Die Zeit im Griff haben

20150406 044Zwei Wochen Werkstattverbot….waren für mich die Höchststrafe. Zukünftig werde ich mit meinem Berner Eisen besser aufpassen. Der Doktor im Krankenhaus, war auch handwerklich begabt. Der konnte richtig gut Nähen und als Fachmann hat er sich mir gegenüber  qualifiziert, als er festgestellt hat, dass meine Schnitzeisen richtig! scharf sind. So einen schönen Schnitt sieht man selten, hat er gemeint.
Nun gut…. morgen kommen die Fäden raus, dann ist auch diese Erfahrung abgehakt.

An diesem Wochenende hab ich es aber nicht mehr ausgehalten. Trotz eingebundenem Daumen, musste ich für ein paar Stunden in den Keller. Ich dachte mir, mit Handicap braucht man für jede Tätigkeit doppelt so lange, dann komm ich im Keller richtig auf meine Kosten.

20150406 005Aus einer 80 mm Nussbaumbohle (meine Leser wissen, was das bedeutet) war schnell ein provisorischer Tisch gebaut und einem gemütlichen Werkstattnachmittag stand nichts mehr in Wege. Bei Kaffee und Kuchen wurde die Idee geboren, meine heutige Zeit in einen Griff zu investieren.

(Bilder sind kommentiert)

Zunächst habe ich mir wieder mal eine Schablone gebaut. Schablonen haben 2 große Vorteile:
1. Die Form ist reproduzierbar und
2. wenn das Endprodukt nicht passt, kann man mit Hilfe der Schablone nach dem Fehler suchen, da man ja die ursprüngliche Ausgangsform noch hat.

Und danach hat der Griff die Zeit mit Raspeln, Feilen und Schleifen fest im Griff. Da sind schon schnell mal 2 Stunden vergangen. Ob es an meinem Daumen lag?

Und fertig sieht er dann so aus. Dafür, dass es mein erster selbstgemachter Griff ist, kann er sich sehen lassen!

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10 Antworten zu Die Zeit im Griff haben

  1. Christoph Meyer schreibt:

    Volker, gute Besserung!

    Schön zu sehen, dass du dich trotz schlechter, schmerzhafter Erfahrung nicht aus der Werkstatt fernhalten kannst.

    Grüße
    Christoph

  2. uwe.adler schreibt:

    Hallo Volker,

    nun hast Du alles im Griff!
    Ich bin schon gespannt, was das für einen Hobel ergibt. Irgendwie scheint der Hobelbauvirus zu grassieren. Wird wohl ein gewichtigeres Exemplar ergeben.
    Dir weiterhin gute Besserung und baldigst wieder uneingeschränkte Daumenverwendung.
    Wie kommst Du mit den Liogierraspeln zurecht? Für mich sind sie mittlerweile unverzichtbar. Man kann mit ihnen so schön formen und der Abtrag ist einfach phänomenal.

    Herzlichen Gruß

    Uwe

    • Volker schreibt:

      Hallo Uwe,

      Von den Raspel bin ich begeistert. Die Form von dem Griff hätte ich bestimmt nicht ohne die gebogenen Raspel hin bekommen.
      Geärgert habe ich mich ein wenig, dass ich mir nur 2 Stück gekauft habe. Da werde ich sicherlich noch mal nachbestellen und darf dann wieder 7 Wochen auf Lieferung warten 😦
      Aber es lohnt sich.
      Viele Grüße
      Volker

  3. Pedder schreibt:

    Hallo Volker,

    den Trick mit der Plexiglasschablone muss ich mir merken. Das wäre wirklich praktisch für die Griffe.

    Liebe Grüße
    Pedder

    • Volker schreibt:

      Hallo Pedder,
      freut mich, dass du dich auch mal auf meinem Blog meldest!

      Ja der Trick ist gut – ich habe ihn vor ein paar Wochen auf dem Blog von Uwe gesehen.

      Fazit: Bloglesen bildet (jedenfalls manchmal) 😉

      Gruß
      Volker

  4. Dominik schreibt:

    Hallo Volker,
    ich wünsch dir auch noch gute Besserung! War doch ein „schönes Lob“ vom Fachmann, dass deine Eisen richtig scharf sind und der Schnitt scheinbar nicht „besser“ hätte sein können ;-). Der Griff sieht trotz lädiertem Daumen sehr gut aus. Hättest du wohl mit gesundem Daumen auch nicht besser hin bekommen. Für was einen Hobel der Griff wohl sein wird?! Das Model, welches dir schon länger im Kopf rum geistert? An deinen Eisen wird´s dann wohl ned liegen, wenn der nicht recht arbeitet :-).
    Wünsch dir noch a schöne Woche und viel Spaß beim Blog lesen.
    Schöne Grüße,
    Dominik

    • Volker schreibt:

      Hallo Dominik,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      mal schauen … evtl. wird der Hobel nächstes Wochenende fertig.
      Aber das Modell ist für mich „Neuland“ – da weiß nie, ob man nicht zurück auf „LOS“ muss.
      Gruß
      Volker

  5. Stefan schreibt:

    Hallo,
    wie es der Zufall will, teilen wir eine ähnliche Story. Auch ich habe die Bestätigung eines fähigen Chirugen das meine Werkzeuge wirklich scharf sind. Und die zwei Wochen Werkstattverbot habe ich auch hinter mir.
    Auch wenn schon ein paar Tage um sind, trotzdem noch gute Besserung. Ach und das Gefühl kommt langsam wieder 😉
    Ich fräs mich jetzt mal durch deinen Blog. Das sieht spannend aus.
    Grüße
    Stefan

    • Volker schreibt:

      Hallo Stefan,
      ja die schmerzhafte Erfahrung liegt schon ein paar Wochen zurück und ich bin auch schon wieder aktiv in der Werkstatt.
      Würde mich freuen, wenn dir mein Blog gefällt und ich einen Leser mehr habe!
      Grüße
      Volker

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