnerungen an die Kindheit – „Molche fangen“

20140504 016Als Kinder haben wir es geliebt…. im Frühling die Molche fangen. Meine Mutter fand es nicht so toll.  An diesen Tagen kamen wir dreckig wie die „Sau“ und meist pitschnass nach Hause. Wir kannten sie alle, die Plätze wo es die Molche gab. Ideal waren im Wald die tiefen Traktorspuren, in denen sich über Wochen das Wasser hielt. Manche waren knietief und damit waren unsere Gummistiefel meist auch überfordert. Wir waren stolz, wenn wir einen Molch auf der Handfläche sitzen hatten. Nach einer Zeit der Begutachtung, durfte er dann auch wieder ins Wasser zurück.

In dem alten Biotop in unseren Garten hatten wir auch Molche. Aus diesem Grund haben wir den Bagger auch im Winter kommen lassen und mit der Neugestaltung des Teiches begonnen, als es die Witterung im April zu lies. Aber die Molche waren schon schneller aus dem Winterquartier zurück. Als wir das Restwasser aus dem Erdloch ausgepumpt haben, waren in dem kleinen Tümpel schon ca 30 Molche versammelt. Ich habe sie alle gefangen und in unseren kleinen Teich im Vorgarten umgesiedelt.
Vergangene Woche haben wir das Wasser im großen Teich einlaufen lassen. Bereits einen Tag später habe ich Molche in dem neuen Teich schwimmen sehen. Die hatten mir anscheinend schon beim Teichbau zugesehen und nur darauf gewartet, bis das Wasser eingelassen wurde. Nun gehe ich schon jeden Abend mit der Taschenlampe an den kleinen Teich im Vorgarten und leuchte bei Dunkelheit ins Wasser. Die Molche sind dann immer im flachen Wasser des Uferbereichs. Hier fange ich ein paar, wie in meiner Kindheit, und setze sie im neuen großen Teich wieder ein. Inzwischen sind schon wieder mehr als 20 Tiere umgezogen. Steht man nun am Rand des neu angelegten Biotops und sieht die Molche am Teichgrund sitzen, dann ist die ganze körperliche Schinderei der letzten Wochen vergessen.

Heute haben wir die Teichbepflanzung fertig bekommen. Nun fehlen nur noch ein paar Steine, um die noch sichtbare Folie am Teichrand abzudecken. Und dann folgt die bereits lange ersehnte Holzarbeit: Der Holzsteg!

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Das menschliche Skelett hat ca. 212 Knochen

…. das habe ich neulich mal gelesen. Angeblich hat der Mensch somit fast doppelt so viele Knochen wie eine Giraffe. Was mich jedoch sehr erstaunt.

Also das mit den 212 Knochen hab ich ja schon länger gewusst… seit heute aber weiß ich, wo jeder dieser Knochen in meinem Körper ungefähr wohnt. Ich könnte bei „Wetten dass“ auftreten: Nenne mir einen Knochen und ich zeige Euch, wo er mir weh tut.
Der prominente Wettpate würde heute sicherlich kein Risiko eingehen, wenn er auf mich setzt. Gestern habe ich 2,6 Tonnen Steine und Kies aus der Kiesgrube geholt, vom Hänger abgeladen und mit der Schubkarre neben dem Teich platziert. Heute wurde die gleiche Menge dann im Teich untergebracht und somit die Uferbefestigung modelliert. Die Wasserpflanzen wurden bei dieser Gelegenheit auch gesetzt. Seit ca. 15 Uhr läuft nun das Wasser und der Teich wird geflutet. Das Material hat wie erwartet nicht gereicht. Somit sind am Montag erneut mindestens zwei Fahrten in die Kiesgrube geplant. Man will ja schließlich am 1.Mai was zum arbeiten haben!
Wäre ich eine Giraffe, täten mir heute nur halb so viel Knochen weh. Aber wenn ich jetzt ins Bett gehe, würde mir der Hals und die Beine aus dem Bett hängen. Das wäre auch nichts!

