Wahrnehmung

Vier Tage sind bereits vorbei. Die Zeit vergeht hier wie im Flug. Abends melde ich mich telefonisch bei der Familie. „Was hast du denn heute gelernt und wie geht es mit dem Schränkchen voran?“ Eine blöde Frage, aber ich würde sie vermutlich auch stellen, wenn ich meine Familie wäre. „Blöd“ empfinde ich die Frage deshalb, weil ich nicht genau beschreiben kann, was ich eigentlich gelernt habe. Ich möchte jetzt nicht die kleinen Tricks aufzählen, wie Einspannhilfe für runde Türen, Plastikfolie über die Leim-Fuge oder das sichere und genaue Schlitzen von Stirnholz mit der Kreissäge…. und das exakte Fräsen einer Nut in ein Rahmenteil mit einer absolut primitiv gebauten Tischfräse nicht zu vergessen.

Es ist etwas anderes… für mich viel wertvoller als ein Trick, den man vermutlich auch mal in der fine woodworking nachlesen kann… es ist die sensible und intensive Wahrnehmung des Materials Holz in einer anderen Dimension, als ich sie kannte. Und ich behaupte, bisher war ich auch nicht schlecht darin.

Lediglich etwas mehr Wahrnehmung … wow!!!

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Intensive Auszeit

Es ist schon der zweite Tag hier. Ein wunderbarer Ort, den ich mir für meine kleine (jährliche) Auszeit gewählt habe. Sechs Tage bei und mit Charles in der Werkstatt ist eine sehr intensive Zeit, die wir (Helmut und ich) uns gönnen.

Ich habe vor, einen kleinen Hängeschrank zu bauen. Höhe ca. 65 cm, Breite  ca. 36 cm, Tiefe ca. 18 cm. Den Montag Vormittag haben wir damit verbracht uns das ungefähre Design zu überlegen und das Holz auszuwählen. Ich habe mich für Birne entschieden auch wenn mir die Wahl nicht leicht gefallen ist. Einen solchen Schatz an außergewöhnlichen luftgetrockneten Hölzern, wie sie Charles in seiner Werkstatt  (und in seinem Keller) lagert, habe ich bisher noch nicht gesehen.

Heute haben wir von 9 Uhr bis 18:20 durchgearbeitet mit einer kleinen, maximal 30 Minütigen Mittagspause. Erst als ich dann abends im Hotel war, habe ich gemerkt, wie müde ich eigentlich bin. Müde aber sehr zufrieden!

20150519_110731Im Hintergrund gut zu sehen, die kleine Holzauswahl, die in der Werkstatt momentan vor sich hin temperiert.

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Ein paar Holzabfälle (gestockt Esche)

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Helmut auf der Suche nach der Lösung.

Weitere Berichte folgen – mit dem Tablet Pc ist das Blogschreiber mühsam.

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Ich nenne diesen Beitrag: „Das Maß aller Dinge sind 33 cm“…

… oder warum 33 cm beim Brunnentrogbau so immens wichtig sind!

Die vergangenen 2 Tage gehörten dem AVB (Alpenverein Bergwelt). Der Brunnentrog vor unserer Jubiläumshütte war nach 13 Jahren zu erneuern. Im Spätherbst hatte unser Verein Glück, da neben der Hütte Bäume gefällt wurden. Mit den Waldarbeitern konnte man reden und dem Erwerb eines geeigneten Stammes stand nichts im Wege. Mit dem Harvester gab es sogar Lieferung bis vor die Haustüre. Da der Winter aber schon vor der Türe stand, wurden an den Enden nur noch 2 massive Eisenringe eingetrieben, die Rinde entfernt und wenige Tage später verschwand der Stamm unter einer dicken Schneeschicht.

Nun im Mai war er wieder aufgetaucht und aufgetaut – somit eigentlich ideale Bedingungen um einen neuen Brunnentrog aus ihm zu machen. Es war nicht der erste Brunnentrog, an dem ich mitgearbeitet habe. Ich wusste, es werden klüpfelreiche Tage. Sicherheitshalber habe ich noch einen 3. Holzklüpfel aus Hainbuche gedrechselt. Da sich bereits nach wenigen Stunden, ein massiver Holzhammer in mehrere Teile aufgelöst hatte, war auch das eine gute Entscheidung.

Ein gesunder Stamm mit so einem Durchmesser stand uns für einen Brunnentrog noch nie zur Verfügung. Bereits am Mittwochabend standen wir mit Anreißmaterial vor unserer Herausforderung und machten uns Gedanken, wie breit und wie tief wir den Brunnen ausarbeiten sollten. „Ideal wäre, wenn ein Kasten Bier darin gelagert werden könnte!“ Ja, ich gebe zu, Männer gehen manchmal sehr pragmatisch bei der Lösungsfindung vor. Der nächste Weg führte uns zu unserem Nachbarn – der Lenggrieser Hütte. Da wir dem Wirt nicht zumuten wollten, dass er uns einen Kasten Bier genau vermisst und wir zudem befürchtet haben, dass wir das genaue Maß wieder vergessen, bis wir auf unserer Hütte sind, haben wir einfach einen Träger (natürlich voll) mitgenommen.  Auch diese Vorgehensweise, lässt den pragmatischen Ansatz nicht vermissen.
Nach dieser Aktion stand die Mindestbreite und Tiefe für unseren Brunntrog fest. Die Breite von 33 cm darf auf keinen Fall unterschritten werden. Wir legten noch 5 cm Sicherheitspolster drauf (der Baum gab es locker her) und  haben bereits am Abend alle Schnitte mit der Motorsäge gemacht und das Innere grob herausgearbeitet. Für den kommenden Tag war Dauerregen angesagt.

Für die Motorsäge hatte ich einen Tiefenanschlag gebaut. Eingestellt auf 20 cm haben wir vorgesägt. Die Holzwürfel ließen sich dann mit dem Kuhfuß leicht heraus hebeln.

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In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte es durchgeregnet. Den angefangenen Brunnen hatten wir in weiser Voraussicht mit einer Plane abgedeckt. Dass daraus mal ein Brunnentrog werden sollte, konnte man in den frühen Morgenstunden schon deutlich erkennen.

Mit der stabilen Abdeckplane, 2 Sonnenschirme und ein paar Schnüren haben wir uns als erstes ein „Zeltdach“ über den Arbeitsplatz errichtet. So konnten wir trotz Regen arbeiten. Klüpfeln war angesagt. Ca. 3 cm haben wir per Hand herausgearbeitet.

Die Turboplane von Arbotech, war mir beim Begradigen der Flächen eine sehr große Hilfe. Die Scheibe wird einfach auf einen Winkelschleifer aufgespannt. Das Ding hat einen Holzabtrag, das ist unglaublich und hinterlässt auch noch eine schöne Oberfläche.

Zum Ende hin, musste dann auch noch ein Abflussrohr eingebaut werden. Das Loch habe ich mit einem 50 mm Forstner Bohrer (mit Verlängerung) gebohrt. Dann konnte das Abflussrohr eingepasst und verschraubt werden.

