Nachtkästchen aus Eiche (Teil 2)

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Ich mag es nicht, wenn ich irgendjemandem etwas schuldig bin. Ab und zu lässt es sich aber leider nicht vermeiden. Euch, meinen Blog-Lesern, bin ich eine Fortsetzung schuldig – vom Bau des Nachtkästchens. Begonnen habe ich vergangenes Wochenende schon das nächste (geringfügig größere) Projekt. Aber bevor ich von dem berichte, begleiche ich erst einmal meine „Nachtkästchen-Schulden„.

Im ersten Teil des Bauberichtes, hatte ich es schon angedeutet. Die Herausforderung bei diesem Nachtkästchen sind die runden, nach außen gestellten Beine. Am Schluss soll es nach Möglichkeit harmonisch und symmetrisch aussehen. Wie verbinde ich runde Beine mit dem Schrankboden. Ich wollte nicht, wie bei meinem Hocker, die Beine direkt in den Boden dübeln…. also direkt Löcher in den Schrankboden bohren und die Beine einleimen und verkeilen. Warum nicht? Ich kann es nicht genau sagen. Vermutlich hatte ich im Hinterkopf, wenn diese Aktion misslingen würde, wäre der Schrankkorpus versaut und ich müsste zurück auf Start. Bei der von mir gewählten Variante, wären nur 4 Füße und 2 Streben als Kaminholz geopfert.
Die Querstreben habe ich mit einem Winkel von 5° versehen. In dem selben Winkel musste ich auch die Dübellöcher in die Füße bohren. Wenn ich so etwas nochmal mache, bohre ich die Löcher bevor ich die Beine rund drechsle (Lesson learned!)

Mein Projekt im Projekt…

Weil ich gerade so schön beim Drechseln war, hat mein Schonhammer auch gleich noch ein Ersatzteil bekommen. Diese Ersatzteile benötigt man, weil Familienmitglieder meinen, in meiner Werkstatt könne jegliches Werkzeug zweckentfremdet werden. Ganz ruhig bleiben Volker….. ohhhmmmmmmm 😉

Zurück zum Projekt

Zu den Bildern muss man nicht viel schreiben. Streben über kreuz, Beine mit Strebe (mit je 2 Dübel) verleimt, Konstrukt auf Schrankboden geleimt zusätzlich verschraubt. Übrigens bin ich dank der Unterstützung eines mir gesonnenen Holzwerkerfreundes nun stolzer Besitzer von 67 kg alter Eisen-Holzschrauben aus einer Schreinereiauflösung. Die alten Schrauben passen hervorragend zu meiner Einstellung, zu diesem Handwerk und meinen Möbeln! Danke an dieser Stelle nach Köln! 🙂

Nachdem die Beine mit dem Korpus verbunden waren, hab ich noch 2 Schubladen gebaut. Für die Seiten und den Boden der Schubladen habe ich Ahorn verwendet. Ahorn eignet sich für Schubladen hervorragend. Die Frontbretter aus 6 mm Eiche wurden einfach aufgeleimt. Die Schubladengriffe sind aus Nussbaum. Der Korpus wurde von mir mit einer Tungöl- / Leinöl-Mischung geölt und anschließend noch mit einer Schicht Schellack versehen.

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4 Antworten zu Nachtkästchen aus Eiche (Teil 2)

  1. Dominik schreibt:

    Servus Volker.
    Mal wieder ein sehr sehr gelungenes Projekt! Also das Nachtkästchen würd ich mir auch ins Schlafzimmer stellen. Das Design gefällt mir besonders gut. Über deine handwerkliche Leistung muss ich ja nichts schreiben. Die erklärt sich definitiv von selbst.
    Über die Fremdnutzung des Hammers würde ich mich auch „sehr freuen“ ;-).
    Herzliche Grüße,
    Dominik

  2. Christoph Meyer schreibt:

    Hallo Volker,

    das Nachtschränkchen ist dir wunderbar gelungen. Bei den Mittelbrettern kommen die Spiegel gut zur Geltung, so gefällt mir Eiche.

    Grüße
    Christoph

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