Und hier noch ein paar Blicke auf die Baustelle…

 

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Ein wenig Probebetrieb – notgedrungenermaßen!

Gestern (ja am Ostersonntag) haben wir die Teichfolie einbringen können und mit der Seitenbefestigung (Granitstangen die mit Kies hinterfüttert wurden) begonnen.
Das Problem beim Teichbau ist nur, dass man die Teichfolie nicht eine Woche ungeschützt in der Sonne liegen lassen soll. Aus diesem Grund haben wir heute (ja am Ostermontag) das restliche Baumaterial verbaut und danach die Teichfolie abgedeckt und den unteren Teil geflutet. Somit ist jetzt eine Woche Stillstand auf unserer Teichbaustelle.

Nun muss ich erst wieder neuen Kies und große Steine für die Ufermodellierung besorgen. In einer Woche machen wir dann weiter sofern es das Wetter zulässt.

20140421 004So wollten wir die Teichfolie nich ungeschützt eine Woche liegen lassen. Ich hatte zum Glück eine große Silofolie, mit der wir die Ränder abdecken konnten.

20140421 006Den restlichen Bereich haben wir einfach geflutet.

 

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Kleine Fortschritte auf meinem persönlichen „Flughafenbau“

20140420 009So sieht es seit heute Abend auf meiner „Lieblingsbaustelle“ aus.
Nicht wirklich gut…. aber der kleine Fortschritt lässt Hoffnung aufkeimen.

Am Montag in dieser Woche habe ich mit dem kleinen PKW-Anhänger zwei Ladungen Kies geholt. 1,5 Tonnen per Hand eingeschaufelt…. 1,5 Tonnen per Hand und Schubkarren wieder abgeladen. Neben dem Haus aufgeschüttet ist das ein richtig beeindruckender Haufen. Für einen Gartenteich mit einer Wasserfläche von ca. 20 qm sind 1,5 Tonnen einfach nur ein Anfang. Ich denke, ich werde noch öfters in die Kiesgrube fahren und ein wenig schaufeln. Aber Gott sei Dank… Uwe hat mich darauf aufmerksam gemacht…. die Tage sind ja schon wieder länger.

 

 

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„ne sutor supra crepidam“

so lautet das Original-Zitat und bedeutet übersetzt:
„Schuster geh nicht über die Sandale hinaus“ und daraus wurde…
„Schuster bleib bei deinen Leisten“.

„Der beginnt ja seinen Beitrag heute wieder schräg“…. werden viele nun denken.
Ist mir aber egal! Ab und zu muss man sich den Frust auch mal von der Seele schreiben können. Der Grund dafür ist ein Gartenprojekt, welches auf dem besten Wege ist, die Ausmaße des neuen Berliner Flughafens zu sprengen. Ja, ich meine den Flughafen, der schon vor ein paar Jahren in Betrieb gehen hätte sollten und der vermutlich, wenn er in Betrieb genommen wird, nicht in Betrieb gehen darf, weil er dann unter Denkmalschutz steht.
Und genau so ein Projekt habe ich am Bein hängen.
Projekttitel: Wir bauen einen Gartenteich.  – OK… stimmt eigentlich nicht ganz:
Wir renovieren einen Gartenteich.

Wir hatten ihn ja schon viele Jahre. Als wir ihn damals (unwesentlich vor Baubeginn des Berliner Flughafens) angelegt hatten, gaben uns Freunde ein paar Ableger ihrer Wasserpflanzen. Diesem Pflanzentyp gefiel es bei uns sehr. So sehr sogar, dass nach ein paar Jahren vom Teich und dem kleinen Holzsteg nichts mehr zu sehen war.
Diesen Teil des Gartens wollte ich schon der Bundeswehr für Durschlageübungen zur Verfügung stellen. Da ich aber die Befürchtung haben musste, einige der Kammeraden würden aus dem Dickicht nie wieder heraus finden und dabei ihr Leben lassen, sah ich von dem Vorhaben ab.

Nun … begonnen hat das Superprojekt dann damit, dass wir im Dezember großes Gerät (einen Minibagger) engagiert haben, der uns den Urwald bei Seite schuf und einen Krater hinterließ.