Am späten Abend hieß es dann …“Wasser marsch!“
Schön ist er geworden, der AVB-Bierkühler!

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„Ich habe keinen Sprung in der Schüssel!“

Es gibt mir aber zu denken, dass meine Familie seltsam lächelt, wenn ich das behaupte.

Hergestellt aus Kirsche. Dir Schale wurde aus Nassholz vorgedrechselt. Zum Trocknen befand sie sich 2 Wochen in einem Karton mit Spänen gefüllt. Durch den Trocknungsprozess hat sie sich wie erwartet verformt. Die weitere Bearbeitung erfolgte mit einem Bildhauereisen und Löffelmesser.

 

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Das Lied von der Kluppe

Es geht doch nichts über eine richtig gute Schulbildung! Beim Bau … nein eigentlich bei der Weiterentwicklung meiner Sägekluppe, habe ich mich an meine Zeit als Primaner erinnert. Da gibt es doch einen Klassiker, den wir als Schüler quasi inhaliert haben. Ein wunderbares Gedicht von Friedrich von Schiller: Das Lied von der Kluppe (1799)
Würde man mich nachts aus dem Tiefschlaf holen und sagen… eh, wie geht das Gedicht von dem ollen Friedrich, dann begänne ich fehlerfrei zu rezitieren…

Fest gezogen in der Zange
Klemmt die Form, aus Holz gebaut.
Heute muß die Kluppe werden.
Frisch Gesellen, seid zur Hand.
Von der Stirne heiß
Rinnen muß der Schweiß,
Soll das Werk den Meister loben,
Doch der Segen kommt von oben.

Zum Werke, das wir ernst bereiten,
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
Wenn gute Reden sie begleiten,
Dann fließt die Arbeit munter fort.
So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten,
Was durch die schwache Kraft entspringt,
Den schlechten Mann muß man verachten,
Der nie bedacht, was er vollbringt.
Das ist’s ja, was den Menschen zieret,
Und dazu ward ihm der Verstand,
Daß er im innern Herzen spüret,
Was er erschafft mit seiner Hand.

Nehmet Holz vom Hainbuchenstamme,
Doch recht trocken laßt es sein,
………. usw.

Tja… der Friedrich von damals, wusste wie man Kluppen baut!

Aber jetzt verlassen wir mal das Themenfeld „Lyrik des 18. Jahrhunderts“ und kommen zu einem anderen Friedrich, der auch weiß, wie man Kluppen baut.
Dem Friedrich nämlich, der mir gesagt hat, dass ich eine schöne Kluppe gebaut hätte, er aber nicht verstehen könnte, warum ich so überdimensionierte Spannbacken zusammengezimmert habe. Die Backen wären viel zu breit und der Winkel viel zu flach abfallend. Da würde man doch mit dem Heft der Feile dagegen stoßen!

20150309 038Es war ein vollkommener Quatsch, was Friedrich da behauptet hat! Keines Wegs stößt man mit dem Heft der Feile an der Spannbacke an. Das hatte ich getestet.
Man stößt nämlich mit dem Veritas Sägefeilenhalter an der Backe an (das hatte ich nicht getestet!) und das schon recht früh – da bleibt dann nicht mehr viel Feile übrig, die noch schärfen könnte.
Nun soll es ja Leute geben, die frei Schnauze… also ohne jegliche Orientierungshilfe, eine Säge schärfen können. Aber zu dieser Gattung homo adulescentulus, was das Schärfen anbelangt, gehöre ich (noch) nicht. Somit, habe ich mir Friedrichs mahnende Worte zu Herzen genommen und zwei neue Sägekluppen gebaut. Eine für mich und die andere für einen mir bekannten homo adulescentulus.

An der „optimierten Kluppe“, habe ich mehrere Dinge geändert:

  • Die Spannbacken wurden schmäler und der Winkel steiler (45°) gemacht.
    Führungshilfen (moderne Holzwerker nennen sie auch gerne Jigs) sollen genügend Platz haben.
  • Der hintere Teil der Kluppe besteht nun aus Hainbuche 55mm stark und 105mm breit. Fest eingespannt in der Vorderzange, soll dieser massive Riegel möglichst viel von der Vibration, die beim Feilen entsteht, aufnehmen und dadurch den unangenehmen „Sound“ dämmen.
  • Diese Kluppe wurde generell höher und in der Höhe verstellbar gebaut. Wenn man die kleinen Zähne der Säge näher zu den Augen bringt, muss man die Augen nicht näher zu den Zähnen bringen. Der feine Unterschied: Die erste Variante vermeidet Kreuzschmerzen.
  • Der innere Teil der Spannbacke ist nun aus Nussbaum. Das dunkle Holz reflektiert das Licht weniger. Dadurch sieht man in der Tat die Zähne der eingespannten Säge besser.
  • Eine Aufnahme für eine Winkelführungshilfe (ich möchte sie beinahe Feilwinkeljig taufen) fand Berücksichtigung
  • Die Kluppe kann nun auch nur mit Schraubzwingen auf einer Werkbank ohne Vorderzange fixiert werden
  • Eine Ablage- bzw. Aufnahme für das übliche Schärfwerkzeug wurde umgesetzt
(Alle nachfolgenden Bilder sind einzeln kommentiert)

Aus einer Hainbuchenbohle (Weissbuche) 60mm stark wurden die Spannbacken und der hintere „Kluppenträger“ gemacht. Die Spannbacke habe ich noch mit einer Leiste aus Nussbaum verleimt. Sehr hilfreich dabei ist, wenn man die Spannbacken möglichst aus einem langen Stück fertigt und erst den notwendigen Winkel (bei mir 45°) schneidet und danach die Backen auf die gewünschte Länge bringt. Ich schiebe viel lieber ein langes Holzstück an einem geschwenkten Sägeblatt vorbei, als 4 kurze Riegel. Geschwenkte Sägeblätter haben den Teufel gesehen! Damit der verleimte Riegel beim Sägen nicht kippen kann, wurde ein darunter passender Holzanschlag an den Seitenanschlag gespannt. Hat sehr gut funktioniert!
Für den vorderen Teil der Kluppe verwende ich Eiche 35mm stark. Wo die Spannbacken aufgeleimt werden, wird ein Falz ausgesägt.

An den Spannbacken wird eine breite Nut ausgenommen. Die Schrägen links und rechts erst am Schluss, nach dem Hobeln schneiden, dann lassen sich die Backen leichter auf der Werkbank spannen. Nun können die Backen mit den senkrechten Riegeln verleimt werden. Zusätzlich habe ich von innen mit Holzdübel die Verbindung gesichert. Löcher nicht durchbohren, dann ist diese Holzverbindung später nicht sichtbar.

