Hobelmania

20141208 118

„Aber Schatz du hast doch schon so viele!“

Ich glaube mit diesem Satz wurde schon mehrfach jeder Holzwerker, der seine Leidenschaft für Hobel entdeckt hat, konfrontiert.
Vom Grundsatz her ist er zwar richtig, aber er hält mich nicht im geringsten vom Bau, oder manchmal auch vom Kauf, eines weiteren Exemplars ab. Die Damenwelt lässt sich ja auch durch ihn vom Schuhkauf nicht abhalten. Nein!…., das soll jetzt hier nicht die Abrechnung „Zahn um Zahn“ oder besser „Hobel um Schuh“ sein, denn so viel Platz für Hobel hätte ich nun auch wieder nicht!
Im Gegensatz zum Schuhkauf der Damenwelt, hat der leidenschaftliche Holzhandwerker viele gute und fachlich fundierte Gründe, sich ein langlebiges, wertschöpfendes, zeitloses, nicht von Modeerscheinungen abhängiges, hoch spezialisiertes und deshalb für den kreativen und anspruchsvollen Hobbyschreiner unverzichtbares Hilfsmittel, zu bauen oder zu kaufen.

Ich glaube meine Blogleser, die sich vermutlich einer ähnlichen Selbsthilfegruppe anschließen müssten wie ich, verstehen mich. Sie werden mich nie mit dem unschönen Satz…. „Aber du hast doch schon so viele“ in Erklärungsnot bringen!

Hier die jüngste Motivation zu diesem Beitrag in Bildern

Hergestellt habe ich den Krenov Hobel aus Hainbuche. Das Eisen ist 45 mm breit und vom Gerd Fritsche. Für die Hobelsohle habe ich Pockholz verwendet. Das Eisen habe ich in einen Schnittwinkel von 50° gebettet.
Da der Hobelkasten, bedingt durch das breite Eisen, mit 65 mm sehr groß ausfällt, habe ich die Form des Hobelkörpers optimal an meine Hände angepasst. So liegt der Putzhobel sehr gut in der Hand und das Ergebnis – super feine Späne von einem alten Eichenbrett – kann sich mehr als sehen lassen.

Alle einzelnen Arbeitsschritte, wie man einen Krenov Hobel baut, sind hier in einem Blogbeitrag dokumentiert.

Dieser Beitrag wurde unter Hobelbau, Holzprojekte, Was ich sagen wollte... abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Hobelmania

  1. uwe.adler schreibt:

    Hallo Volker,

    man kann nie genug schönes nützliches und scharfes Werkzeug besitzen. Jedes verhält sich anders und es findet sich der passende Einsatz, wo man genau dieses benötigt und kein anderes passt.
    Du als bekennder Holzwerker hast es ja schon so häufig durch Taten und Ergebnisse gezeigt. Vielleicht hobelst Du eventuell zur Überzeugung ein paar Holzschuhe!?! Viel Glück auf dem Weg der Angleichung von Schuh und Hobel.

    Herzliche Grüße

    Uwe

    • Volker schreibt:

      Hallo Uwe,
      ja in der Tat, heute hatte ich den neuen 50° Hobel schon im Einsatz und er hat sich bestens geschlagen.
      Das ist ja wirklich das schöne am Hobelbau, dass du dir gleiche Modelle jeweils mit einem anderen Bettungswinkel in den Schrank stellen kannst.
      Und du kommst immer wieder in die Situation, dass du genau so einen Schnittwinkel genau für ein bestimmtes Brett benötigst.
      Herzlichen Gruß
      Volker

  2. Dominik schreibt:

    Hallo Volker,
    mal wieder ein sehr schöner Hobel! Meinen herzlichen Glückwunsch :-)!!
    Herzliche Grüße,
    Dominik

    PS: Was macht das Schnitzen?

    • Volker schreibt:

      Hallo Dominik,
      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Die Löffelrohlinge liegen auf meiner Werkbank und warten auf den Moment, dass ich mal Zeit habe für sie.
      Aber im Moment komm ich nicht dazu bzw. habe Lust auf was anderes.

      Grüße
      Volker

  3. ant11sam schreibt:

    Hi!
    I found this from Tom Fidgen post! Nice work on the „hobel’s“ 🙂
    I’m from Portugal and do some hand tool woodwork.
    In my research of hand planes, I found great info (how to built) on Krenov style, and anglo-saxon western ones. But so litlle about the german style one’s (like ECE, ULMIA and the Czech Pinie).
    Do you have some more info that can share?
    Also I found that Krenov’s and the German ones mostly uses blades to 48mm and the common on British are 2″ ~50mm. Is that just style or any practical reason?

    Thanks in advace for your time

    • Volker schreibt:

      Hallo,
      thank you for komment on my blog!
      A very good book on the construction (also european construction) of handplanes is „Hobel“ from Scott Wynn.
      Original english-language edition: „Woodworker’s Guide to handplanes“.
      Because the blades: I believe the reason for the smal size… normaly Krenov’s have no handle.
      If you use a blade bigger then 50 mm it’s not comfortably to hold the plane.
      All the best
      Volker

      • ant11sam schreibt:

        Hooo!
        Thak was quick! 🙂
        Thanks, I’ll check this book!

        All the best

        António

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