20140209 026Im Februar kam dann mal ein Gartenarchitekt, der uns erklärte, dass die Hainbuchenhecke auf jeden Fall auch weg müsse. Das neue Gewässer könnte somit großzügiger gestaltet werden. Drei Wochen später haben wir dann seinen Kostenvoranschlag bekommen. Als ich den Endbetrag gesehen habe und mir nach ausführlicher Recherche klar wurde, er meint nicht die Grünanlage des neuen Berliner Flughafens sondern unseren 15 qm Teich, war mir klar, wer das Loch im Garten nun weiter bearbeiten wird.

20140408 003Nach mehreren Tagen sorgsamer Gartenpflege, stehe ich nun einen Schritt vor dem Abgrund. Am Ende meiner Kräfte freue ich mich morgen auf das Büro und bin mir inzwischen nicht mehr sicher ob ich zuerst das Wasser einlassen kann oder doch zuerst ein Flieger vom neuen Airport abhebt.

 

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Fasenhobel … das Ergebnis von ein paar vergnüglichen Stunden

20140324 019Schon seit längerer Zeit habe ich mich mit dem Gedanken beschäftigt, einen Fasenhobel zu bauen. Man braucht nicht wirklich einen in der Werkstatt… man kann sich auch anders behelfen, die Fase zu brechen. Eigentlich ist so ein Werkzeug reiner Luxus. Solche Dinge selber herzustellen, in einer Phase nach einem größeren Projekt, ist in meinen Augen auch wieder Luxus. Somit hatte ich quasi ein absolutes Luxuswochenende, an dem ich mich dem Hobelbau verschrieben habe.

Vor ein paar Wochen schon, hatte ich mich mit dem „Druiden“ in Verbindung gesetzt. Hab ihm von der Idee „Fasenhobel“ geschrieben und gefragt, ob er ein geeignetes Hobelmesser für mich hätte. Gerd hatte eines  – 25 mm – und ich es einen Tag später in meinem Briefkasten.

20140323 002Dieses Wochenende war ich zu der Überzeugung gekommen, das Eisen liegt schon lange genug in der Werkstatt herum. Nun bau endlich den Fasenhobel und träume nicht länger davon!

Besonderheiten zum Bau:

Bisher hatte ich ja schon 3 unterschiedliche Hobel im Stil von James Krenov gebaut. Dieser nun unterscheidet sich im Wesentlichen in drei Punkten…

1. Das Hobelmesser hat keinen Spanbrecher

2. Die Hobelsohle ist nicht plan, sondern in einem 90° Winkel ausgeschnitten

3. Das Hobelmaul kann durch die Bauweise nicht so eng gehalten werden, wie bei einem herkömmlichen Hobel

Für den Fasenhobel habe ich 3 Holzarten verwendet:
– Akazie für das Mittelteil
Akazie ist extrem hart. Der Hobel wird ja nur auf den ausgeschnittenen 90° Backen
geschoben. Ich denke mir, für diese Beanspruchung ist Akazie gut geeignet.
– Walnuss für die Seitenteile und den Keil
– Hainbuche für das Keilwiderlager

Beim Bau des Hobels habe ich mich weitestgehend an die Abläufe gehalten, wie bei den anderen Krenov Hobeln, die ich schon gebaut hatte.

Hier nun ein paar Bilder vom Luxuswochenende:

Ein 90° Winkel wird in den mittleren Hobelkörper geschnitten.

Und nun noch ein paar Bilder vom fertigen Objekt. Übrigens … feine Hobelspäne kann er auch machen 😉

 

 

 

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Restholzverwertung

Jeder Holzwerker kennt sicherlich die Situation, wenn man dem Familienoberhaupt (mit anderen Worten: seiner Frau) die Anschaffung einer neuen Maschine beichtet. Sehr unterhaltsam finde ich auch jene… das Werkzeugpaket kommt nicht an dem Tag, an dem man den Paketboten abfangen kann, sondern die Frau ist der Überbringer des neuen (und wenn man ehrlich ist: vollkommen überflüssigen) Hobels. Auf die Frage, warum den noch so ein Ding notwendig ist, sagt man dann: Ja das Teil hat mir noch gefehlt… jetzt kann ich wirklich alles selber machen. Wir müssen nichts mehr kaufen – das rechnet sich.

