Eingeschobener Maschinenunterschrank (Teil I)

Eingeschoben deshalb, weil er nicht geplant war. Ich hatte die Überbleibsel der Roubo noch in der Resteecke stehen. Holzresteecken, so praktisch wie sie sind, haben aber alle eine unangenehme Eigenschaft – sie breiten sich aus und belegen Werkstattfläche.  Was bleibt einem übrig…. Jedes Reststück begutachten und entscheiden Brennholz oder ins Holzlager räumen. Und bei dieser Arbeit überwältigte mich die Idee aus geeigneten Riegeln einen Maschinenunterschrank zu bauen. Damit wäre ein „Schandfleck“ in meiner Werkstatt beseitigt. Quasi…. „zwei Fliegen und so…“

Der „Schandfleck“: Ein unzweckmäßiger Selbstbau mit dem es schwer ist Ordnung zu halten und der viel zu viel Platz verschlingt.

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Über die Anfertigung des Korpus muss ich hier nichts schreiben. Ich glaube die Bilder sind selbsterklärend. Die Holzverbindungen habe ich mit Domino Dübel (10mm) gemacht. Das geht am schnellsten und ist in meinen Augen vollkommen ausreichend.

Die Schwerlastrollen sind nicht von Jipijipijäh oder so, sondern über das WWW erworben. Mein Augenmerk lag auf Traglast und geringe Bauhöhe, damit im Schrank noch möglichst viel Platz für Schubladen bleibt. Mit ein wenig Suchen und Vergleichen, sichert man sich gleich 5 oder 6 cm mehr Platz gegenüber den Baumarktrollen.

Schubladen…

Immer wieder ein schönes Thema. Ich habe schon so viele gebaut und lerne ständig neue Varianten hinzu und damit letztlich auch Techniken kennen. Es macht einfach Spaß, das Forschen und Ausprobieren!

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Zu sehen ist hier mein „Story Stick“. So sagt heutzutage jeder halbwegs „hipe“ Heimwerker zu einem „schwindligen Maßbredl“ (ups… Originalton Bayern) ich meinte natürlich ein einfaches Maßbrett als Orientierungshilfe.
Nach Vorbild meiner Werkbänke der Firma Epple, werde ich den Unterschrank mit Schubladen ausstatten. Dieser Schubladenblock soll später möglichst viel von dem alten Schraubensortiment beherbergen, welches ich im Frühjahr durch glückliche Umstände  aus einer Schreinereiauflösung erwerben konnte. Die Schubladen werden unterschiedlich hoch, um verschiedenste Packungsgrößen möglichst platzsparend zu lagern.

„Epple Schubladen“ können nicht nach vorne raus fallen.  Verhindert wird dies durch einen Holzrahmen, der den kompletten Schubladenblock umschließt und links und rechts 1 cm nach innen über steht. Die Schubladen passen gerade noch zwischen diesen Rahmen, haben aber seitlich (rechts und links hinten) zwei Holzklötzchen angeschraubt, die beim Rausziehen der Schublade an dem Holzrahmen anstoßen. Weiter geht dann nicht – somit ist kein Rausfallen der Schublade möglich.
Mancher fragt sich nun…. „ja wie kann man die Schublade dann einsetzen?“ Ganz einfach: von hinten – erst nach dem Einsetzen, wird eine Rückwand im Schubladenblock eingesetzt.

Aus diesen Brettern (Ahorn 23 mm) sollen die Schubladen werden.

Schubladen mit einfachen Fingerzinken…

habe ich bisher noch nie gemacht. Irgendwann ist aber immer ein erstes Mal.

Ganz Ehrlich – Fingerzinken auf der Tischkreissäge sind kein Hexenwerk. Man braucht keine Schablonen und all den teuren Mist. Das Einzige was man braucht, ist ein dickeres Sägeblatt. Ich habe mir dafür ein Schlitzsägeblatt mit einer Stärke von 5 mm besorgt. Die „Schablone“ besteht aus einem kleinen Brett und 2 kleine Leisten mit genau der gleichen Stärke, wie das verwendete Schlitzsägeblatt. Sollte somit in jeder Holzwerkstatt aufzutreiben sein.

Zum Thema Fingerzinken auf der Tischkreissäge gibt es im Internet zahlreiche Erklärungen. Ich hab mir diesen YouTube Beitrag angesehen – finde ihn verständlich und obendrein sehr unterhaltsam.

Ja in der Tat, hab ich dann auch gleich richtig losgelegt und die Zinken für 5 Schubladen gesägt. Das ging schneller als ich gedacht hatte und es passt auch alles.

Was danach folgt, ist natürlich das Hobeln oder Schleifen der Seitenteile, Verleimen und das Putzen der Holzverbindungen.

So, das war Teil 1 – das Meiste ist bereits geschehen. Es warten dennoch genügend Restarbeiten  am Wochenende auf mich. Langeweile kommt bestimmt nicht auf.

Wünsche Euch kreative & erholsame Tage! 

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