Was selbstgebasteltes als Geschenk

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Von den schiefen Hax’n und dem krummen Rücken hatte ich ja schon berichtet.
Wie ging es danach weiter…? Das, was ich da geschreinert habe, wurde auf die harte Probe gestellt…

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Das war die Gelegenheit ein paar Schwebebalken-Figuren wieder aus dem Gedächtnis zu kramen. Den Flick-Flack, den Spagat Sprung und einen flüchtigen Handstand, bekam ich auf Anhieb wieder hin. Nur beim Salto rückwärts vom Gerät, bin ich unglücklich neben der Kiste mit Hobelspänen gelandet. Danach hatte ich 3 Tage Rücken 😦

Vor dem Finish, war noch das Hobeln aller Einzelteile angesagt. Für die konvexe Wölbung des Spiegels habe ich einen Hobel mit Metallsohle verwendet. Eine Hobelsohle aus Holz leidet mir zu sehr auf Kanten (auch wenn die Kanten klein sind). Für die konkave Seite des Spiegels, verwende ich einen meiner selbstgebauten Hobel mit gewölbter Sohle.

Die Anprobe….

….ist immer etwas Spannendes. Passt den alles so, wie man sich das in etwa vorgestellt hat. Ja es schaut nicht schlecht aus.

Das Finish…

…. sollte gut vorbereitet werden, sonst hat man danach die Sauerei. Auch wenn es nur Böcke sind. Ich packe sie vorher mit Paletten- Stretch-Folie ein, dann bleibt sie sauber. Die Folie hat sich schon 1000sendfach in der Werkstatt oder beim Möbeltransport bewährt, … und so eine Rolle bekommt man unter 10 €uro.

Erst nach den ölen kommt so richtig die Eiche mit ihren gestockten Stellen zur Geltung.
Nun überwiegt die Freude, dass man sich für diese Bohlen mit „Blessuren“ entschieden hat. Eiche ohne gestockte Fläche hätte ich auch im Keller gehabt. Ich finde aber diese fehlerhaften Stellen machen das Holz viel interessanter.

Der Umzug…

…. nach Regensburg war nun heute. Gut verpackt in Stretch-Folie hat das Bett die Reise bestens überstanden. Die eingewickelten Bohlen rutschen nicht im Auto und die Sitze bekommen auch kein Restöl ab. Feine Sache!

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Und gegen welchem Konkurrenten muss mein Bett nun antreten?

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Ok, ich gebe es zu – ein Matratzenlager ist keine wirkliche Konkurrenz! Meine Tochter war damit einverstanden, dass wir das selbstgebastelte Geschenk mal aufbauen.

Die Bettbeine werden ja nur in die Nut in der Seitenwange eingeschoben. Damit sie nicht verrutschen können, habe ich in der Werkstatt noch „Stoppklötze“ angefertigt die hinter dem Querbalken eingeschraubt werden. Sie haben die gleiche Höhe bzw. Oberkante mit dem Querbalken und deshalb liegt dann später auch der Lattenrost noch zusätzlich auf ihnen auf.

Hier nun noch ein paar Bilder vom selbstgebastelten Geschenk…

 

 

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11 Antworten zu Was selbstgebasteltes als Geschenk

  1. Coisas EM'adeira schreibt:

    WOW!
    1st I thought Is he training for the Olympics….?? 🙂
    (I just know a hand full of German words so I use google translator)
    While I was waiting for the translation scrolled the images…

    This design just blow my mind!!!!

    Outstanding
    Congrats!

  2. rainerspeer schreibt:

    Und? Die Reaktion?
    Letztes WE habe ich meiner Tochter auch das Matratzenlager in ein Bett gewandelt.

    • Volker schreibt:

      Meine ist mir um den Hals gefallen. Kommt nicht oft vor, dass das junge Damen noch machen, macht aber Freude 🙂

      • rainerspeer schreibt:

        Ist aber auch sehr schön geworden!
        Ich habe das erste mal die Verbinder von Festool verbaut. Das klappt prima und man benötigt nur innen hinter der Matratze vier Löcher. Die Konstruktion wird sehr schön zusammen gezogen. Besser als bei Berliner Betthaken. Der Preis für die Dinger ist zwar (noch) etwas abschreckend, ich werde die Dinger aber auch in Zukunft einsetzen.
        Was hast Du da für ein Öl von Festool?

      • Volker schreibt:

        Das ist das Heavy duty Öl von Festool. Ich bin da sehr zufrieden damit. Das kannst du mit den grünen und den weißen Fliesscheiben auf der Rotex einmassieren und gibt eine tadellos Oberfläche.
        Seit mir mal ein Berliner Betthaken abgerissen ist, verwende ich die Dinger nicht mehr. Hier hab ich mit Rampamuffen, Gewindeschrauben und stabilen Winkeln gearbeitet. Da meine Tochter sicherlich noch häufig umziehen wird, hab ich mir gedacht, dass ist eine einfache, kostengünstige und strapazierfähige Verbindung.

  3. uwe.adler schreibt:

    Das nenn ich mal ´ne Lernkurve. Tolle Arbeit, gefällt mir ausgesprochen gut!

    Die Entlohnung ist aber auch sehr schön und Deiner Arbeit angemessen.

    Liebe Grüße

    Uwe

  4. Thomas Keimel schreibt:

    Das Bett ist ja mal wieder echt klasse geworden. Ich bin immer wieder überrascht, welche Ideen du bei deinen Projekten umsetzt Welche Verbinder von Festool meint ihr?

    Gruß Thomas.

    • Volker schreibt:

      Hallo Thomas,
      ich habe mit den Verbindern von Festool noch nie gearbeitet. Da müsstest du Rainer fragen. Ich gehe aber davon aus, dass es die Domino Verbinder sind, die 2015 (glaube ich) neu auf den Markt gekommen sind.
      Meines Wissens benötigt man aber die große Domino Dübelfräse dafür und die hab ich nicht und ich brauche sie auch nicht.
      Gruß
      Volker

  5. orepass schreibt:

    Very nice! I like the simplicity of the lines and as always the Joinery is excellent.

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