Roubo Hobelbank Teil V

Teil 5 schon!? Und ich habe noch nicht mal die Platte der Hobelbank fertig…. sorry der Bau und meine Berichterstattung zieht sich. Wer sich von Euch für das Thema „Roubo“ nicht interessiert, sollte vielleicht erst Anfang November hier wieder vorbei schauen. Ich fürchte, Ihr langweilt Euch sonst.
Auf was ich mit der Einleitung hindeuten möchte, ist der Zeitbedarf, den motivierte Nachahmer einplanen sollten. Diese Werkstattanrichte baut man nicht an 2 bis 3 Wochenenden! Die Masse an Material frisst Zeit. Egal ob Sägen, Hobeln, Fräsen oder Verleimen – alles muss sorgfältig vorbereitet werden. Alleine beim Verleimen der Platte vergehen mindestens 30 Minuten bis alle Schraubzwingen an der richtigen Stelle fest sitzen. Also…. Muse bei diesem Projekt einplanen – mit Hudeln wird das nichts!

à propos „Hudeln“…. was macht man, wenn man seine „Hounds Tooth Dovetails“ … super stolz… mit der Bankplatte verleimt hat und dann merkt, dass das 38mm Loch für die Spindel nicht gebohrt ist? Richtig, vor Wut in den Allerwertesten beißen und beim Werkzeughändler seiner Wahl einen mobilen Bohrständer bestellen.

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Super praktisch so ein Bohrständer. Er kann aus schlechter Laune wieder gute Laune machen 😉

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Nun ist aber wieder Schluss mit Lustig und mein Kontingent an Flüchtigkeitsfehlern hoffentlich ausgeschöpft für dieses Projekt.
Die Bankplatten sind nun fertig und werden schon mal grob abgerichtet.

Lang habe ich mir überlegt, ob ich für den Bau des Untergestelles Schrauben in Verbindung mit den Tonnenmuttern von Benchcrafted verwende. Ich habe mich dagegen entschieden, weil….
1. Die Hobelbank in meiner Werkstatt stehen wird und nicht für einen Transport zerlegt werden muss.
2. Die Schraubenköpfe sichtbar wären und mir so rein gar nicht gefallen. Holzdübel, wie man sie früher verwendet hat, sind um ein Vielfaches schöner. Die benötigten Dübelstangen aus Ahorn und Nussbaum in 1/2″ und 5/8″ fertige ich selbst an.

Der Rundstabschneider von Veritas ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die ersten beiden Stangen wurden von mir eher geschreddert, bis dann mal der Groschen gefallen war und ich begriffen hab, wie die Messer einzustellen sind. Richtig verwendet, liefert das Ding Dübelstangen in feinster Qualität.

Die Bankfüße

So eine Roubo Bank braucht „zarte Beine“ … hatte ich unter einen Beitrag in Instagram geschrieben. „So zart wie die Füße eines Vogels“ bekam ich mit einem Augenzwinkern zurück.

Die Beine haben ein Maß von 100 x 140 mm / die Zapfen haben ein Maß von 50 x 90 mm und sind 30 mm hoch.

Mit der Oberfräse und einer Frässchablone wurden entsprechende Löcher in die Bankplatten gefräst. Die „runden“ Ecken mit dem Beitel noch sauber gestochen und die „zarten Beine“ meiner Roubo waren dort, wo sie hingehören. Schön bündig mit den Bankplatten und mittig zwischen zwei Bankhakenlöchern.

Nächstes Wochenende geht es weiter mit den Querschwingen und den Seitenzargen.

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18 Antworten zu Roubo Hobelbank Teil V

  1. rainerspeer schreibt:

    Was machst Du mit dem ganzen Werkzeug, wenn die Bank fertig ist??

  2. rainerspeer schreibt:

    Dübelstangenproduktion?

    • Volker schreibt:

      Du wirst lachen – mit dem Ding hab ich schon lange vor dem Bau der Werkbank geliebäugelt. Für meine Möbel brauch ich richtig viel Dübelholz. Und Dübel Buche bekommt man nur schwer.

  3. rainerspeer schreibt:

    Seit Domino XL und Lamello P2 verwende ich Runddübel nur noch selten. Für die Flachdübel habe ich mir Profilmesser schleifen lassen. Die mache ich aus Kostengründen selbst, kann dann auch die Holzart bestimmen.

  4. rainerspeer schreibt:

    Bald wirst Du das Blatt von der Hobelbank nicht mehr selbst bewegen können…

  5. Dominik Pogrzeba Pogrzeba schreibt:

    Die Beine sind ja noch zarter wie die eines Storchs geworden ;-). Dei fast fertige Werkbank schaugt bsiher a moi richtig guad aus :-).

  6. rainerspeer schreibt:

    Blatt, Platte oder wie sagst Du? Wird doch schwer?

  7. Frank Zimmermann schreibt:

    Hallo Volker,
    tja, es soll ja Leute geben die sich einen Grund basteln um sich ein neues, tolles Werkzeug anzuschaffen… 😉
    Diese „Hounds Tooth Dovetails“ gefallen mir richtig gut und die Vogelbeinchen sind beeindruckend!
    Grüße Frank

  8. Christoph Meyer schreibt:

    Hallo Volker,
    hier heißen die „zarten“ Beine eher Kartoffelstampfer 🙂

    Dein Rundstabschneider sieht fesch aus, sind das Hobeleisen die dort schneiden?

    Grüße aus Oldenburg
    Christoph

    • Volker schreibt:

      Hallo Christoph,
      der Rundstabschneider von Veritas wird natürlich mit Messer verkauft. Da Veritas auch Hobel baut, liegt es nahe, dass die Eisen für den Rundstabschneider aus dem gleichen Material gefertigt sind. Beide Messer haben einen unterschiedlichen Schliff.
      Gruß
      Volker

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