Den Höhenanschlag fixiere ich mit 12mm Schlossschrauben. Da ich die Kluppe auf 2 unterschiedlichen Werkbänken im Einsatz haben werde, bohre ich auch gleich die notwendigen Löcher dafür. Zwischen das vordere und das hintere Teil der Kluppe wird im unteren Bereich ein Abstandsholz montiert. Sind alle Teile richtig ausgerichtet, können die Löcher für die Spannschraube und die untere Sicherungsschraube gebohrt werden.

Da ich beim erneuten Kluppenbau eine 2. Schlappe unbedigt vermeiden wollte, war ich im Vorfeld auf virtueller Kluppentour im WWW. Bei Old Ladies habe ich einen Beitrag gefunden, in dem Pedder beschreibt, dass er sich seinen gewünschten Feilwinkel auf seine Gramercy Kluppe geklebt hat. Eine Idee aus der man ja noch was Solides machen kann, dachte ich mir. Einen Winkel, den man ja ab und zu ändern muss zu Kleben, ist eher eine Lösung für Sägebauer und weniger ein Lösungsansatz für den ambitionierten Holzwerker! 😉

Die hintere senkrechte Strebe der Kluppe wurde oben nicht wie die Spannbacke abgeschrägt. Somit entsteht eine schöne Auflagefläche, die 105 mm breit und 40 mm tief ist. Nach oben ist genügend Platz und eine 5 mm starke Feilschablone stört in keiner Weise. Die Leisten säge ich aus Hainbuche. Der Schlitz in der Mitte der Leiste und die Schraube in der Auflagefläche verhindern, dass die Leiste seitlich verrutscht. Eine Verriegelung auf der Rückseite verhindert, dass die Feilschablone nach hinten abhaut. Diese Vorrichtung zusammen mit dem „Feilschablonenspender“, seitlich an der Kluppe, haben die Patentreife erreicht.

Das war der Bericht über die Herstellung meiner optimierten Feilkluppe. Eine Kluppe ist inzwischen auf dem Weg zum „Kluppen-TÜV“. Der hat seinen Sitz in Kiel. Wenn das  Prüfungsergebnis positiv ausfällt, überlege ich mir, ob ich nicht am nächsten Kluppenbaucontest teilnehmen könnte.

Zu guter Letzt….. hab ich dann auch meine Feile das erste Mal in die Hand genommen, die Baumarktsäge eingespannt und einen ersten ernsthaften Schärfversuch gestartet. Das Ergebnis war, dass die Säge tadellos startet, ohne Druck ins Holz läuft und der Schnitt gerade ist. Nur die Sägekannte gefällt mir nicht, das liegt aber vermutlich daran, dass ich noch keine Ahnung habe, wie ich mit der Schränkzange zu Hantieren habe.

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Ins Stocken geraten

Ein Nachtkästchen wurde bestellt. Der Bestellvorgang liegt schon ein wenig zurück aber bisher kommen immer ganz unvorhergesehene Dinge dazwischen.
Die Verführungen, auf dem Weg von meiner Werkstatttüre bis zur Hobelbank, die es auf meine Aufmerksamkeit abgesehen haben, sind einfach viel zu viele und zu groß!

  • Bilder von Hobeln, die ich noch bauen möchte…
  • eine Sägekluppe, die überarbeitet werden muss…
  • Einzelteile für eine Säge, die auf den Baubeginn warten…
  • ein paar Schachteln mit vorgedrechselten Schalen, die in feuchten Spänen vor sich hin trocknen….
  • frische Kirsche, die zum Schnitzen oder noch zum Nassholzdrechseln geeignet ist….
  • eine gestockte Eberesche aus der man bestimmt eine schöne Dose machen könnte…
  • und auch Abfallholz – dachte ich wieder mal!!!

Das Abfallholz – ein weiteres Stück Nussbaum, mit morschen Kern – wartete darauf, dass ich es mit der Kettensäge in ofengerechte Stücke zerteile. Das habe ich dann auch zuerst gemacht – ich brauch ja schließlich Platz, damit ich das Nachtkäschen beginnen kann! Pech war nur, dass an der Schnittkannte deutlich Stockflecken zu sehen waren. Die musste ich mit Hilfe der Drechselbank näher untersuchen.

Und so wurden dann ein paar sehr begehrte Mitbringsel / Geschenke daraus. Der Brennholzstapel und die Bestellerin des Nachtkästchens, hatten mal wieder das Nachsehen. Hoffe jetzt nur, dass der kommende Winter nicht zu kalt wird und der Karton als „Weckerständer“ noch ein wenig durchhält!

 

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Kurzer Hobel 47° (im Krenov Stil) mit Handgriff

„Ein regulärer Golfball hat 336 Vertiefungen“
Ich finde diese Tatsache erstaunlich und denke schon sehr lange über diesen ungewöhnlichen und äußerst komplexen Sachverhalt nach.  Er bereitet mir beinahe schlaflose Nächte. Hat er nämlich keine 336 Vertiefungen ist es womöglich kein Golfball. Man stelle sich vor: Dir gelingt ein Hole in One und anschließend zählt einer die Vertiefungen der weißen Kugel nach. „Was nur 334 Vertiefungen?“
Der Schlag zählt nicht 😦
Ein regulärer Krenov Hobel hat keinen Handgriff. Irgendwie war ich unkonzentriert und habe nun einen Krenov Hobel mit Handgriff gebaut. Darf ich den nun für den Möbelbau verwenden? Also ich meine zum glatt machen der Holzoberfläche und so.
Auf diese schei.. Idee hat mich Tom Fidgen mit seinen Buch „The Unplugged Woodshop“ gebracht. Tom hat in dem Buch unter anderem den Bau von 2 Hobeln beschrieben. Einen Putzhobel 50° und eine kurze Raubank 45° im Razee Stil. Beide Hobel gefallen mir optisch sehr gut! Aber ob man damit auch Hobeln kann oder darf?

Starten will ich mit dem kleinen Putzhobel, der einen runden Holzgriff hat. Ich halte ihn für einen echten Hingucker. Wie er hobelt, kann ich erst sagen wenn er fertig ist.
Daten: Länge der Hobelsohle 22 cm, Eisenbreite 40 mm

Vor ein paar Tagen habe ich eine 80 mm Schwarznussbohle besorgt. Sie war notwendig, da ich den Hobelkasten aus einem Stück fertigen will. Eisenbreite 40 mm + Flanken links und rechts je 10 mm – das mach zusammen einen Block von 60 mm (bereits gehobelt).

Das Hobeleisen möchte ich in einen Winkel von 47° stellen. Putzhobel mit 45° und 50° habe ich schon zu genüge. Die Schraube, die den Spanbrechen am Eisen hält, ist 16 mm breit. Ich fräse eine 17 mm breite Nut mittig in das Bett für das Hobeleisen.