Liebe Holzwerker, heute zeige ich Euch, wie ihr das zu Hause unter Beweis stellen könnt. Ein kleines 2 Stundenprojekt und die Ehefrau ist wieder Belastbar mit einem Werkzeugeinkauf.

Der Blick in die Holzresteecke hat mir ein paar Kanteln Erle 52mm offenbart. Schnell ist mit einem Kleiderbügel eine Schablone aufgezeichnet und ausgeschnitten.

20140321 023Mit der Schablone habe ich die Umrisse auf die Erlenreste übertragen und anschließend die Formen an der Bandsäge ausgeschnitten. Danach wurden die ausgeschnittenen Teile auf der Abrichte gehobelt. Die Kanten habe ich dort, wo es notwendig war, mit dem Ziehmesser und dem Schweifhobel bearbeitet. Mit einer Schleifwalze geht es sehr einfach die Rundungen zu glätten. Erst danach habe ich aus einem Kleiderbügel (52mm stark), an der Bandsäge zwei Kleiderbügel (25mm stark) gemacht. Die aufgetrennten Teile schiebt man nun ein weiteres Mal durch den Dickenhobel.

Zum Schluss ist noch ein wenig Schleifen oder Hobeln angesagt und der Bügel ist noch mit einem Haken zu versehen. Ich finde die Teile sind recht hübsch geworden.
Merkt Euch: Kleiderbügel selbst herzustellen spart echt Geld und die neue Werkstattausrüstung zahlt sich schnell ab.
In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich euch zeigen, wie man Wäscheklammern baut 🙂

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Kein kantiger Kerl sondern ein Schmeichler…….. ist nun fertig!

Nein … ich habe nicht vergessen die Bohlen für die Tischplatte zu besäumen!

Nein… ich habe nicht übersehen die Tischbeine gerade abzuschneiden!

Und … Nein… die Schubladenfronten sind mir auch nicht unfertig durchgerutscht.

Das wunderbare Erlenholz wollte das so und ich gutmütiger Trottel habe mich von ihm breitschlagen lassen. Nun ist der Schreibtisch kein „kantiger Kerl“ geworden, sondern ein „weicher Schmeichler   … ein Handschmeichler“, dem es gelingt mit seinem Charme den Betrachter um den Finger zu wickeln. Er zieht Blicke auf sich und verführt zum Körperkontakt. Ein kleiner Sonnyboy eben.

Mitte dieser Woche, habe ich ihn zur Adoption freigegeben und die neuen „Schreibtischeltern“ haben ihn mit einem erstaunten aber durchaus mit entzücktem Lächeln in Empfang genommen. Ich bin mir sicher, er wird es gut haben bei ihnen.

Und nun noch zusammengefasst ein paar Worte und Bilder über den „Zeugungsprozess“:

Verwendetes Material ist

  • Erle  52mm – für die Platte, die Tischbeine, Schubladencontainer und Schubladenfronten
  • Ahorn 32mm – für die Schubladenkästen
  • Hainbuche 60 mm – als Hartholzriegel in denen ich die Tischbeine fixieren kann

Die Idee zur Formgebung ist mir durch den geschwungenen Maserverlauf der zusammengehörenden Bohlen gekommen. 3 Bohlen aus dem gleichen Stamm. Ich wollte daraus was machen, das Natürliche lassen und nicht durch einen harten Cut den Maserverlauf zerstören. Ich habe probiert, die Tischbeine vorsichtig ausgesägt und mich an die Form herangetastet. Begradigen und die Naturkante abschneiden, hätte man zu einem späteren Zeitpunkt immer noch machen können.

