Nachtkästchen aus Eiche (Teil I)

20180716 056

Klein aber ohoooooo! – so, würde ich meinen aktuellen Zeitvertreib beschreiben. Und bestimmt nicht langweilig, fällt mir auch spontan dazu noch ein. Auf jeden Fall ein Projekt das Spaß macht und mit dem ich meinen handwerklichen Erfahrungsschatz anreichern werde.
Versteckt in dem letzten Satz ist die Botschaft, dass mich dieses 60 cm hohe Ding ganz schön schon ins Grübeln gebracht hat, bzw. mich immer noch zum Grübeln bringt. Da treffen sich ein paar Details, die ich so noch nie umgesetzt habe. Die größte Herausforderung, wird die Fixierung der rund gedrechselten Beine, die symmetrisch leicht nach außen gestellt werden müssen. Eine Lösung dafür, habe ich noch nicht. Wenn mir keine dazu einfällt, muss meine Tochter notfalls den Schubladenkorpus auf einen Bierträger abstellen. Der hätte die richtige Höhe. Bei der Wahl der Brauerei würde ich ihr freie Hand lassen, solange sie aus der Region kommt – wegen der Ökobilanz versteht sich 😉

Die Bilder muss ich nicht mehr näher Kommentieren. Die Holzauswahl und das Vorbereiten der Flächen. Was jedoch erwähnenswert ist…. die Wartezeit (Leimtrocknung) wurde genutzt um schnell mal ein neues „Fritsche“ Hobeleisen sicher zu verstauen.

Die folgenden Arbeiten haben dann mit dem neuen Hobel doppelt so viel Freude gemacht.

Mit Dominos habe ich die Korpusteile auf Gehrung verbunden. Die Vorderkante habe ich vor dem Verleimen noch mit einer breiten Fase, die in einem Winkel von ca. 35° nach innen verläuft, ausgestattet.

Das eigentliche Kästchen, jedenfalls das Gerüst dafür, ist jetzt schon beinahe fertig.

Fortsetzung folgt demnächst. Ich wünsche Euch ein kreatives Wochenende!

 

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7 Antworten zu Nachtkästchen aus Eiche (Teil I)

  1. Uwe Müller schreibt:

    Moin Volker,
    einen sehr schönen Leimtopf hast du da, und sogar der Übergang von den Spanplatten zum Teppich(?) gezinkt. Ein wahrer Tischler 😉

    Der Korpus wirkt in der Stärke etwas heftig, oder täuscht das im Foto?
    Woher hast du den Leimtopf bezogen?

    Ich bin mal auf das fertige Möbelstück gespannt, Eiche emfinde ich immer als etwas zu rustikal.

    Viele Grüße
    Uwe

    • Volker schreibt:

      Hallo Uwe,
      der Leimtopf ist von Deffner und Johann. Der „Teppich“ wurde mit großem Aufwand mit den OSB Platten gezinkt – endlich merkt das mal jemand. Die Holzstärke ist 19mm und ich glaube angemessen. Eiche ist Geschmackssache – früher mochte ich das Holz gar nicht, heute gehört es zu meinen absoluten Favoriten. Aber die Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden.
      Gruß
      Volker

  2. Christoph Meyer schreibt:

    Hallo Volker,

    Auch die kleinen Möbel haben ihre Tücken, die Bauzeit ist oft die gleiche wie bei größeren Sachen, aber das weißt du ja schon.

    Ausgestellte Beine habe ich an einem Hocker mit einer Bohr-Schablone befestigt. Mit einem passenden Forstnerbohrer habe ich ein hohes Stück Holz durchbohrt. Dann würde das Holz längst im passenden Winkel z.B 12 Grad aufgetrennt. Diese Schablone habe ich dann mit Schraubzwingen an der Sitzfläche für den Hocker festgeklemmt. Freihand gebohrt ist das allerdings nicht 100 % geworden. Die eingezapfte Verbindung wurde dann von oben verkeilt.
    Hier ein paar Bilder, https://www.woodworker.de/forum/threads/nur-ein-hocker.100601/

    Dann hast du Mal eben zwischen durch einen Hobel gebaut. Cool! Das muss ich auch noch probieren. Nimmst du immer Eisen mit Spanbrecher?

    Viele Grüße vom Gardasee
    Christoph

  3. Christoph Meyer schreibt:

    Hallo Volker,

    Für die schrägen Beine habe ich schon Mal eine Schablone gebaut.
    Ein hohes Stück Holz wird senkrecht mit einem passenden Forstnerbohrer durchbohrt. Dann längst im Winkel von z.B. 12Grad aufgetrennt. Dieses Stück dient nun als Bohr-Schablone für schräge Beine und kann einfach mit Schraubzwingen Festgespanne werden. Die Beine habe ich dann von oben verkeilt.
    Hier ein paar Bilder. https://www.woodworker.de/forum/threads/nur-ein-hocker.100601/

    Dann hast du Mal ebenso einen Hobel gebaut, cool! Das Projekt steht auch noch auf meiner Wunschliste. Benutzt du nur Eisen mit Spanbrecher?

    Grüße
    Christoph

    • Volker schreibt:

      Hallo Christoph,
      mit einer Schablone in den Korpus bohren wollte ich auch schon, nur hatte ich den Korpus schon verleimt und damit wäre das Verkeilen der Beine von innen sehr Mühsam geworden. Aber darum macht man ja Erfahrungen – damit man es das nächste Mal eventuell anders macht.
      Zu deiner 2. Frage: ja, bisher habe ich ausschließlich Hobeleisen mit Spanbrecher in meinen Hobel verbaut. Ohne Spanbrecher kenne ich eigentlich nur Schrupphohel, Profilhobel oder Flachwinkler. Den Schrupphohel hab ich von LN, Profilhobel hab ich noch nicht gebaut und eigentlich brauche ich sie für meine Möbel auch so gut wie nicht. Und Flachwinkler sind aus Holz auch echt schwierig zu bauen. Ich hab da auch erst einen Selbstbau im Netz gesehen und rätsel heute noch wie der Erschaffer das angestellt hat.
      Viele Grüße
      Volker

      • Christoph Meyer schreibt:

        Hallo Volker,
        wenn du die Schablone als eine Art Zarge an den Stuhl leimst? Dann musst du die Designänderung nur mit der Auftraggeberin klären, als Alternative zur Bierkiste 😉
        Aber wie ich die einschätze wirst du eine elegante Lösung finden!
        Grüße
        Christoph

      • Volker schreibt:

        Oh Christoph, warum bin ich nicht selbst auf diese einfache Lösung gekommen! 😅

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