Vor dem Verleimen des Hobelkastens muss auf einer Seite das Loch für das Keilwiderlager gebohrt werden. Als Widerlager verwende ich für diesen Hobel eine 6 mm Messing Stange. Die genaue Position des Eisens mit Spanbrecher wird eingezeichnet. Das Loch für das Widerlager setze ich 11 mm vor den Spanbrecher und 32 mm von der Unterkante der Hobelsohle entfernt.
Danach wird der komplette Hobelkasten mit Klebeband provisorisch fixiert und die 4 mm Löcher für die Holzdübel werden gebohrt. Die Bohrungen so an die Enden setzen, dass beim endgültigen Zuschnitt des Hobels, die Dübel mit abgeschnitten werden. Jetzt kann auch schon der Hobelkasten verleimt werden. Da ich diesmal die Messingstange für das Widerlager verwende, muss sie noch nicht vor dem Verleimen eingesetzt werden.

Für die Hobelsohle verwende ich 3 mm Pockholz. Der Hobelkasten sollte genau im rechten Winkel sein. Auch hier werden wieder 4 Löcher für die 4 mm Dübel in die Enden gebohrt. Damit hat man immer einen perfekten Sitz der Hobelsohle beim Verleimen. Durch den Hobelkasten wird innen das Hobelmaul auf der Sohle angezeichnet. Das Hobeleisen liegt in einem 47° Winkel im Hobelbett. Somit muss auch die Hobelsohle mit einem 47° Winkel durchgestochen werden. Mit einem 3 mm Bohrer setze ich eine Lochreihe mittig in das Hobelmaul. Eine Winkelschablone ist mit einem Stück Sandpapier am Boden schnell belegt (das sichert gegen Verrutschen). Langsam wird mit dem schmalen Stechbeitel von der Mitte weggearbeitet. Die letzten Stiche macht man dann durch den Hobelkasten. Mit Aceton reinige ich die Hobelsohle bevor ich sie mit Holzleim mit dem Hobelkörper fest verklebe.

Nachdem man mit der Feile das Hobelmaul gesäubert hat, bekommt der Hobelkasten seine Form. Die Seiten werden gehobelt, die richtige Länge festgelegt und mit der Schweifsäge die hintere Form ausgeschnitten. Mit dem Forstner habe ich dann die Nut für den Griffboden vorgebohrt und danach mit den schmalsten Stechbeitel die Schräge gestochen. Auch hier verwende ich wieder die „Winkelschablonen“. Die Dinger sind einfach praktisch. Inzwischen habe ich schon mehrere in meinem Fundus und es ist schön sie bei der Hand zu haben, wenn man sie benötigt.

20150406 042Na und dann gab es noch eine Überraschung. War ich doch der Meinung, ich fange mal mit dem Schwierigsten an – das war für mich der Griff, da ich noch nie einen vorher gemacht hatte. Nun stellte ich fest, dass die Form des Griffes nicht zur Lage des Hobeleisens passt.

Die Linie zu dem kleinen Höcker sollte parallel mit dem Hobeleisen verlaufen. Tut es aber nicht. Mir blieb nichts anderes Übrig, als mich von diesem Designelement zu verabschieden. 20150412 016Der Griff wurde deshalb von mir so umgearbeitet, dass die Rundung von oben kommend nun durchgehend ist. Somit kann man mit dem Hammer von oben das Eisen einstellen. Schade – ging aber nicht mehr anders.

Die Restarbeiten: Von einer Messingstange (6 mm) habe ich die notwendige Länge für ein Keilwiderlager abgesägt. Ebenso ein Stück aus einer 19 mm Messingstange für den Schlagknopf. Durch das schon vorgebohrte Loch für das Keilwiderlager wurde das 2. Loch gebohrt. Auch ein 19 mm Loch für den Schlagknopf wurde 25 tief in den vorderen Bereich des Hobelkörpers gebohrt. Den Schlagknopf habe ich mit 2 Komponentenkleber eingeklebt. Der Hobelkörper wurde leicht rund geschliffen und der Keil für das Hobelmesser angefertigt. Auf 150er Schleifpapier auf geradem Untergrund wurde die Sohle abgerichtet, bis das Hobelmesser durch die Sohle konnte. Die Öffnung des Hobelmaules habe ich so gering wie notwendig gehalten.

Und nun die spannende Frage: Hobelt das Ding, wie es soll?

Ja das tut es!!! Ein dünner Span, von einem Brett aus Erle abgenommen, der eine wahre Freude ist. Der Hobel ist wunderbar zu führen mit dem Griff und er sieht toll aus.
Die Arbeit hat sich gelohnt! Freude!!!

Und weil er so schön ist, noch ein paar Bilder…

Die Herstellung des Griffs ist hier beschrieben.

 

 

 

 

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Anstatt ein Lagebericht zum Hobel… nun das

Wollte euch eigentlich einen kurzen Zwischenbericht geben, wie es mir mit dem exotischen Krenov Hobel geht. Anstatt zu schreiben, amüsiere ich mich seit einer halben Stunde über die junge Amsel, die genau vor meinem Fenster sitzt und mir schon den ganzen Balkon vollgeschissen hat.

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Ja und weil das an einem Sonntag bei wunderbaren Frühlings-Temperaturen nicht reicht, gabs heute noch eine Überraschung im Garten. Der Teich, den ich im vergangenen Jahr angelegt habe, wird von der Natur in Beschlag genommen. Die Molche sind wieder da und heute haben Kröten abgelaicht. Die Kerlchen bringen sich auch noch richtig in Pose, wenn ich mit dem Fotoapparat komme.
Wenn ich das sehe, denk ich mir… da hat sich doch die Schinderei im vergangenen Jahr gelohnt!

Neues vom Hobel gibt es dann halt morgen oder so.
Schönen Abend!

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Die Zeit im Griff haben

20150406 044Zwei Wochen Werkstattverbot….waren für mich die Höchststrafe. Zukünftig werde ich mit meinem Berner Eisen besser aufpassen. Der Doktor im Krankenhaus, war auch handwerklich begabt. Der konnte richtig gut Nähen und als Fachmann hat er sich mir gegenüber  qualifiziert, als er festgestellt hat, dass meine Schnitzeisen richtig! scharf sind. So einen schönen Schnitt sieht man selten, hat er gemeint.
Nun gut…. morgen kommen die Fäden raus, dann ist auch diese Erfahrung abgehakt.

An diesem Wochenende hab ich es aber nicht mehr ausgehalten. Trotz eingebundenem Daumen, musste ich für ein paar Stunden in den Keller. Ich dachte mir, mit Handicap braucht man für jede Tätigkeit doppelt so lange, dann komm ich im Keller richtig auf meine Kosten.

20150406 005Aus einer 80 mm Nussbaumbohle (meine Leser wissen, was das bedeutet) war schnell ein provisorischer Tisch gebaut und einem gemütlichen Werkstattnachmittag stand nichts mehr in Wege. Bei Kaffee und Kuchen wurde die Idee geboren, meine heutige Zeit in einen Griff zu investieren.

(Bilder sind kommentiert)

Zunächst habe ich mir wieder mal eine Schablone gebaut. Schablonen haben 2 große Vorteile:
1. Die Form ist reproduzierbar und
2. wenn das Endprodukt nicht passt, kann man mit Hilfe der Schablone nach dem Fehler suchen, da man ja die ursprüngliche Ausgangsform noch hat.

