Roubo Hobelbank Teil III

Der Prototyp für die Schlittenzange stand mir nun als Vorlage zur Verfügung. Jetzt gilt es das Ganze „lediglich“ mit der handlichen Originalplatte umzusetzen. Der große Vorteil, wenn man sich an dem Monster selbst zu schaffen macht……. es muss die zu bearbeitende Plattenhälften, nicht mit Schraubzwingen auf den Böcken gesichert werden. Man darf ja froh sein, wenn man sie alleine hinauf gewuchtet bekommt.

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Das Ablängen nimmt schon etwas mehr Zeit in Anspruch als sonst. 120 mm muss ich von zwei Seiten schneiden. Meine Tischkreissäge packt nur 100 mm. Für diese Schnitte stelle ich das Sägeblatt auf eine Schnitthöhe von 61 mm. Damit reduzieren sich Schnittungenauigkeiten an der Stirnseite auf ein Minimum.

Die Bankhakenlöcher…

… werden in meiner Bank eckig und nicht rund. Ich werde hier keinen Glaubenskrieg mit den 3/4″ Zoll Freunden anfangen – soll jeder machen wie er will. Meine Abneigung gegenüber den gebohrten Hakenlöchern resultiert aus der Tatsache, dass ich keine Bankhaken aus Metall verwenden möchte. Und Bankhaken aus Holz mit einem Durchmesser von < 19mm sind mir persönlich zu schmächtig.
Aber auch dieser Eigensinn wird gnadenlos bestraft. 3/4″ Löcher wären gleich gebohrt – eckige Bankhakenlöcher brauchen etwas länger.

Die Schlittenzange hat eine Breite von 45 mm. Die Bankhakenlöcher bekommen ein Maß von 25 mm x 25 mm. Setzt man sie mittig in den dafür vorgesehenen Riegel, bleiben links und rechts je 10 mm stehen. Deshalb habe ich mir 2 „Riegelbretter“ vorbereitet. Eines mit einer Stärke von 35 mm in das die Hakenlöcher 25 mm tief eingefräst werden und ein Deckbrett mit einer Stärke von 10 mm, welches danach aufgeleimt wird.

Jedem, der sich auch so eine Bank bauen möchte, empfehle ich, auf der Originalplatte die spätere Position der Bankbeine und der Hakenlöcher genau anzuzeichnen. Bankhakenlöcher im Fuß der Bank sind unpraktisch 😉 fördern aber die Kreativität will man später Hobelspäne und den Bankhaken aus ihnen herausbringt.

Aus 10 mm MDF wurde eine Schablone für die Banklöcher geschnitten. Mit der Oberfräse, einem 16 mm Nutfräser und einer Kopierhülse werden die Hakenlöcher sauber gefräst. Danach wird der 10 mm starke Deckel darauf geleimt.

Nach dem Entfernen der Leimreste kann der Bankhakenriegel mit der Hobelbankplatte verleimt werden.

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Zum ersten Mal erkenne ich eine gewisse Ähnlichkeit zu einer Hobelbank.

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4 Antworten zu Roubo Hobelbank Teil III

  1. Mario Zimmermann schreibt:

    Hallo Volker,

    ich bin schwer beeindruckt!
    Viel Erfolg beim weiteren Bau, ich werde das gespannt verfolgen.

    Viele Grüße,
    Mario

  2. Daniel Baum schreibt:

    Hallo Volker,

    es macht, wie immer, großen Spaß Dein Projekt zu verfolgen.
    Ich bin sehr gespannt was Du uns noch so zeigen wirst.
    Du weißt aber schon, dass Du die fertige Bank dann auch nächstes Jahr mit nach Darmstadt bringen musst! 😉
    Ich wünsche Dir gutes Gelingen beim weiteren Baufortschritt und viel Freuden an und mit der Bank.
    Gruß Daniel

    • Volker schreibt:

      Hallo Daniel,
      die Bank….. nächstes Jahr nach Darmstadt karren?
      Ich glaube ich muss dich enttäuschen – ich fahre keinen Hummer! 😎
      Viele Grüße
      Volker

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