Erinnerungen an die Kindheit – „Molche fangen“

20140504 016Als Kinder haben wir es geliebt…. im Frühling die Molche fangen. Meine Mutter fand es nicht so toll.  An diesen Tagen kamen wir dreckig wie die „Sau“ und meist pitschnass nach Hause. Wir kannten sie alle, die Plätze wo es die Molche gab. Ideal waren im Wald die tiefen Traktorspuren, in denen sich über Wochen das Wasser hielt. Manche waren knietief und damit waren unsere Gummistiefel meist auch überfordert. Wir waren stolz, wenn wir einen Molch auf der Handfläche sitzen hatten. Nach einer Zeit der Begutachtung, durfte er dann auch wieder ins Wasser zurück.

In dem alten Biotop in unseren Garten hatten wir auch Molche. Aus diesem Grund haben wir den Bagger auch im Winter kommen lassen und mit der Neugestaltung des Teiches begonnen, als es die Witterung im April zu lies. Aber die Molche waren schon schneller aus dem Winterquartier zurück. Als wir das Restwasser aus dem Erdloch ausgepumpt haben, waren in dem kleinen Tümpel schon ca 30 Molche versammelt. Ich habe sie alle gefangen und in unseren kleinen Teich im Vorgarten umgesiedelt.
Vergangene Woche haben wir das Wasser im großen Teich einlaufen lassen. Bereits einen Tag später habe ich Molche in dem neuen Teich schwimmen sehen. Die hatten mir anscheinend schon beim Teichbau zugesehen und nur darauf gewartet, bis das Wasser eingelassen wurde. Nun gehe ich schon jeden Abend mit der Taschenlampe an den kleinen Teich im Vorgarten und leuchte bei Dunkelheit ins Wasser. Die Molche sind dann immer im flachen Wasser des Uferbereichs. Hier fange ich ein paar, wie in meiner Kindheit, und setze sie im neuen großen Teich wieder ein. Inzwischen sind schon wieder mehr als 20 Tiere umgezogen. Steht man nun am Rand des neu angelegten Biotops und sieht die Molche am Teichgrund sitzen, dann ist die ganze körperliche Schinderei der letzten Wochen vergessen.

Heute haben wir die Teichbepflanzung fertig bekommen. Nun fehlen nur noch ein paar Steine, um die noch sichtbare Folie am Teichrand abzudecken. Und dann folgt die bereits lange ersehnte Holzarbeit: Der Holzsteg!

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2 Antworten zu Erinnerungen an die Kindheit – „Molche fangen“

  1. uwe.adler schreibt:

    Hallo Volker,

    die Schinderei ist sehr schön geworden. Besonders wenn jetzt auch noch Leben dazu kommt, hat es sich doch gelohnt. Viel Freude bei der Holzarbeit und – Berlin kann sich eine Scheibe bei Dir abschneiden ;-)).

    Herzlichen Gruß

    Uwe

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