Und danach hat der Griff die Zeit mit Raspeln, Feilen und Schleifen fest im Griff. Da sind schon schnell mal 2 Stunden vergangen. Ob es an meinem Daumen lag?

Und fertig sieht er dann so aus. Dafür, dass es mein erster selbstgemachter Griff ist, kann er sich sehen lassen!

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Grünholz-Experimente

20150323 040_CSollte ich die Phase beschreiben müssen, in der ich mich aktuell als Holzwerker befinde, dann würde ich rastlos als zutreffend bezeichnen.
Verspüre ich doch einen unheimlichen Drang ständig neue Techniken zu erproben. Und das spannende dabei ist, dass während der Umsetzung schon wieder neue Ideen kommen, wie oder was man noch anders machen könnte. Holz lässt mir einen kreativen Spielraum, an dessen Grenzen zu stoßen, ich mir immer weniger vorstellen kann, je länger ich mit dem Material arbeite. Unterschiedlichste Gestaltungs- und Bearbeitungs-Techniken lassen sich beliebig kombinieren und machen das Arbeiten abwechslungsreich.

Sich mit Grünholz in der Werkstatt auseinanderzusetzen, kommt spätestens mit dem Einstieg in das Drechseln. Grünholz lässt sich aber auch wunderbar schnitzen. Kann man sich weder für das eine noch das andere entscheiden…. macht man einfach beides in einem Projekt.

Die Drechsel-Schnitz-Grünholzschale

20150403 025_bZubereitung:
Man nehme einen frischen Prunus avium – jedenfalls ein ordentliches Stück davon – und spanne ihn in die Drechselbank. Je nach Geschmack, wird zunächst die spätere Außenseite abgerundet – danach erfolgt die Rundung der Innenseite.

Ist die Vogelkirsche gar beziehungsweise dünn genug, erfolgt die weitere Bearbeitung mit den Schnitzmessern. Das gerade Messer für die Außenseite und das Gebogene für die Innenseite. Auf den Bildern sieht das mühsamer aus, als es in wirklichkeit ist. So lange das Holz nass ist, (also Grünholz ist) geht es richtig gut zum schnitzen.

Eine geschnitzte Holz-Oberfläche sieht anders aus und fühlt sich auch anders an, als eine geschliffene Oberfläche.

20150323 042Nachdem die Oberfläche fertig war, musste man die Schale langsam trocknen lassen. Dazu habe ich sie zwei Wochen in einem Karton mit Drechselspänen im kühlen Keller stehen lassen. (Danke Frederik für den Tipp!) Gestern habe ich sie dann aus den Spänen geholt und über Nacht noch auf meiner Werkbank liegen lassen. Sie hat keine Risse bekommen – ich hoffe das bleibt auch so!
Die Endbearbeitung mit Olivenöl (das Finish) erfolgte dann in der Küche.  Somit ist sie auch lebensmitteltauglich.

Noch ein paar Bilder vom fertigen Objekt:

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Geschichten die faszinieren

Das WWW liefert doch manchmal richtig schöne Geschichten…

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Fauliges Holz mit Charakter

Lange habe ich gezögert und überlegt, ob ich mich mit einem fauligen Stück Holz abgeben soll. Zugegeben, wenn es nicht Nussbaum gewesen wäre, ich hätte vermutlich nicht mal das Nachdenken darüber angefangen. Warum eigentlich nicht?

20150323 049swIst Holz faulig, hat Risse, sind Maden tätig gewesen oder ist ein Ast rausgebrochen, dann trägt es den C-Stempel. Es ist nicht mehr makellos und wandert meist in die Brennholzkiste.

20150323 048swWir, die Betrachter, neigen schon sehr zum schwarz-weiß Denken. Noch schlimmer, die Holzwerker, egal ob Schreiner oder Hobbyisten, die der Ansicht sind, ihre Arbeit wird mit den „Fehlern“ im Holz gleichgesetzt.
Man vergisst dabei… Holz ist ein Naturprodukt. Risse und schadhafte Stellen gehören zu diesem Material, wie das Salz in das Meer.

20150323 047swMakelloses Holz zu verarbeiten ist natürlich einfacher… es strengt weniger das Hirn an! Man muss sich keine Gedanken machen, wie man aus einem fauligen Stück Holz noch was machen kann.

20150323 053swAber besteht nicht darin der Reiz der Sache? Aus etwas Minderwertigen, was Hochwertiges oder Besonderes zu machen? Die „Fehler“ in Szene zu setzen? Dem betrachtenden Auge was zum Spielen, zum Erforschen anzubieten? Zum Anfassen verführen?

Ich glaube mit makellosen Holz ist das sogar etwas schwieriger! Das Auge und der Verstand ist daran gewöhnt. Der Betrachter erwartes das Fehlerfreie und nimmt es als Selbstverständlichkeit hin. Seine Blicke wandern schnell über das Objekt…. nichts Besonderes… kein Grund zum Anhalten… ab zum nächsten Gegenstand.

Aus Nussbaum 3. Wahl

Der Kern, auf den Bildern deutlich sichtbar, war total faulig. Ich habe den Drechsel-Rohling so geschnitten, dass die Schalenoberkante mit dem schadhaften Holz endet. Das restliche Holz war unversehrt mit einer tollen Zeichnung. Nach dem Aushöhlen der Schale wurde der Kern mit Messer, Raspel und Feile entfernt.

Entstanden ist eine Nussbaum-Schale „3. Wahl“.
Nicht mit einem Loch, sondern sogar mit 2 Löchern und einer riesigen Delle am Boden.
Aber eines hat die Schüssel…. einen eigenen, Charakter! Nicht die gedrechselte Form steht im Mittelpunkt, sondern klar das Holz mit seiner Natürlichkeit und seinen Fehlern.

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Schweifsäge (Teil 2)

20150321 007Es war nicht mehr viel zu tun. Gestern Abend habe ich noch die Sägeangeln in die Griffe geklebt. 12 Stunden benötigt der 2 Komponentenkleber bis er vollständig aushärtet ist. Heute musste ich dann nur noch das Spannbrettchen anfertigen und die Einzelteile ölen.
Den Probeschnitt hat sie auch schon gemeistert.

Es war ein kleines Projekt, das richtig Spaß gemacht hat. Ein Augenschmaus sind die gedrechselten Hefte aus der Eberesche geworden. Der Baum stand mal auf 1300 Meter auf dem Seekar.

Zum Spannen der Säge, verwende ich geflochtene Hanfschnur 2 mm stark.

