„Seekarblick“ der Erste

Was soll ich nur als Einleitung für diesen Beitrag bringen? Bereits seit Tagen zerbreche ich mir darüber den Kopf. Das Auffrischen des Geschichtsunterrichtes bereitet mir zunehmend schlechtere Laune, je länger ich mich mit den Geschehnissen dieser Zeit auseinander setze.
Zum Glück ist mein Blog handwerklich orientiert. So hab ich schließlich doch noch etwas gefunden für ein ordentliches Intro….

1931 wurden zwei bedeutende Bauwerke von Menschenhand fertiggestellt und eingeweiht:

  • In New York, das Empire State Building – mit einer Höhe von rund
    443 Metern…

  • und auf einer Meereshöhe von rund 1350 Metern die Jubiläumshütte
    des AVB (Alpenverein Bergwelt)

 

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Ich glaube das kann kein Zufall sein. Der AVB und die Amis bauten um die Wette 😉

Aber Scherz bei Seite….
Betrachte ich die Bilder von 1931, werde ich demütig. Handwerk zu dieser Zeit hatte in meinen Augen auf jeden Fall noch eine weitere Dimension. In einem Bericht habe ich gelesen, dass während der gesamten Bauzeit des Empire State Buildings (März 1930 bis Mai 1931) lediglich 5 Arbeiter ums Leben kamen.

„Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii“ aber sollte ich mal hinkommen und dann zum Empire State Building aufschauen, fällt mir bestimmt mein Fensterbau für die Jubi ein.

Nun, nach dieser langen, öden, geschichtsträchtigen Einleitung, bin ich endlich beim Thema angekommen. Unsere kleine „bayerische Schwester vom Emipre State Building“ braucht zwei neue Fenster….. weil, die Alten sind etwas zu klein.
Lange Rede – der Auftrag ist bei mir gelandet. Ich gebe aber zu, dass ich mich nicht habe betteln lassen, weil so ein altes Fenster mal zu bauen, stelle ich mir sehr spannend vor. Eine Bedingung von mir wurde prompt erfüllt – ich wollte ein Original als Vorlage in meiner Werkstatt haben. Im Oktober wurde es ausgebaut und geliefert.

 

Bei mir in der Werkstatt, habe ich das alte Fenster genau vermessen und mir die Konstruktion angesehen. Ich werde das Fenster aus Eiche machen – es soll ja schließlich die nächsten 86 Jahre halten. Nicht dass Reklamationen vor dem Jahr 2103 an mich herangetragen werden.
Bei meinem Holzhändler habe ich deshalb eine 70 mm Bohle und eine 52 mm Bohle zu diesem Zweck ausgesucht. Und weil ich schon mal dort war….. wurde noch ein wenig mehr ……. zufällig hatte ich noch ein wenig Platz zuhause.

 

Die 70 mm Bohle hatte eine Länge von 5,10 Meter – vorsorglich hatte ich sie halbieren lassen. Tragen, alleine? Unmöglich!
Mit 2 Umzugsrollbretter hab ich sie zu meinem Kellerabgang geschoben. Dann per Flaschenzug in den Keller verfrachtet.

 

Dort lagern Sie jetzt schon gut 3 Wochen. Haben sich an das Werkstattambiente gewöhnt.
Der Fensterbau kann losgehen.

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7 Antworten zu „Seekarblick“ der Erste

  1. rainerspeer schreibt:

    Ich war schon in New York. Auch auf dem Empire State. Auf Hawaii war ich noch nicht. Auch nicht auf Eurer Hütte. Das kann man ändern. Soll ich Dir beim Einbau helfen?

    • Volker schreibt:

      Wenn Du Zeit hast, wenn wir einbauen, sehr sehr gerne! Ich denke das wird irgendwann im Mai sein. Wenn der Termin steht, geb ich Dir Bescheid. Aber erst muss ich die Fenster noch bauen und zwar so, dass sie unsere alten Hütte würdig sind.

  2. rainerspeer schreibt:

    Neulich habe ich eine 80er Eichenbohle gebraucht. Gekauft habe ich dann drei. Wenn man schon mal da war… Fahre nie hungrig zum Einkaufen!

  3. uwe.adler schreibt:

    Hallo Volker,

    dann gutes Gelingen bei Deinem neuen Projekt!

    Herzliche Grüße

    Uwe

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