Restholzverwertung

Jeder Holzwerker kennt sicherlich die Situation, wenn man dem Familienoberhaupt (mit anderen Worten: seiner Frau) die Anschaffung einer neuen Maschine beichtet. Sehr unterhaltsam finde ich auch jene… das Werkzeugpaket kommt nicht an dem Tag, an dem man den Paketboten abfangen kann, sondern die Frau ist der Überbringer des neuen (und wenn man ehrlich ist: vollkommen überflüssigen) Hobels. Auf die Frage, warum den noch so ein Ding notwendig ist, sagt man dann: Ja das Teil hat mir noch gefehlt… jetzt kann ich wirklich alles selber machen. Wir müssen nichts mehr kaufen – das rechnet sich.

Liebe Holzwerker, heute zeige ich Euch, wie ihr das zu Hause unter Beweis stellen könnt. Ein kleines 2 Stundenprojekt und die Ehefrau ist wieder Belastbar mit einem Werkzeugeinkauf.

Der Blick in die Holzresteecke hat mir ein paar Kanteln Erle 52mm offenbart. Schnell ist mit einem Kleiderbügel eine Schablone aufgezeichnet und ausgeschnitten.

20140321 023Mit der Schablone habe ich die Umrisse auf die Erlenreste übertragen und anschließend die Formen an der Bandsäge ausgeschnitten. Danach wurden die ausgeschnittenen Teile auf der Abrichte gehobelt. Die Kanten habe ich dort, wo es notwendig war, mit dem Ziehmesser und dem Schweifhobel bearbeitet. Mit einer Schleifwalze geht es sehr einfach die Rundungen zu glätten. Erst danach habe ich aus einem Kleiderbügel (52mm stark), an der Bandsäge zwei Kleiderbügel (25mm stark) gemacht. Die aufgetrennten Teile schiebt man nun ein weiteres Mal durch den Dickenhobel.

Zum Schluss ist noch ein wenig Schleifen oder Hobeln angesagt und der Bügel ist noch mit einem Haken zu versehen. Ich finde die Teile sind recht hübsch geworden.
Merkt Euch: Kleiderbügel selbst herzustellen spart echt Geld und die neue Werkstattausrüstung zahlt sich schnell ab.
In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich euch zeigen, wie man Wäscheklammern baut 🙂

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4 Antworten zu Restholzverwertung

  1. uwe.adler schreibt:

    Hallo Volker,

    genau diese kleinen Dinge sind es, die die Arbeit so abwechslungsreich machen. Die Händearbeit mit dem Ergebnis einer täglichen Verwendung, da kann man ja nur zufrieden aus der Werkstatt kommen.

    Weiterhin viel Glück bei Deinen Argumentationshilfen,

    herzliche Grüße

    Uwe

  2. Stephan Dausien schreibt:

    Eine schöne Idee ein paar Reste zu verwerten
    Und da ich am Samstag auf der Messe in Nürnberg bin, brauche ich sicherlich jede rt Argumentationshilfe 😉

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