Hier noch ein paar Bilder

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Schweifsäge (Teil 1)

Ich kann mich an kein Projekt erinnern, in dem ich nicht einen Winkel gebraucht hätte.
Baut man eine Schweifsäge, benötigt man diesen Werkzeugklassiker nicht. Man beschäftigt sich ein paar Tage mit schönen Proportionen und wohl geformten Rundungen, welche die Sinne anregen.  Wer jetzt 90 – 60 – 90 vor dem geistigen Auge hat, den muss ich enttäuschen. Die Säge würde viel zu groß und unhandlich werden. Bei dem Topp Modell einer Schweifsäge gibt es andere Idealmaße. Sollen die Sägeblätter von Gramercy Tools verwendet werden, beschäftigt man sich eher mit den Maßen 30,5 – 34,3 – 30,5 !
Ich schreib es nur lieber dazu, nicht dass einer von Euch Idealmaß hört und 90 – 60 – 90 für ihn dann sägetechnisch in einem Desaster endet.

Zunächst habe ich mir die Inch-Angaben auf dem Gramercy Plan in cm umgerechnet. Auf einem dünnen Buchenbrett habe ich die Schablone aufgezeichnet und mit der Bandsäge ausgeschnitten. Für die Seitenholme verwende ich Esche. Da der gehobelte Eschen-Riegel 45 mm stark ist, genügt es die Kontur nur auf einen Riegel zu übertragen. Ich habe dann den Holm ausgeschnitten und mit Feilen die Form nachgearbeitet. Erst danach habe ich die Holme mit der Bandsäge auf die Stärke von 20 mm geschnitten. Somit hat man ohne Mühe zwei spiegelgleiche Teile.

Jetzt darf man sich mit dem Feilen vergnügen. Die Griffmulden habe ich mir bei Uwe, der schon mehrere Schweifsägen gebaut hat, abgeschaut. Die Säge liegt wirklich besser in der Hand!

Für den Mittelsteg habe ich Nussbaum verwendet. In der Restekiste war noch ein Randstück mit schöner Naturkante – ich konnte nicht widerstehen, solche Naturgeschenke müssen eingebaut werden. Die oberen Enden der Seitenholme, waren mir auch zu schnörkelig. Auch hier wurde nachgearbeitet.
Ja und dann sind auch schon die wesentlichen Bestandteile der Schweifsäge fertig.

Jetzt geht es schon an die Herstellung, der Handgriffe. In meinem Schuppen habe ich seit 2 Jahren ein paar Trümmer Eberesche liegen. Die ist mir 1000 Höhenmeter vom Berg runter nachgelaufen. Mal schauen, ob man aus diesem Holz nicht noch einen Eyecatcher zaubern kann.

Eberesche bekommt erst nach vielen, vielen Jahren diesen dunklen Kern. Das Holz lässt sich wunderbar drechseln. Ich finde die Griffe richtig klasse.

Ich denke, nächstes Wochenende wird die Schweifsäge fertig und der erste Probeschnitt wird fällig.

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Werkzeugbau für den Werkzeugbau

Ein bestimmter Hobel hat es mir angetan… ich habe ihn neulich mal in einem Buch gesehen. Optisch ein Meisterwerk und aus einem Stück Nussbaum gefertigt. In dem Moment, als ich das Bild zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich… den Nachbau von diesem Hobel, möchte ich versuchen.
Mit dem Hobelbau habe ich mich schon häufiger und durchaus erfolgreich auseinandergesetzt.
Also was hindert mich noch? Warum ist der Hobel noch nicht fertig?

Es sind drei Dinge…

  1. Der Hobel ist aus einem Stück Holz gefertigt. Die Maserung zieht sich wunderbar über den Hobelkasten bis in den Griff hinein. Auf diese Besonderheit möchte ich nicht verzichten wollen. Wenn ich den Hobel mit einem 40 mm Eisen bestücken will, benötige ich einen gehobelten Kantel mit einer Stärke von 60 mm – ungehobelt landet man dann bei ca. 70 mm. Mein Händler hat Nussbaum in der Stärke von 52mm, 60mm und 80mm. Somit werde ich mir wohl oder übel eine 80 mm Bohle bei ihm aussuchen müssen bzw. dürfen.
    Ich könnte aber auch bis Mai warten und schauen, ob ich dem Charles einen schönen Kantel in seiner Werkstatt abschwatzen kann. Wie ich ihn kenne, hat er auch so ein „Sondermaß“ in seinem Holzvorrat. Nun gut, es scheint dieses Materialproblem ist relativ einfach lösbar.
  2. Bisher habe ich klassische Krenov Hobel gebaut. Dieser Hobel hat aber einen Griff und zwar einen runden, geschlossenen Griff, wie wir ihn auch von einigen Sägetypen her kennen. Den Griff muss ich somit mit einer Schweifsäge aussägen. Eine Schweifsäge habe ich nicht! Was bleibt mir übrig? Ich muss erst eine Schweifsäge bauen – auch dieses Opfer würde ich in Kauf nehmen.
    Natürlich…. andere sägen den Griff mit einer Stichsäge aus! …. aber ich bin nicht andere. Ich vertrete die Ansicht, die Werkzeuge, die man verwendet um ein Werkzeug zu bauen, sollten zueinander passen. Es handelt sich hier eher um eine philosophische Betrachtung,… keine Rationelle – das gebe ich offen zu. Ich muss aber auch nicht von diesem Handwerk, meinem Hobby, leben und kann mir deshalb den Luxus, diese Einstellung zu haben, gönnen.
  3. Schweifsäge bauen, hört sich ja nicht so tragisch an. Sägeangeln aus Messing habe ich mir vor einiger Zeit besorgt und die notwenigen Schablonen sind mal in einer langweiligen Werkstattstunde (Überbrückung der Leim-Trocknungs-Zeit) nebenbei entstanden.
    Für die Griffmodellierung der Schweifsäge und des Hobels möchte ich Holzraspeln verwenden. Liogier hat hier ein tolles, handgefertigtes Sortiment.
    In der 2. Januar-Woche hab ich direkt in Frankreich 2 Spezialraspeln bestellt.
    Und…. schon am 9. März (des gleichen Jahres) wurden sie geliefert.
    Tja…. hochwertige Handarbeit ist offensichtlich gefragt.
    Weltweit gibt es da ein paar Ausnahmebetriebe, die können sich solche Lieferzeiten erlauben und man bestellt trotzdem noch bei ihnen.
    Bad Axe gibt eine Wartezeit von 7 Wochen an – das doppelte sollte man nach meiner persönlichen Erfahrung einplanen!
    Bei Blackburn hat man für eine Säge, die man heute bestellt, aktuell eine Wartezeit von 24 Monaten (steht offiziell auf der Homepage)!
    Meine Tochter musste 10 Monate auf das bei mir bestellte TV-Lowboard warten!

Die logische Schlußfolgerung daraus:

Mit der Auftragslage von Blackburn, kann ich noch nicht mithalten, aber Liogier und Bad Axe habe ich bereits um Monate abgehängt.
Tja…. hochwertige Handarbeit ist offensichtlich gefragt. (ups… das sagte ich ja schon!)

20150309 021

Somit wird sich das mit dem Hobelbau noch ein wenig hinziehen.
Ich muss erst alle Voraussetzungen dafür schaffen, dieses besondere Hobel-Projekt angehen zu können. Als erstes folgt nun der Versuch, eine Schweifsäge zu bauen.
Dabei handelt es sich quasi um den Werkzeugbau für den Werkzeugbau.