Die Schubladenfront wollte ich passend zur Platte und den Füßen gestalten. Deshalb habe ich den stehenden Maserverlauf gewählt, da ich somit die Möglichkeit hatte, auch bei den Schubladen links und rechts eine Naturkannte stehen zu lassen. Wie kommt man auf die passende Breite? Man nimmt eine 52mm Bohle mit ca. halber Schubladenbreite. Den Säumschnitt macht man großzügig, dass man später die Naturkannte wieder verwenden kann. Danach trennt man die 52mm mittig auf und hat somit einen gespiegelten Maserverlauf. Eine schöne Naturkannte trennt man auch mittig auf. Diese 4 Teile fügt man wieder zu einem Brett zusammen.

Ich hatte mir lange überlegt, wie ich die Schubladenverbindung mache. Gezinkt (sichtbar) oder einfach funktionell mit aufgeschraubten Blenden. Für die Variante 2 habe ich mich deshalb entschieden, weil das Hauptmerkmal diese Tisches, die Naturkante im Plattenbereich, Fuß und Schubladenbereich ist. Das ist das durchgängige Designmerkmal, welches wirken soll. Zusätzlich eine sichtbare Zinkenverbindung würde vom Wesentlichen ablenken.

Über die Herstellung der Platte habe ich hier schon berichtet.

Die hinteren Tischbeine habe ich über Eck in einem 90° Winkel gebaut. Dadurch besteht nicht die Gefahr, dass die Beine das Wackeln anfangen, wenn ich sie lediglich mit Holzdübel einzapfe.  Die vorderen Beine sind mit je 3 Holzdübeln 12mm in die Hainbuche  eingezapft. Das linke, freistehende Bein hat noch einen zusätzlichen Unterstützungskeil bekommen. Die rechte Seite erhält ihre Stabilität durch den angehängten Schubladenkasten. Dieser ist mit Holzdübel durch die Seitenwand mit den Tischbeinen verbunden und mit Holzdübel und zusätzlichen 4 Schrauben in der Tischplatte verankert.

Den Bericht über den Bau der Containerrückwand findet ihr hier beschrieben und den Schubladenbau in diesem Blogbeitrag. Auch der Herstellung der Schubladengriffe habe ich einen eigenen Beitrag gewidmet.

Neu war für mich bei diesem Projekt das Finish. Ich habe zum 1. Mal mit einer Schellack Grundierung gearbeitet. Der gelöste Schellack wurde ich in einer dünnen Lösung mit dem Pinsel aufgetragen. Nach dem Trocknen (über Nacht) wurde per Hand mit einer 400er Körnung geschliffen. Nach dem Schleifen habe ich eine 50:50 Mischung Tungöl / Leinöl aufgetragen und mit dem Ballen einmassiert.

Alles in allem, war es für mich ein sehr schönes Projekt, in dem ich viele Dinge zum 1. Mal getestet habe und mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin. Ein Projekt, welches vom Anfang bis zum Schluss sehr viel Spaß gemacht hat.

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Schreibtischendspurt… die Schubladengriffe

Die Fertigstellung des Schreibtisches geht mit großen Schritten dem Ende zu. Wird ja dann auch mal Zeit. In jedem Projekt, welches sich über mehrere Wochen hinzieht, kommt irgendwann auch der Zeitpunkt wo es dann (mental) gut ist… oder man sich schon auf das nächste Projekt freut. Ideen entwickelt, sich schon überlegt welches Holz man verwenden will oder sogar schon eine Bohle in die engere Auswahl genommen hat. Eine spannende Zeit, in der man seine eigenen Spähtruppen schon losgeschickt hat und bereits Ausschau hält nach Inspiration und neuen Herausforderungen.
Das alles geschieht im Unterbewusstsein und beinahe mechanisch führt man die Restarbeiten am aktuellen Objekt durch. Mit einer Selbstverständlichkeit erledigt man Arbeiten, die isoliert betrachtet, eigentlich selbst schon kleine Projekte sind.
Die drei Schubladen warteten noch auf angemessene Blenden und Griffe. Heute hatte ich Beides auf meinem Zettel stehen.