Ich wünsche Euch ein kreativ erfolgreiches Werkstattwochenende!

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Sägekluppe

Vor ungefähr 5 Jahren habe ich mir meine Japansägen gekauft. Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich nach den ersten Probeschnitten meinen alten Fuchsschwanz in den Müll geschmissen habe. Er hat nie richtig gut gesägt. Ich hatte ihn vor x Jahren mal in einem Baumarkt erworben. Naiv war ich zum damaligen Zeitpunkt der Meinung, Handsägen seien alle so stumpf.

Vor ein paar Wochen habe ich mich über diese Entsorgung das erste Mal geärgert – ich hatte die Schärfanleitung von Friedrich gelesen und daraufhin beschlossen, das Sägeschärfen erlernen zu wollen. Nach dem ausführlichen Studium von Friedrichs „Enzyklopädie über das Schärfen der gemeinen westlichen Handsäge„, habe ich wirklich Lust darauf!
An dieser Stelle mal ein herzliches Vergelt’s Gott an Friedrich Kollenrott für die Mühe sein Wissen in schriftlicher (und kurzweiliger) Form zur Verfügung zu stellen!

Zum zweiten Mal ärgern musste ich mich gestern an der Kasse im Baumarkt. Der Fuchsschwanz zum Üben hat zwar lediglich € 10,45 gekostet, weist aber bei weitem nicht die Güte, weder in Aussehen noch in Qualität, der entsorgten Säge auf.

Eine Übungssäge oder besser ein Übungsblech besitze ich nun. Die notwendigen Feilen liegen schon in der Schublade. Fehlt nur noch die Sägekluppe!

20150309 032Nachdem die Anschaffung der Übungssäge (ist übrigens nicht die, die hier auf den Bildern zu sehen ist), mein mir zugeteiltes Taschengeld für dieses Monat aufgezehrt hat, wollte ich behutsam bei der Auswahl der Komponenten vorgehen.

Neben 2 Stück Eiche aus der Restekiste (10 cm breit und 35mm stark) und 2 Stück Hainbuche (45 mm x 50 mm), kamen noch ein verstellbarer Kegelgriff aus Stahl, eine Stahlscheibe 5 mm stark, eine Flachkopfschraube M12, eine Flachkopfschraube M6 und eine Mutter M6 (selbstsichernd) zum Einsatz.

Zunächst habe ich die Spannbacken geschnitten. In der Mitte wurde auf der Breite von 10 cm die Überplattung vorbereitet. Was dann von den Eichenstreben weg muss, kann man  direkt mit dem Starrett-Winkel abnehmen und damit die Höhe der Kreissäge einstellen. Die Spannbacken wurden noch abgeschrägt und gehobelt. Danach wurde auch schon verleimt. Nach dem Verleimen habe ich mit Hilfe der Kreissäge die Spannbacken noch 20° abgeschrägt. (keine Fotos gemacht – verbummelt!)
Noch ein wenig Verputzen mit dem Hobel und schon sind die beiden Seiten fertig.

Danach habe ich mir die hintere Spannbacke der Sägekluppe so in die Vorderzange eingespannt, dass sie eine angenehme Arbeits- bzw. Feil-höhe für mich hat. Mit der Wasserwage wurde überprüft, dass sie auch waagrecht steht. Nun wird einfach der untere Abstandsklotz angeschraubt. Er sorgt zusätzlich dafür, dass die Feilkluppe ohne Justieren immer gleich eingespannt wird. Die vordere Spannbacke wird nun 1 cm geringer als die Arbeitshöhe abgeschnitten. So bleibt sie beweglich. Mit einem 35 mm Forstner wird eine kleine Aufnahme für die Unterlegscheibe gebohrt, danach mit dem 12 mm Bohrer gerade durch beide Spannbacken. Ein 2. Loch – 6 mm – ein kleines Stück oberhalb der Werkbankplatte auch durch beide Spannbacken.
Beide Schrauben können nun eingebaut werden. Die obere Schraube (M12) mit dem Kegelgriff ist für das Spannen zuständig. Die untere Schraube 6 mm sorgt lediglich dafür, dass die Spannbacken sich nicht seitwärts bewegen können, wenn sie nicht unter Spannung stehen. Die selbstsichernde Mutter wird deshalb auch nicht fest angezogen! Das war’s dann auch schon – die Sägekluppe ist fertig.

Der Bau der Feilkluppe war ja kein großes Problem – das Schärfen lernen, wird vermutlich schon noch Eines!

Und noch ein Blick durch die Leuchtenlupe auf die richtige Übungssäge…

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Kettensägenaufsatz für die Sägebank

Beim Bau der Sägebank habe ich mich bewusst für die Variante mit den schräg gestellten Beinen auf einer Seite entschieden. Der Grund ist, dass ich auf oder besser mit dieser Sägebank auch komfortabel mein Drechselholz schneiden möchte. Das bedeutet, die Sägebank muss auch „Motorsägen-geeignet“ sein.
Nun habe ich mir heute eine entsprechende Zusatzausstattung gebaut, die dies ermöglicht.
Aufsatzzangen, geschnitten aus Hainbuche, werden in den 28 mm breiten Schlitz gesteckt und halten das Sägegut in Position.

Und… was soll ich euch was sagen: „It works!“

Bevor aber nun die Kommentare kommen… „Wie kann man nur! So eine schöne Sägebank …. und die Kettensäge zerstört doch gleich die Arbeitsfläche, wenn man nicht aufpasst!“

1. Die Sägebank ist eine Sägebank – wenn sie sich keine Gebrauchspuren erarbeiten darf, hätte sie sich einen anderen Beruf suchen sollen!

2. Werde ich beim Arbeiten mit der Kettensäge ein Opferbrett auf die Arbeitsfläche klemmen, damit ein Schmiss hinausgezögert wird.

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Ruhebank oder Sägebank

20150302 051Ich glaube ab heute wird die Produktivität in meiner Werkstatt stark nachlassen.
Hab mir eine Sägebank gebaut und festgestellt, dass sie zum Sitzen und eine Tasse Tee genießen, genau die richtige Höhe hat. Wird der Familie nicht gefallen, dass sie jetzt noch länger auf ihre Bestellungen warten darf.
Da diese Sägebank also nicht nur zum Sägen, sondern auch zum Sitzen und …… (sag ich noch nicht) bestens geeignet ist, ist sie eigentlich eine „Multifunktionsbank“ oder der „Eierlegendewollmilchbock“!

Ich Büchern von Christopher Schwarz oder Tom Fidgen, habe ich Sägebänke in diesem Stil schon häufiger gesehen. Die „Sawyer’s Bench“ von Tom Fidgen ist meines Erachtens etwas besser, da sie auf einer Seite die Beine in einem 100° Winkel ausgestellt hat und deshalb die Bank nicht so leicht zum Kippen neigt. Da ich ab und zu auch Baumabschnitte mit der Motorsäge in meinem Keller schneide (wenn ich Material zum Drechseln vorbereite), war das für mich ein wichtiges Detail.
Gebaut habe ich die Sägebank aus Esche, für die Beinversteifungen habe ich Eiche verwendet.

Der Bau einer Sägebank macht richtig Spaß. Man kann mit Maschinen arbeiten, muss es aber nicht. Viele Holzverbindungen bieten sich an, dass man sie mit Handsäge, Stemmeisen und Holzraspel nach alter Art herstellt. Nach was einem gerade ist.
Um möglichst hohe Stabilität bei der Verbindung der Beine zur Arbeitsfläche zu erreichen, habe ich die Zapfen auf 3 Seiten je einen cm abgesetzt. Das hat schon ohne Leim super gehalten.

Nach dem Verleimen wurden die Beine noch zusätzlich mit 10 mm Holzdübel gesichert. Auf der Kreissäge habe ich die Beine gleichmäßig auf 50 cm abgeschnitten.
Achtung: beim den schräg gestellten Beinen muss man natürlich was unterlegen, dass der Winkel richtig gesägt wird. Die Überprüfung mit der Wasserwage bestätigt diese Theorie.

Für die Verbindung der beiden Arbeitsplatten habe ich ein Eichenbrett 35 mm verwendet, welches im Bereich der Beine um 15 mm abgesetzt wurde.

20150302 042Die Sägebank ist fertig. Auch zum Sitzen und Teetrinken geeignet. Aber….. irgendwie fehlt noch die besondere Verwendung?!
Muss man richtig lange Bretter oder Bohlen schneiden, benötigt man 4 Auflagepunkte um dies komfortabel erledigen zu können. Dafür habe ich mir 2 Arbeitsböcke mit der gleichen Höhe wie meine Hobelbank gebaut. 2 Böcke + Hobelbank = 3 Auflagen. Es fehlt zum richtigen Komfort noch Eine.
Wenn doch nur der Sägebock etwas höher wäre oder ausfahrbar! Nichts ist unmöglich.

Eine Stunde später war auch dieses Problem gelöst. Ein Aufsteckbock für den Sägebock. Geringer Aufwand, geringer Platzverbrauch, bei Bedarf sofort aufgesteckt und absolut stabil. Nun kann ich komfortabel meine 4 Meter-Bohlen ablängen, ohne dass mir ein Stück Baum schmerzhaft auf die Füße fällt.

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Umzug der Schleifecke

Ich glaube eine Werkstatt ist nie ganz fertig. Es gibt immer wieder Dinge, die man optimieren kann. Vor 3 Jahren hatte ich mir eine kleine Schleifecke eingerichtet. Sie war eigentlich ganz ok – nur am falschen Ort in meiner Werkstatt.
Dort, wo sie war, hat sie mir zu viel Platz weggenommen, den ich gerne anderweitig nutzen möchte. Nun hatte ich mich zu einem kleineren Umbau durchgerungen – ja es war Überwindung. Wer räumt schon gerne auf?!

Meine Holzrestesammelecke – jeder der schreinert, weiß was das bedeutet – musste weichen. An diese Stelle soll ein Maschinenschrank als Unterbau und die neue Schleifecke.

Ja… die Ecke hatte schon ein wenig Schrottplatzflair. Wenn man geduldig war, hat man auch meist was Passendes gefunden.

Die Unterschränke habe ich aus Holzresten und Presspanplatten gebaut. In den Schränken sind nun die Maschinen verstaut, die vorher in Systainern unter der Werkbank waren. So konnte ich eine komplette Werkbank wieder leer bekommen.
Für die Arbeitsplatte am Nass-Schleifplatz wurde eine Siebdruckplatte verwendet.

20150228 021Den alten Schleifplatz kann ich jetzt bestens für andere Dinge verwenden.

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Sägegatter – der Kirschbaum ist nun in „Scheiben“ geschnitten

Habe ein holzreiches Wochenende hinter mir. Das merke ich nicht nur dann, wenn ich mir die Bilder ansehe, sondern alleine schon deshalb, weil selbst das Tippen dieses Textes schmerzt. Nach manchen Arbeiten lässt sich jeder Knochen sehr leicht lokalisieren. Sie melden sich quasi auf Zuruf.
Nun am Samstag war ich ein wenig mit Verpacken beschäftigt. Mit Palettenfolie habe ich die Schnittkanten von meinem Drechselholz eingewickelt. So will ich verhindern, dass die Kanten zu schnell austrocknen und deshalb das Holz stark reißt. Ich habe auch schon gelesen, dass manche die Schnittkanten mit Leim oder Wachs versiegeln, aber diese Kleckserei wollte ich erst mal vermeiden. Mal schauen, ob es mit der Folie auch geht. Ich werde wöchentlich einen Blick darauf werfen, falls das Holz faulig werden sollte, oder Pilzbefall droht, kommt sie runter. Dann kann ich immer noch den Leimeimer zücken.

20150223 012Der Montag begann für mich eigentlich mit einem spannenden Museumsbesuch. Um 8:45 war ich wie vereinbart beim Josef auf dem Hof. Die beiden Kirschenstämme lagen schon auf dem Hänger und es ging los in das ca. 3 km entfernte Sägewerk. Ich muss zugeben ich hätte viel erwartet, aber mit so einer Zeitreise in die Vergangenheit habe ich nicht gerechnet. Der Besitzer des Sägewerks, der kurz vor dem Rentenalter steht, konnte mir die Frage, wie alt die Maschine ist, nicht beantworten. Sie sei noch von seinem Vater.
Aber schaut euch einfach die Bilder an.

Ich war fasziniert, von der alten Technik und hätte stundenlang zusehen können. Doch einmal bin ich auch sehr erschrocken. Ihr kennt doch sicherlich den blöden Witz, wie ein Arbeiter vom Sägewerk 5 Bier bestellt – er streck die Hand in die Höhe, an der nur noch 3 Finger sind.
In Zukunft, wenn am Stammtisch einer diesen „Brüller“ bringt, wird mir garantiert der heutige Tag einfallen. Der Sägewerksbesitzer hat einmal kurz seinen rechten Lederhandschuh ausgezogen. Er hatte keinen einzigen Finger mehr! (Das ist jetzt kein Witz)

Ja so gegen 11 Uhr lag dann der Baum in 30mm „feinen Streifen“ geschnitten vor meiner Garage. Von Obstgehölz muss die Rinde runter, sonst kommen die Schädlinge zum Buffet. Ich verbrachte den ganzen Nachmittag damit. Die schweißtreibende Arbeit hat sich aber gelohnt. Die Bretter haben eine gigantische Zeichnung. Es ist zwar noch eine Zeit hin, bis ich das Holz verwenden kann, aber ich freue mich jetzt schon auf das erste Möbelstück daraus.

PS: Ich merk es jetzt erst – das war Beitrag Nr. 100! Passt ja mit dem Thema 😉

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