Zunächst habe ich das Frontbrett für die Schubladen aufgeteilt und die Kanten abgerundet. Für die Schubladengriffe habe ich wieder mal meine Restekiste bemüht. Hier habe ich ein schönes Stück Nussbaum gefunden. Mit dem Zapfenschneider (40mm) habe ich die Rohlinge ausgeschnitten, die dann mit Schleifwalze, Feilen und Schleifpapier eine griffige Form verpasst bekommen. In die Griffe wurde ein 8mm Holzdübel geleimt und später die Griffe auf die Schubladenfronten aufgeklebt.

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Wie man eine zerrüttete Werkstattbeziehung therapiert

Ich glaube es ist ganz normal, dass man manche Dinge mehr mag und andere weniger. Das begleitet einen das ganze Leben. Ob es Mensch oder Tier ist, Essen, Gerüche, Kleidung… ganz egal – alles eben. Manches mag man mehr, das Andere eben weniger! Und diesem Mehr oder Weniger kann man sogar beim Hobby nicht aus dem Weg gehen. In meiner Werkstatt mache ich manche Arbeiten lieber als andere. Ich verwende lieber Nussbaum, Ahorn, Eiche, Hainbuche und Birke. Ich meide Akazie, Fichte, Kiefer und Lärche. Jeder Holzwerker hat bestimmt ein Lieblingswerkzeug, ja vielleicht sogar einen Lieblingshobel oder Lieblingsbeitel. Und jeder hat sicherlich auch Werkzeug oder Maschinen, die er nicht mag. Also ich hab so eine Maschine, die in meiner Werkstatt wohnt und mit der ich nicht gut befreundet bin. Ja es gibt sogar Tage da grüßen wir uns nicht einmal, wenn wir uns über den Weg laufen. Ich ignoriere sie und sie ignoriert vermutlich auch mich. Jeder duldet den anderen…. mehr nicht. Sie schreit mich immer laut an, wenn ich sie anschalte. Und schon oft habe ich sie laut angeschriene, nachdem ich sie wieder abgestellt hatte. Wir pflegen sozusagen eine zerrüttete Werkstattbeziehung miteinander.
Zerrüttete Beziehungen gehen nicht gut auf Dauer. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Man trennt sich oder versucht gemeinsam einen Neubeginn. Unser Therapeut hat uns zu einem Neubeginn geraten. Wir sollen die unschönen Erlebnisse aufarbeiten, sie als wertvolle Erfahrungen sehen und nicht als Fehlschläge abstempeln! Der Therapeut, er ist zufälligerweise mein Werkzeughändler, hat uns geraten, wenn wir uns Näherkommen wollen und es soll so richtig Funken zwischen uns, dann sollten wir ruhig auch mal zu Hilfsmitteln greifen. Da müssen wir uns nicht schämen, das machen andere auch. Und soll ich Euch was sagen – das mit dem Hilfsmittel stimmt wirklich. Setzt man es zum richtigen Zeitpunkt dosiert ein, bleibt einem der Höhepunkt in der Werkstatt nicht länger verwehrt. Und deshalb mögen wir uns seit ein paar Tagen wieder… meine Oberfräse und ich!

20131231 072Das Wundermittel heist MFS 400 oder MFS 700 und man bekommt es rezeptfrei beim Festool-Händler. Den Höhepunkt den man damit erreicht, ist eine absolut präziese Führung beim Fräsen. Die Schablone ist einfach zu verstellen. Ist die Schablone zu klein, lässt sich mit ihrer Hilfe auch ganz schnell eine Schablone in gewünschter Größe aus einer MDF-Platte (10mm) fräsen. Oder man besorgt sich die Verlängerungsschienen von Festool, wenn man diese Investition nicht scheut.

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Packtisch ausgeliefert und montiert

20140303 002Nachdem die 2. Klarlackschicht getrocknet war, wurde der Packtisch fertig montiert und ausgeliefert.

Mein „kritischer Kunde“, ist sehr zufrieden!
Glück gehabt… jetzt darf ich in meiner Werkstatt ein paar Tage wieder das tun, was mir richtig Spaß macht.

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